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Cover image for Clementine (Deutsch) Buch 2

Clementine (Deutsch) Buch 2

Autor:in
Senora Danah
Gelesen
18,7K
Kapitel
31
Autor:in
Senora Danah
Gelesen
18,7K
Kapitel
31
🐺Übernatürlich🧛🏻Vampire🎭Drama🐺Werwölfe & Gestaltwandler🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪Starke Frauen👑Königshaus & Aristokraten👩🏻‍🍼Mütter👯Zwillinge🧙‍♀️Hexen & Zauberer😊Sauber

In der bezaubernden Stadt Lyon wird Clementines friedliches Leben mit ihrer Tochter Bella und ihrem Phönix Helia durch das plötzliche Auftauchen von Malcolm gestört, einem Zauberer aus ihrer Vergangenheit. Während Geheimnisse ans Licht kommen und ein drohender Krieg zwischen Werwölfen, Hexen und Vampiren ihre Welt bedroht, muss Clementine nach Big Bear Lake zurückkehren, um ihre Familie zu beschützen und das Chaos zu verhindern. Mit der hybriden Natur ihrer Tochter und ihren eigenen verborgenen Kräften erlebt Clementine eine Reise voller Gefahr, Magie und unerwarteter Bündnisse.

Lyon, Frankreich

Book 2: Die herzlose Königin

CLEMENTINE

Es ist ein sonniger Tag hier in Lyon, der drittgrößten Stadt Frankreichs. Vor fünf Jahren hatte ich eigentlich vorgehabt, mich in Russland niederzulassen. Das war mein Plan, als ich ein kleines Mädchen am Straßenrand fand und sie mitnahm. Ich wollte so weit wie möglich weg sein. Helia, mein Phönix, litt noch immer, nachdem unser Gefährte uns abgelehnt hatte, als er herausfand, dass ich auch zum Teil eine Hexe bin.
Aber meine Pläne änderten sich, als ich durch Frankreich reiste. Es ist ein wunderschönes Land. Ich hatte viel über Frankreich gehört, aber es nie mit eigenen Augen gesehen. Wir, die übernatürlichen Wesen, haben keinen Kontakt mit Menschen. Wir betreten nie ihre Länder, und wenn sie in unsere kommen, ist es ihr Todesurteil.
Ich muss zugeben, dass ich Angst hatte, als ich Big Bear Lake verließ. Es war ein riesiger Wald, in dem mehrere Städte versteckt waren. Es war, als ob die Menschen diese Orte nicht sehen konnten. Ich vermute, dass Hexen einen Zauber gewirkt hatten, um den Wald vor den Menschen zu verbergen, aber ich konnte immer noch nicht verstehen, warum nur so wenige Jäger hineingelangten.
Ich habe viel über Paris gehört … "Die Stadt der Liebe". Zum Teufel mit der Liebe.
Deshalb habe ich mich nicht in Paris niedergelassen und stattdessen Lyon gewählt.
Ich gehe durch meine winzige Zweizimmerwohnung. Das Wohnzimmer ist klein im Vergleich zu den anderen Häusern, in denen ich in meinem früheren Leben gewohnt habe. Der Raum war in Weiß und Grau gehalten. Graue Sofas, weiße Wände, ein Glastisch, ein grauer und weißer Teppich. Ein wunderschöner, aber winziger silberner Kronleuchter hing von der Decke. In der Ecke stand ein Holztisch, auf dem ein Vogelkäfig stand.
Ich gehe zu Helia und schaue ihr in die Augen. "Guten Morgen." Ich öffne die Tür, damit sie herauskommen und im Haus herumfliegen kann. Ich sperre sie nie ein, außer, wenn sie ein böses Mädchen war. Gestern verließ sie die Wohnung, ohne mir Bescheid zu sagen, und ich habe mir die ganze Nacht über Sorgen gemacht.
"Reg dich nicht so auf", murmelt Helia.
"Du weißt doch genau, dass du draußen nicht in voller Größe fliegen kannst, wo jeder dich sehen könnte!"
"Deshalb bin ich nicht in voller Größe geflogen, Clem."
"Gut. Aber sag mir bitte das nächste Mal Bescheid."
Dieser Vogel ist Helia. Einer der Vorteile, zaubern zu können, ist, verschiedene neue Zauber zu erfinden. Ich wusste nicht, dass ich das konnte, aber Helia hat mir dabei geholfen. Sie wollte aus meinem Körper herausfliegen können. Ich hätte fliegen können, wenn ich keine Tochter hätte, aber ich konnte sie weder allein in der Wohnung lassen, noch sie mitnehmen.
Also erfand ich einen Zauber, der Helia aus meinem Körper freilassen konnte, aber das bedeutet nicht, dass sie nicht immer noch ein Teil von mir ist. Unsere Seelen sind verbunden.
Es war ein sehr schwieriger Zauber, besonders wenn man eine kleine Tochter hat, die so oft weint. Es tat weh, das gebe ich zu, aber es hat sich gelohnt. Ich würde alles für Helia tun.
"Maman! Mommy!" ruft meine süße Tochter, Bella. Als ich sie vor fünf Jahren fand, war sie in eine Decke gewickelt, die die Initialen A.A. trug. Ich konnte ihren Nachnamen nicht herausfinden, aber ich konnte ihr leicht einen Namen geben, der mit dem Buchstaben A beginnt. Ich entschied mich für Arabella. Allerdings nenne sie meistens Bella.
