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Behind the Masque (Deutsch) Buch 2

Autor:in
Jessie F Royle
Gelesen
257K
Kapitel
32
Autor:in
Jessie F Royle
Gelesen
257K
Kapitel
32
🤑Milliardäre💰Milliardäre🏙️Zeitgenössisch

Roxanne und Chris sind die Küchenchefs des florierenden Red Fire Grill, doch ihr Leben wird bald noch komplizierter. Während Chris seiner Freundin Lena einen Heiratsantrag machen will, gerät Roxanne in einen Strudel aus Romantik, Eifersucht und unerwarteten Wiedersehen. Als ihr Ex Lucas wieder auftaucht und ihr aktueller Freund Spence ihr einen Antrag macht, muss Roxanne sich durch ein Labyrinth aus Gefühlen und Beziehungen navigieren. Vor dem Hintergrund glamouröser Partys und intimer Momente ist Roxannes Reise eine Geschichte von Liebe, Treue und Selbstfindung.

Kapitel 1

Buch 2

ROXANNE

KNAPP EIN JAHR SPÄTER
Im Restaurant ist es heute Abend wahnsinnig voll, anders als an den meisten Mittwochabenden. Chris und ich sind jetzt schon seit fast neun Stunden pausenlos im Einsatz.
Das Red Fire Grill ist seit seiner Eröffnung vor fast einem Jahr ein großer Erfolg.
Chris und ich sind immer noch Co-Chefköche, wir haben persönlich für viele Prominente aus den ganzen Vereinigten Staaten gekocht, die das Restaurant während ihres Aufenthalts in Houston besucht haben.
Unsere Namen wurden sogar im Bon Appétit ~und anderen Gourmet-Magazinen für unsere moderne Interpretation des Fünf-Sterne-Steakhauses genannt.
Chris und ich arbeiten oft zusammen an der Entwicklung neuer Ideen, die für Frische und Abwechslung sorgen, und Spence hat uns sogar zu mehreren Workshops in ganz Nordamerika geschickt, damit wir die neuesten Techniken lernen.
Es war eine fantastische Erfahrung, die ich um nichts in der Welt missen möchte. Ich bin froh, dass ich letztes Jahr nicht aufgehört habe, als mein ganzes Leben den Bach runterging.
Spence hat das nicht zugelassen, und dafür bin ich ihm jeden Tag dankbar.
Er hat mir damals einen First Class-Flug nach Italien gebucht, ohne zu wissen, wann ich zurückkommen würde. Ich habe zwar darauf bestanden, dass er es von meinem Gehalt abzieht, aber das wollte er nicht.
Also war ich über einen Monat lang weg, bevor ich beschloss, dass es endlich an der Zeit war, in mein altes Leben zurückzukehren und mich dem Ganzen zu stellen.
Während meiner Abwesenheit habe ich eine neue Perspektive gewonnen, die mir ein völlig neues Leben ermöglicht hat.
Ich habe mich auf Lucas eingelassen, wohl wissend, was passieren könnte, und als es dann tatsächlich passierte, war mir klar, dass ich allein die Schuld daran trug. . Das habe ich jetzt akzeptiert und konnte dadurch weitermachen.
Ich sehe Lucas von Zeit zu Zeit im Hotel, weil er immer noch für Spence arbeitet, aber ich ignoriere ihn konsequent, obwohl er immer wieder versucht, mit mir zu reden. Ich vermisse ihn überhaupt nicht, und ich weiß jetzt, wer er wirklich ist. Von ihm lasse ich mich nicht mehr blenden. Aber ich vermisse Casey immer noch wie verrückt.
Als ich aus Italien zurückkam, habe ich versucht, sie zu kontaktieren, aber sie hat jeden Anruf und jede Bitte, sie zu sehen, abgelehnt. Nach mehreren gescheiterten Versuchen habe ich schließlich aufgegeben.
