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Business Casual

Autor:in
Daphne Anders
Gelesen
333K
Kapitel
33
Autor:in
Daphne Anders
Gelesen
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Kapitel
33
🥵Erotik💰Milliardäre✌🏻Der beste Freund des Bruders🏙️Zeitgenössisch💪🏻Beschützer💪🏻Alpha-Männchen💪Starke Frauen🤑Milliardäre

Addison Parker hat Noah Carson seit acht Jahren nicht mehr gesehen. Einst der beste Freund ihres älteren Bruders Caleb – der acht Jahre älter ist als sie – und der Junge, für den sie heimlich schwärmte, ist Noah heute ein skrupelloser Tech-Milliardär mit einem globalen Imperium und dem entsprechenden Selbstbewusstsein.

Als sie sich bei einer beruflichen Veranstaltung unerwartet wiedersehen, ist die Chemie zwischen ihnen nicht zu ignorieren. Während sie beginnen, zusammenzuarbeiten, kommen alte Gefühle wieder an die Oberfläche und die Grenze zwischen Geschäftlichem und Privatem beginnt zu verschwimmen. Wo Noah ist, war Versuchung schon immer nah, und Addison muss entscheiden, ob sie dem Mann widerstehen kann, den sie nie wirklich aufgehört hat zu begehren – oder ob sie alles riskiert, um zu sehen, wohin dieser Funke führt.