"Oui? Ja?", rufe ich zurück, während ich zu ihrem Zimmer gehe.
"Puis-je porter une robe aujourd’hui? Kann ich heute ein Kleid tragen?" fragt sie.
"Englisch, Bella." Ich verdrehe die Augen. Sie ist mit allen Nachbarn in diesem Gebäude befreundet und niemand spricht Englisch, also hat sie die französische Sprache sofort gelernt. Ich hingegen … hatte anfangs Schwierigkeiten, aber schließlich habe ich die Sprache gemeistert.
"Je … möchte heute eine robe tragen." Sie verzieht das Gesicht bei dem, was sie gesagt hat.
"Ja, das kannst du." Ich lächle.
"Merci! Danke!"
Ich schüttle den Kopf. Sie ist eine richtige kleine Rebellin.
Ich gehe aus ihrem Zimmer heraus und zurück ins Wohnzimmer, wobei ich immer noch über sie lächeln muss. Ich schenke dem Mann, der auf einem meiner Sofas sitzt, keine Beachtung, als ich mich auf den Weg in meine offene Küche mache.
"Du hättest klopfen können", sage ich, während ich das Frühstück für Bella zubereite.
"Du weißt, dass ich nicht gerne klopfe", erwidert Malcolm. Er ist ein Zauberer aus Big Bear Lake. Er half mir, meine Phönixkräfte zu entdecken und wurde zu meinem Berater. "Weißt du, es ist traurig, dass ein so majestätischer Vogel im Wohnzimmer herumfliegt, anstatt draußen."
Helia piepst, wahrscheinlich, um Malcolm zuzustimmen.
"Wir können es nicht riskieren, dass uns jemand sieht", antworte ich, während ich die Rühreier auf den Teller lege.
"Du könntest immer noch nach Hause zurückkehren", sagt er mit leiser Stimme.
"Und was soll ich dort tun?", frage ich und gehe ins Wohnzimmer.
"Das Leben führen, das du verdienst", antwortet er.
"Es wäre einfacher gewesen, wenn ich keine Tochter hätte."
"Aber sie ist nicht deine Tochter."
"Doch, das ist sie!" fauche ich.
"Okay … Beruhige dich." Er hebt beide Hände, als wolle er sich vor mir verteidigen.
Bevor ich etwas sagen kann, kommt Bella heraus. Sie schaut Malcolm an und lächelt. Sie geht langsam auf ihn zu und umarmt ihn. Es ist eine seltsame Szene, da sie ihn noch nie zuvor gesehen hat. Ich treffe Malcolm immer, wenn Bella bei den Nachbarn spielt oder wenn sie schläft.
"Ich habe dich schon einmal gesehen", sagt sie und Malcolm und ich sehen sie fragend und überrascht an.
"Wo?", frage ich.
"In meinen Träumen", antwortet sie und mein Kiefer spannt sich an. Ich sehe zu Malcolm, nur um zu sehen, wie er den Kopf senkt.
Hat er wirklich gedacht, dass ich es nicht herausfinden würde? Oder dass sie sich nicht erinnern würde?
"Ich kann dir alles erklären …", sagt er langsam.
"Bella, dein Frühstück ist fertig, Schatz. Hol dir den Teller und iss dieses Mal in deinem Zimmer", sage ich ruhig und lächele ihr zu.
Sie nickt und geht.
"Was zum Teufel?" Ich packe ihn am Kragen. "Du bist in ihre Träume eingedrungen?" Meine Augen sind jetzt rot und von Flammen umgeben. Auch wenn Helias Körper nicht in mir ist, kann ich immer noch ihre Stärke und Kräfte einsetzen.
"Clementine! Beruhige dich. Ich bin nur in ihren Körper eingedrungen, um sicherzustellen, dass du in Sicherheit bist", bringt er hervor.
"Warum sollte ich nicht in Sicherheit sein? Ich kann nicht einmal sterben", sage ich verwirrt und lockere meine Hände an seinem Kragen.
"Ich weiß, was sie ist."
"Und?", frage ich.
"Du weißt es auch?"
"Ja, das tue ich."
"Wie?", fragt er.
"Ich bin ihre Mutter, natürlich würde ich es wissen." Ich runzele die Stirn.
"Hat sie …", beginnt er, aber ich halte ihn auf.
"Natürlich nicht!" fauche ich. "Sie hat noch niemanden getötet … noch nicht."
"Würdest du es zulassen?", fragt er.
"Ja, irgendwann. Aber sie ist noch jung, Malcolm. Das Wichtigste ist, dass sie weiß, was sie ist."
"Das ist gut." Er nickt. Er steht auf und fährt fort, "Wie auch immer, ich muss gehen. Ich werde Zuhause erwartet."
"Auf Wiedersehen und danke, dass du gekommen bist, aber wage es ja nicht, wieder in ihre Träume einzudringen."
"Kommt nicht wieder vor." Damit verschwindet er.
* * *
Ich ziehe mich gerade aus, um schlafen zu gehen, als ich plötzlich ein Geräusch höre. Ich stehe wie versteinert auf der Stelle. Dieses Geräusch ist mein altes Telefon. Niemand hat dieses Telefon seit Jahren angerufen. Ich habe es in einer der Schubladen meiner Kommode verstaut.
Langsam gehe ich zu meiner Kommode und ziehe die Schublade auf. Ich sehe sofort auf den Bildschirm, um zu sehen, wer es ist.
Ich nehme es schnell und drücke die Antworttaste.
"Vater?"

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