Dabei bin ich immer noch hoffnungsvoll, dass sie mir eines Tages verzeihen wird. Ich weigere mich zu glauben, dass dies das Ende unserer Freundschaft ist.
Mein Aufenthalt in Italien war ein wahrgewordener Traum, trotz der Umstände, die mich dorthin geführt haben. Spence hat dafür gesorgt, dass ich so lange im Hotel Manfredi in Rom wohnen konnte, wie ich wollte.
In dem Monat bin ich viel herumgereist und habe Mailand, Verona, die Toskana und Neapel besucht. Ich habe Weintouren unternommen und mehr darüber gelernt, und ich habe viel zu viel Pasta gegessen.
Dadurch habe ich ein paar Kilo zugenommen, aber das ist mir vollkommen egal. Ich belegte auch einige authentische italienische Kochkurse und machte mich sogar daran, Oliven und Trauben zu ernten, und das alles ganz allein.
Es gab ein paar übermäßig freundliche, charmante italienische Männer, die ihre Chance versucht haben, aber ich war nicht im Geringsten daran interessiert – meine Reise sollte mich eigentlich weit weg von Männern führen.
"Rox, lass uns eine Pause machen. Ich glaube, wir haben noch etwas Zeit, bevor die Party heute Abend losgeht", ruft Chris durch die Küche und winkt mir, ihm zu folgen.
Ich lasse alles stehen und liegen und geselle mich freudig zu ihm nach draußen.
"Verdammt, heute ist viel los", murrt Chris und wippt unruhig von einem Fuß auf den anderen.
"Brauchst du noch ein Pflaster?", erkundige ich mich.
"Ja, ich denke, das hier hat ausgedient."
Er stürzt seinen Ärmel zurück und sein Nikotinpflaster kommt zum Vorschein. Chris unternimmt große Anstrengungen, um auf Wunsch seiner Freundin Lena, mit der er zusammenlebt, endlich mit dem Rauchen aufzuhören.
Ich bin so stolz auf ihn und strenge mich umso mehr an, um ihn beim Aufhören zu unterstützen. Sofort ziehe ich ein neues Pflaster aus meiner Tasche. Ich habe immer welche dabei, nur für den Fall.
Er zieht das alten ab, bevor ich das neue Pflaster an seinem Arm befestige.
"Danke", meint er. "Gott, ich will eine Zigarette."
"Sei stark, Chris, du machst das so gut. Wann hast du die letzte geraucht? "
"Vor mehr als zwei Monaten", berichtet er.
Das weiß ich eigentlich, aber ich erinnere ihn gerne an seine Fortschritte.
"Ich wette, Lena ist so glücklich darüber, dass du aufgehört hast", lächle ich ihn aufmunternd an.
"Ja, das ist sie wirklich. Außerdem habe ich eine Menge Geld gespart... das ich gut gebrauchen kann", meint er.
"Ja? Was willst du denn mit den Ersparnissen kaufen? Eine Reise oder so?"
"Nein … einen Ring."
Er lächelt, als ich überrascht losquietsche und ihn fest umarme.
"Oh Chris, das sind fantastische Neuigkeiten! Herzlichen Glückwunsch!"
"Ich frage mich allerdings immer noch, wie ich es anstellen soll. Ich möchte, dass es eine totale Überraschung wird. Etwas Großes", erklärt Chris aufgeregt.
"Ich helfe dir gerne dabei,wenn du das möchtest ", biete ich ihm an.
"Das wäre wirklich toll, Rox, danke", erwidert er und atmet tief ein. "Ein Grund mehr, sich weiterhin anzustrengen, schätze ich. Es ist bloß manchmal schwer, weißt du?"
"Ich weiß, Chris, aber glaub mir, das wird es wert sein."
Ich klopfe ihm auf die Schulter und er nickt.
"Ich hoffe, sie sagt Ja", murmelt er.
