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Die Gabe von Artemis Buch 2

Autor:in
M. Syrah
Gelesen
15,6K
Kapitel
44
Autor:in
M. Syrah
Gelesen
15,6K
Kapitel
44
⚔️Action & Abenteuer🐺Werwölfe & Gestaltwandler💘Schicksalsgefährten🎭Drama👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte🐺Lykaner💪🏻Beschützer🌛Götter und Göttinnen🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪Starke Frauen👑Königshaus & Aristokraten🐺Übernatürlich

In einer Welt, in der sich Werwolfrudel gegenseitig zerfleischen, schickt die Mondgöttin ihre vier Lycan-Champions zur Erde, um Ordnung wiederherzustellen. Desmond, einer der Champions, wird für seinen Ungehorsam verflucht und verbringt tausend Jahre in Isolation. Als sein Fluch aufgehoben wird, trifft er auf Cassandra, eine Alpha-Werwölfin, und gemeinsam stellen sie sich Verrat aus den eigenen Reihen, Rogue-Angriffen und einem drohenden Krieg mit den Vampiren. Während ihre Verbindung wächst und sie sich den Herausforderungen der Führung stellen, decken sie tiefer liegende Verschwörungen auf, die ihre Welt bedrohen.

Kapitel 1

Buch Zwei: Die vier Reiter gehen mit dem Tod

Tausend Jahre lang streifte der Lykaner Tod allein auf der Erde umher, verflucht von der Mondgöttin für seinen Ungehorsam. Als sie den Fluch dann endlich aufhebt, führt sie ihn zu seiner Gefährtin, Alpha Cassandra. Aber kann er ihr etwas anderes als Tod und Zerstörung bringen? Und was, wenn er die Kontrolle verliert, wenn er herausfindet, dass jemand sie betrügt und ihr Rudel bedroht?
Die Mondgöttin schritt durch die langen weißen Flure ihres Palastes im Reich der Götter. Sie marschierte mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck, der auf ihrem edlen Gesicht eingebrannt schien.
Sie würde nicht von ihrer Entscheidung abrücken. Sie war bereit, die rebellischen Rudel dafür bezahlen zu lassen.
Als deren Schöpferin und Gottheit hatte sie eine Pflicht gegenüber den Werwölfen. Dazu gehörte auch, sie zu töten, wenn sie ihre Gesetze brachen. Sie ging auf ihre Lykaner zu, ihre treue persönliche Armee, die ihre Entscheidungen in die Tat umsetzte.
Die Lykaner waren ihre ersten Kinder.
Sie waren größer und stärker als Werwölfe und waren unter anderem auch deswegen besonders, da sie drei statt zwei Formen hatten. Sie hatten eine menschliche Form, eine Halbbestienform und eine Wolfsform.
Das verschaffte ihnen einige Vorteile gegenüber den Werwölfen.
Sie liebte sie von ganzem Herzen und hatte sie zu ihrer Armee gemacht, falls sie ihre Werwölfe bestrafen oder ihnen helfen musste. Heute Abend war sie auf einer Bestrafungsmission und sie wusste genau, welche Lykaner für diese Aufgabe am besten geeignet waren.
Sie betrat ihren Thronsaal und bemerkte, dass die Männer bereits dort waren.
Sie fielen alle auf die Knie, als sie eintrat und zu ihrem Thron schritt, wobei ihr ätherisches hellblaues Kleid bei jedem ihrer Schritte über dem Boden schwebte.
Selene setzte sich und betrachtete die vier Männer vor ihr. Ihre Champions. Ihre Lieblingssoldaten.
Sie waren alle groß und muskulös, wie alle ihre Lykaner, aber diese vier hatten eine Leidenschaft und ein Maß an Loyalität, das sie liebte und brauchte.
"Bitte steht auf", sagte sie mit sanfter Stimme. "Ich habe euch hergerufen, weil ich euch vier brauche, um eine Situation auf der Erde zu klären."
Die vier Männer blickten bei ihren Worten erwartungsvoll auf, aber sie würden nichts sagen, bevor sie fertig war.
"Zwei der größten Rudel in Europa bekämpfen sich gegenseitig und verursachen zahlreiche Opfer. Es wäre einfach, wenn es nur Wölfe wären, aber leider sind auch Menschen in diese Sache verwickelt.
"Ihr müsst euch um ihre Anführer kümmern. Sie müssen für ihre Verbrechen büßen."
Die vier Männer verneigten sich vor ihrer Göttin und verließen den Palast, um ihre Aufgabe zu erfüllen.
Die Göttin hatte ein Portal geöffnet, damit sie direkt auf dem Schlachtfeld ankommen konnten. Sie hatte erwähnt, dass die Anführer bezahlen mussten, aber das war leichter gesagt als getan.
Die Lykaner brauchten eine ganze Woche, um die Situation zu beurteilen, und sie waren nicht zufrieden mit dem, was sie sahen.
Die Werwölfe zerstörten nicht nur einander, sondern auch alle Menschen, auf die sie trafen.