Kapitel 1: Ein vertrauter Fremder

ADDISON

Das Grinsen des Barkeepers verriet mir alles, was ich darüber wissen musste, was ich seiner Meinung nach hier suchte.
„Guten Abend“, sagte er freundlich, während sein Blick an mir hochglitt. Er musterte mich wohl ein bisschen länger, als er sollte. „Was darf es heute Abend sein, meine Schöne?“
Dieser Spruch hätte mich eigentlich abtörnen sollen. Aber anscheinend war ich heute Abend empfänglich für solch platte Anspielungen. Besonders bei einem Mann, der dermaßen gut aussah.
Er sah mich unter seinen zurückgegelten, tiefschwarzen Haaren hinweg an, und ich vergaß glatt, wie man spricht.
Das war genau die Ablenkung, die ich jetzt brauchte. Ein heißer Typ, der mir ein großes Glas prickelnden Champagner einschenkte und mich mit seinen Blicken auszog – exakt das, was ich brauchte.
„Ein Glas Champagner, bis zum Rand voll“, bestellte ich mit einem Lächeln auf den Lippen. Ich fühlte mich angespannt, aber auch erleichtert, als mein Blick seinen suchte.
Er schenkte den Champagner mühelos ein. Dabei warf er mir immer wieder kurze Blicke zu, was mich erröten ließ. Das Glas klirrte leise, als er es auf den Tresen stellte, und er wartete, bis ich es in die Hand nahm.
„Danke“, seufzte ich. Ich führte das Glas an die Lippen und nahm einen großen Schluck.
Er zog überrascht eine Augenbraue hoch. „Jetzt schon ein harter Abend?“
„Du hast ja keine Ahnung“, lachte ich nervös. Ich spürte, wie sich mein Magen vor Aufregung wieder zusammenzog. „Ich brauchte einfach einen Drink, und zwar ganz, ganz dringend.“
„Ja, ich kann mir gut vorstellen, dass solche Events ziemlich langweilig sind. Vor allem, wenn man niemanden kennt“, antwortete er.
War es wirklich so offensichtlich, dass ich neu in der Branche war? Vielleicht lag es an meinem Kleid oder an meinem Blick, der wirkte wie bei einem aufgescheuchten Reh?
„Ist das so offensichtlich?“, fragte ich lachend.
„Ja.“ Er zuckte mit den Schultern und polierte ein Glas mit einem sauberen Tuch. „Ich meine, du wirkst nicht gerade wie eine Frau, die auf alte Kerle steht. Aber jedem das Seine, oder?“ Er lachte leise, während er diese Worte sagte.
Was meinte er mit … „auf alte Kerle steht“?
Ich runzelte die Stirn. „Ich meine, die Tech-Branche ist vielseitig, und es gibt wohl immer noch jede Menge alte Männer darin. Aber sie entwickelt sich gerade weiter, weißt du. Es sind inzwischen mehr als nur alte Kerle im Geschäft.“
„Sieht aber nicht wirklich danach aus“, murmelte er und warf einen Blick durch den Raum.
Und ich schätze, er hatte recht, besonders, wenn man sich hier einmal umsah. Im Moment wimmelte es hier nur so von alten Kerlen. Es gab kaum Vielfalt in diesem Raum. Es waren nur ein paar Frauen und ein paar Leute mit unterschiedlichem Hintergrund hier. Diese sahen allerdings verdammt viel interessanter aus für ein Gespräch als die alten, weißen Männer.
„Ich schätze, du hast recht“, seufzte ich und nahm noch einen Schluck Champagner. Dabei leerte ich das Glas fast.
„Mit wem bist du hier?“, fragte er.
Dann dämmerte es mir. Es dämmerte mir verdammt noch mal endlich.
Er redete nicht von „alten weißen Kerlen“ in dem Sinne, dass sie allgemein noch einen Großteil der Tech-Branche ausmachten. Er fragte sich, mit welchem alten weißen Kerl ich hier aufgetaucht war.
Er hielt mich nicht für eine Unternehmerin. Er dachte, ich wäre die Begleitung von jemandem.
Gott, ich hasse Männer.
Ich konnte nicht glauben, dass das gerade wirklich passierte. Ich konnte nicht fassen, dass der süße Barkeeper so dachte. Er war der Mann, den ich angeschmachtet hatte und mit dem ich vielleicht sogar nach Hause gegangen wäre. Aber er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass ich schlau genug war, um Teil der Tech-Community zu sein.
Ich presste meine Lippen zu einem schmalen Strich zusammen. Ich überlegte kurz, nichts zu sagen, entschied mich dann aber dagegen. Ich wollte nicht länger still sein. Ich wollte gehört werden.
„Tja, es scheint, als hättest du dir bereits dein Urteil über die Frauen auf diesem Event gebildet. Mich eingeschlossen.“ Die Worte klangen eiskalt, als ich sie aussprach.
Er öffnete den Mund, um zu widersprechen, aber ich stoppte ihn sofort. Ich konnte nicht zulassen, dass er etwas noch Beleidigenderes sagte als zuvor. Ich wollte kein einziges Wort mehr hören.
Falls man es noch nicht bemerkt hatte: Ich konnte sehr dramatisch und stolz sein. Aber am Ende des Tages war ich wie jede andere Frau auch. Ich war es einfach leid, respektlos behandelt zu werden. Ich hatte keine Lust mehr, so geformt zu werden, wie die Gesellschaft es verlangte – leise, unauffällig und süß. Ich war stolz darauf, genau die zu sein, die ich war. Einfach durch und durch ich selbst, ohne mich dafür zu entschuldigen.
„Ich leite tatsächlich mein ganz eigenes Startup. Ich weiß, das ist schwer zu glauben, da ich ja eine Frau bin“, schnaubte ich spöttisch.
„So habe ich das doch gar nicht gemeint“, verteidigte er sich, während seine Schultern nach vorne sackten. „Ich dachte nur, du wärst die Begleitung von jemandem.“
„Da bin ich mir sicher“, erwiderte ich. Dabei stellte ich das leere Champagnerglas ein bisschen zu hart auf den Tresen.
Er warf mir diesen geschlagenen Blick zu, den ein Mann in den Augen hat, wenn ihm etwas furchtbar peinlich ist. Ich schätze, ich hätte ein schlechtes Gewissen haben sollen. Ich schüchterte ihn ein und er bereute seine Worte. Aber ich fühlte mich nicht schlecht. Ich glaube, uns wird in der Gesellschaft oft beigebracht, uns klein zu machen, nachsichtig und immer freundlich zu sein. Und das besonders für Männer.
In genau diesem Moment traf ich eine Entscheidung für diesen Abend. Ich würde nicht schüchtern sein. Ich würde mich nicht fehl am Platz fühlen. Und ich würde nicht unsicher sein. Ich würde die Frau sein, als die ich mich heute Abend gesehen hatte – selbstbewusst, souverän und interessant.
Doch als ich mich rasch auf meinen Absätzen umdrehte, schnappte ich mir noch ein Glas Champagner vom Silbertablett eines vorbeilaufenden Kellners. Dabei rannte ich direkt in eine harte Wand aus Muskeln. Ich kippte mein ganzes Getränk über seinen perfekt geschnittenen Smoking.

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