"Chris, Lena liebt und verehrt dich. Sie hat sich sogar von dir überreden lassen, sich ihr erstes Tattoo stechen zu lassen. Glaub mir, sie wird Ja sagen", versichere ich ihm und er kichert.
"Ja, diese winzige Blume auf ihrer Schulter. Ich liebe dieses Ding", lächelt er. "Du solltest dir auch eines stechen lassen, Rox."
"Ähm … nein. Tattoos sind nichts für mich. Ich meine, ich sehe sie mir gerne an und ich liebe deine und schätze die Kunst, die dahintersteckt, aber es gibt nichts, das ich mir dauerhaft auf den Körper tätowieren lassen würde", erkläre ich ihm.
Ein bestimmtes Tattoo, das ich sehr mag, kommt mir in den Sinn.
"Vielleicht findest du eines Tages etwas, das du so sehr liebst, dass du es dir stechen lässt ", überlegt er.
"Sicher, vielleicht. Es ist nicht völlig ausgeschlossen", stimme ich zu.
"Hey, wie spät ist es?", fragt Chris.
"Keine Ahnung."
"Dann gehen wir wohl besser wieder rein, bevor drinnen alles auseinanderfällt." Chris seufzt und öffnet die Tür, die zurück in die heiße Küche führt.
Ein paar Minuten nach zehn sitzen Chris, Lena und ich in der Hotellounge, um nach einem langen Tag noch einen Drink zu bestellen. Lena hat eine Spätschicht an der Rezeption übernommen, sodass sie fast zur gleichen Zeit wie wir Feierabend machen konnte.
Ich habe sie inzwischen ziemlich gut kennengelernt und mag sie sehr. Sie ist perfekt für Chris, ein richtig süßes, kleines Ding.
Sie ist zweiundzwanzig, nur etwa einen Meter fünfzig groß und hat fast weißblondes Haar, das zu einem flippigen Pixie geschnitten ist, der ihre weichen Gesichtszüge perfekt umrahmt.
Außerdem hat sie große blaue Augen, die jedes Mal aufleuchten, wenn Chris den Raum betritt – sie sind ohne Zweifel das beste Paar aller Zeiten.
Trotz ihres süßen Äußeren ist sie ziemlich temperamentvoll und flucht wie ein Seemann.
"Was für ein verdammt langer Tag", beschwert sie sich und nimmt einen Schluck von ihrem Bier.
"Da war diese verrückte Schlampe, die verlangte, dass all diese lächerlichen Dinge in ihr Zimmer gebracht werden. ich wollte ihr verdammtes Plastik-Gesicht ohrfeigen."
Chris blickt sie bewundernd an und lacht.
"Ich glaube, ich weiß, von wem du sprichst: Sie macht schon die ganze Woche über Probleme und ist so kurz davor, rauszufliegen", zische ich und halte Daumen und Zeigefinger ein klein wenig auseinander, um es ihr zu demonstrieren.
"Gut, das will ich doch hoffen, verdammt noch mal. Ich kann ihren Scheiß nicht mehr lange ertragen", lacht Lena.
"Das gehört zum Dienstleistungsgewerbe dazu, schätze ich. Sich mit einem breiten Lächeln im Gesicht um verrückte Leute zu kümmern ", stöhne ich kopfschüttelnd.
Zum Glück muss ich mich in der Küche nicht mit den Leuten herumschlagen, die Lena jeden Tag ertragen muss: Sie steht an vorderster Front.
"Arschlochalarm", höre ich Chris leise vor sich hin murmeln.
Als ich ihn ansehe, deutet er diskret auf die Tür. Lena und ich drehen uns um und sehen Lucas, der mit einer großen Blondine am Arm in die Lounge schreitet. Sie gehen zu einem Ecktisch und nehmen dort Platz.
Lucas blickt zu uns dreien hinüber und wendet sich dann schnell ab. Er schleppt alle paar Wochen ein neues Mädchen ab und tut eben das, was er am besten kann.