Wenn ihre Sünden nur beim Töten aufgehört hätten.
Die vier Lykaner bemerkten, dass die Wölfe die Situation auch ausnutzten, um zu vergewaltigen und zu plündern, und dabei riskierten, ihre Welt zu verraten.
Sie wussten, was passieren würde, wenn die Menschen ihre Anwesenheit vermuteten. Was mit den Vampiren geschehen war, war das perfekte Beispiel dafür.
Als die Vampire versucht hatten, sich den Menschen aufzudrängen, waren sie abgeschlachtet worden und mussten sich nun wieder verstecken.
Die Menschen waren schwach, aber sie waren in der Überzahl. Jeder gute Stratege wusste, was das bedeutete.
In der siebten Nacht nach ihrer Ankunft auf der Erde beschlossen die Lykaner, einen Plan auszuarbeiten, um ihre Ziele loszuwerden.
Sie saßen um ein Feuer und kochten ihr Abendessen mitten in einem Wald irgendwo in Mitteleuropa.
Fabian war der Koch von den vieren und er liebte es, sich dieser Tätigkeit hinzugeben. Mit geübtem Blick sorgte er dafür, dass das Fleisch schön über dem Feuer brutzelte.
Payne sah ihn aufmerksam an, denn Fabian summte fröhlich vor sich hin, während er sich mit dem Fleisch beschäftigte.
Das ärgerte Payne zutiefst. Er wollte die Informationen, die er über die Alphas hatte, lesen, ohne dabei gestört oder abgelenkt zu werden.
Desmond sah die beiden an und war von der Situation völlig gelangweilt. Er war schon immer ein kühler, distanzierter Mann gewesen, aber man sollte sich besser nicht mit ihm anlegen, sonst könnte es schnell unangenehm werden.
In dieser Hinsicht war er das exakte Gegenteil von Wade.
Wade beobachtete die anderen Lykaner und konnte sein Temperament kaum unter Kontrolle halten. Er war eine tickende Zeitbombe und stand kurz davor, zu explodieren. Er wollte nur eines: diese Mission beenden und wieder zurück nach Hause gehen.
"Lasst uns sie einfach töten. Warum müssen wir überhaupt etwas planen?", fragte Wade genervt.
"Das ist doch immer deine Lösung." Payne seufzte. "Wir können nicht einfach in ihre Lager gehen und sie umbringen. Ich habe keine Lust, mich mit Hunderten von wütenden Werwölfen anzulegen. Das würden selbst wir nicht überleben."
"Payne hat Recht", sagte Desmond, dessen Langeweile deutlich an seiner Stimme zu hören war. "Wir müssten sie alle töten und ich bin mir nicht sicher, ob wir das überleben würden."
"Was sollen wir dann tun?", knurrte Wade in Richtung Desmond. "Wenn du doch so schlau bist! Sag mir, was sollen wir tun?"
Desmond starrte den anderen Mann an, und das genügte, um Wade zu beruhigen. Er wusste, wozu Desmond fähig war, wenn er die Kontrolle verlor, und er wollte nicht, dass es jetzt dazu kam.
Desmond war wie das Meer - in der einen Sekunde ruhig und in der nächsten eine rasende Hölle. Wenn er wütend war, verfehlte er nie sein Ziel, und Schmerzen wären in dieser Situation das geringste Problem für Wade.
"Wir dringen in die Reihen ein und schlagen dann aus dem Inneren zu", sagte Payne, um die beiden Männer zu beruhigen. "Das ist das Beste, was wir tun können."
"Wir müssen uns also aufteilen?", fragte Fabian.
Payne nickte dem anderen Mann zu, bevor er sich die blonden Haare am Hinterkopf kratzte.
"Es ist das Beste, wenn ich mit Desmond gehe, während du dich mit Wade zusammentust. Wir wissen, was passiert, wenn Desmond und Wade zusammen sind, und die Mondgöttin hat gesagt, wir sollen nur die Anführer töten.
"Wir wollen es nicht noch schlimmer machen."
"Gut", sagte Wade und entspannte seine Schultern. "Wir machen es auf deine Art. Sollen wir gleich morgen früh anfangen?"
Payne nickte erneut.
"Das wäre das Beste. Die Wölfe werden beschäftigt sein, und wir können uns unauffällig verhalten."
Wade lächelte ein grimmiges Lächeln. Endlich würde er etwas Action bekommen.
Er mochte es nicht besonders, Informationen zu sammeln, und eine ganze Woche damit zu verbringen, war das Maximum, was er ertragen konnte. Er brauchte Action, und zwar schnell.
"Perfekt." Er grinste.
Die anderen nickten und begannen mit ihrem Abendessen. Sie würden die Kraft brauchen, die ihnen das Essen gab, denn einen Alpha zu töten war nie eine leichte Aufgabe.
Es war ebenso furchtbar wie zermürbend, aber sie würden dem Wunsch ihrer Göttin immer nachkommen. Egal, was passierte.

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