"Hast du immer noch nicht mit ihm gesprochen?", fragt Lena leise, als ich mich wieder zu ihr und Chris umdrehe.
"Nein, und das habe ich auch nicht vor", schnaube ich.
"Hat er es endlich aufgegeben?", erkundigt sich Chris.
"Ja, ich denke schon", überlege ich.
Wir haben schon lange nicht mehr über Lucas gesprochen.
"Gut, der Wichser soll sich verpissen", schnaubt Chris.
Er ist kein Fan von Lucas und ist ihm gegenüber immer noch offen feindselig eingestellt, wenn wir uns im selben Raum befinden.
Lena hat mir erzählt, dass Chris Lucas so richtig die Meinung gegeigt hat, nachdem ich die Eröffnungsparty des Restaurants verlassen habe. Es hat ihn gar nicht gekümmert, dass Lucas ihn hätte verprügeln können, wenn er es denn gewollt hätte.
Aber Lucas stand einfach nur da und hat sich schweigend alles angehört, bevor er verschwunden ist.
Lena war völlig verblüfft und beeindruckt, dass Chris sich so tapfer für mich eingesetzt hat, und sie hat mir erzählt, dass das ausschlaggebend für den Beginn ihrer Beziehung war. .
Chris und ich haben ihr die ganze Geschichte erzählt, die zu den Ereignissen in jener Nacht geführt hat, und ich habe Dinge aufgedeckt, die selbst Chris nicht gewusst hat.
Es war eine sehr lange Nacht für uns drei, in der wir uns ziemlich betrunken haben. Gleichzeitig war es auch eine Erfahrung, die eine innige Verbindung zwischen Lena und mir ermöglicht hat. Es tat so gut, eine Freundin zum Reden zu haben.
Die beiden sind im Grunde meine besten Freunde geworden. Chris war schon immer ein enger Freund von mir, aber jetzt sind wir uns sehr nahe gekommen, und wo auch immer er ist, ist auch Lena.
"Also, um das Thema zu wechseln", beginne ich, um Lucas erfolgreich ignorieren zu können. "Ist zu Hause alles in Ordnung? Braucht ihr irgendetwas?"
"Alles ist toll", antwortet Lena, "aber ich habe mich gefragt, ob es in Ordnung ist, wenn ich das Wohnzimmer streiche.
Ich habe diese verdammt tolle Farbe gefunden, die ich gerne verwenden würde, aber ich wollte erst sichergehen, dass du damit einverstanden bist."
"Streich es, wie auch immer du willst, Lena. Ich vertraue deinem Urteil", lächle ich sie an.
Zurzeit vermiete ich mein kleines Haus an Chris und Lena, die seit etwas mehr als drei Monaten dort wohnen.
Ich habe genug gespart, um mir eine neue Wohnung in der Innenstadt kaufen zu können, um näher am Restaurant zu sein. Schließlich verbringe ich die meiste Zeit dort. Fast jeden Tag quer durch die Stadt zu fahren, war wirklich anstrengend für mich.
Ich biete ihnen einen guten Mietpreis und sie hoffen, dass sie sparen und es mir irgendwann abkaufen können.
Ich habe im Restaurant genug verdient, um das Haus vollständig abzubezahlen und auch eine beträchtliche Anzahlung auf meine neue Wohnung zu leisten.
All das ist möglich, weil Spence mir mehr zahlt, als ich im Vergleich zu allen anderen für notwendig oder gerecht halte. Aber wer bin ich, dass ich mich beschweren könnte?
Chris verdient jetzt genauso viel wie ich, aber er hat einen großen Teil seines Lohns für einen schicken neuen Truck für sich und ein Auto für Lena ausgegeben.
"Juhu! Super. Ich hoffe, du magst Schwarz", meint sie aufgeregt, und ich spucke fast mein Getränk aus.
"Schwarz?", wiederhole ich alarmiert.
"Das war bloß ein Scherz", kichert sie, und ich atme erleichtert auf.
Wenn sie das Haus kaufen, können sie es ganz schwarz streichen, wenn sie das wollen.
"Nun, ihr zwei", beginne ich, trinke aus und stehe auf. "Ich glaube, ich gehe jetzt nach Hause. Wir haben morgen wieder einen langen Tag vor uns."
"Ja, ich denke, wir sollten auch nach Hause gehen", stimmt Chris zu. "Wir sehen uns morgen, Rox."
"Nacht, Chris, Nacht, Lena", verabschiede ich mich, beuge mich vor und gebe Lena eine Umarmung und einen Kuss auf jede Wange.
"Gute Nacht, mein Schatz, wir sehen uns morgen", meint sie leise.
"Ich liebe dich!"
Ich winke ihnen lächelnd zu und mache mich auf den Weg zum Eingang.
"Schönen Abend noch, Miss Vice", sagt der Portier Bob zu mir, als ich das Hotel verlasse, und gibt einem Mitarbeiter des Hotels ein Zeichen.
"Ihnen auch, Bob", lächle ich und gehe zum Bordstein, um zu warten.
"Wirst du jemals wieder mit mir reden, verdammt?", höre ich eine leise Stimme hinter mir.
Mann! Gib's endlich auf! ~Ich drehe mich langsam um.
"Nicht, wenn ich es verhindern kann. Warum gibst du nicht einfach auf? Ich weiß nicht, was du hier zu erreichen versuchst, Lucas. Also ... verschwinde einfach", zische ich und drehe ihm wieder den Rücken zu.
"Komm schon, Roxanne. Das kann doch nicht so weitergehen. Irgendwann müssen wir doch wieder zivilisiert miteinander umgehen können. Könnten wir nicht wenigstens versuchen, es einander etwas angenehmer zu machen ?", fordert er.
Diesmal drehe ich mich nicht zu ihm um, sondern halte ihm den Rücken zu.
"Ich habe kein Problem mit unserer jetzigen Situation. Ich mache mir nicht so viele Gedanken darüber, ob du dich damit wohlfühlst, Lucas, das ist dein Problem.
Wenn du mich jetzt entschuldigen würdest, ich muss nach Hause", erkläre ich, als der Hoteldiener mit meinem Auto vorfährt.
Ohne ein weiteres Wort an Lucas zu richten, steige ich ein und fahre los.
Schließlich steht der Samstag vor der Tür, und Chris und ich genießen einen willkommenen, ruhigen Nachmittag. Es ist ein langes Wochenende, wir gehen deshalb davon aus, dass viele Menschen die Stadt verlassen haben.
Heute mache ich früher Feierabend und habe auch Sonntag und Montag frei. Ich freue mich sehr auf die freien Tage. Chris war letztes Wochenende dran, also bin ich diesmal die Glückliche.
"Ich glaube, ich frage sie am nächsten Wochenende", meint Chris aus heiterem Himmel, während wir vor dem Grill stehen.
"Du bist wohl ein bisschen ungeduldig, was?", kichere ich.
"Ich will einfach nicht mehr warten, ich suche mir heute Abend einen Ring aus", antwortet er.
"Du weißt doch, dass der Maskenball nächstes Wochenende stattfindet, oder?", erinnere ich ihn.
Ja, der alljährliche Manfredi-Maskenball steht wieder vor der Tür. Chris und Lena stehen dieses Jahr auf der Gästeliste, und beide freuen sich riesig auf die Party.
Nach meiner Erfahrung im letzten Jahr sind sie ganz schön neugierig. Ich werde auch teilnehmen, aber meine Handlungen werden sich dieses Jahr sehr von denen im letzten Jahr unterscheiden.
"Oh, das ist mir bewusst. Ich dachte eigentlich daran, sie in der Limousine auf dem Weg zur Party zu stellen. Du weißt schon, wenn wir uns alle in Schale schmeißen?
Ich habe noch nie einen Smoking getragen, und Lena hat dieses wunderschöne Kleid gekauft. Das würde den Abend bestimmt noch romantischer machen, meinst du nicht auch?", will er wissen.
"Das klingt eigentlich ganz nett, Chris", lobe ich und bin beeindruckt, dass er sich so viele Gedanken darüber gemacht hat.
Man kann auf dem Maskenball all die Erfahrungen machen, die man machen möchte. Es kann ein Abenteuer sein, eine sexy Auszeit oder sogar ein romantisches Erlebnis. Meine Erfahrung war nicht im Geringsten romantisch – sexy, ja, aber nicht romantisch.
Ist das wirklich schon ein Jahr her? Seitdem ist so viel passiert.
"Ich glaube schon", nickte er.
Wir wollten uns eigentlich eine Limousine teilen, aber ich werde versuchen, eine Limousine ganz für sie allein zu organisieren ... mit ein paar Extras. Um ihm ein wenig auf die Sprünge zu helfen.
Gegen drei Uhr mache ich mich auf den Weg nach Hause und freue mich darauf, mein Wochenende zu beginnen. Ich fahre in die Tiefgarage meiner neuen Eigentumswohnung. Jetzt wohne ich im dreißigsten Stock eines vierzigstöckigen Gebäudes, einem neuen, modernen Bau in der Nähe des Zentrums von Houston. Von meinem Balkon aus kann ich das Hotel Manfredi sehen. Diese Wohnung ist wirklich viel bequemer als mein alter Wohnort.
Meine neue Hypothek ist wesentlich höher als die des letzten Hauses, aber ich kann sie mir jetzt leisten, vor allem, falls ich mein anderes Haus verkaufe. Das sollte mir helfen, einen großen Teil der Hypothek zu tilgen.
Chris hat gestern erwähnt, dass er schon fast genug Geld für eine Anzahlung auf die Seite gelegt hat und dass er Lena nach ihrer Verlobung mit dem Haus überraschen möchte. Es sollte also bald geschehen.
Ich fahre mit dem Aufzug vom Parkhaus in mein Stockwerk, aber als ich den Schlüssel ins Schloss stecke, stelle ich fest, dass die Tür bereits offen ist. Ich lächle in mich hinein, denn ich weiß bereits, was mich auf der anderen Seite erwartet.
Ich betrete meine Wohnung und sehe einen Koffer im Foyer stehen. Er ist endlich von seiner einwöchigen Geschäftsreise zurück. Schnell gehe ich durch den großen, offenen Raum und freue mich unbändig darauf, ihn zu sehen.
Mein Freund, mit dem ich seit über sechs Monaten zusammen bin, der wunderbare Mann, den ich liebe, kommt aus dem Schlafzimmer und schenkt mir ein warmes Lächeln, sobald sein Blick auf mir ruht.
Ich lasse meine Handtasche zu Boden fallen und eile auf ihn zu, schlinge meine Arme fest um seinen Hals und küsse ihn innig. Als ich mich atemlos von ihm löse, sehe ich zu ihm auf.
"Bist du direkt vom Flughafen hierhergekommen?", frage ich und gestikuliere in Richtung des Koffers.
"Ich konnte es kaum erwarten, dich zu sehen", erklärt er und legt seine Arme um mich.
"Ich habe dich so sehr vermisst", sage ich ihm.
"Ich habe dich auch vermisst, meine Liebe", lächelt er, beugt sich vor und küsst mich erneut, und diesmal greift er nach unten und drückt meinen Hintern.
"Und diesen Arsch habe ich auch vermisst, deshalb muss ich ihn jetzt nackt sehen." Er grinst, hebt mich hoch und wirft mich über seine Schulter, während ich vor lauter Freude quietsche.
"Spence!", kichere ich und gebe ihm einen Klaps auf den Hintern, während er zielstrebig in Richtung Schlafzimmer schreitet.

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