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Demon’s Artifice Buch 2: Traumkämpfer

Autor:in
Elithra Rae
Gelesen
90.6K
Kapitel
20
Autor:in
Elithra Rae
Gelesen
90.6K
Kapitel
20
🥵Erotik🧛🏻Vampire🔺Love Triangle🎭Drama🏍️Bad Boys💪🏻Beschützer🌛Götter und Göttinnen🧚🏼‍♂️Feen🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪🏻Alpha-Männchen💪Starke Frauen⚔️Action & Abenteuer🧙‍♀️Hexen & Zauberer😇Engel & Dämonen🔺Dreier🔒Erzwungene Nähe🐺Übernatürlich

Sarah, eine Traumwandlerin, die von einer uralten Göttin verflucht wurde, bewegt sich durch eine Welt voller Götter, Dämonen und übernatürlicher Wesen. Während sie mit ihren komplizierten Beziehungen und der Last ihres Fluchs kämpft, muss sie schwere Entscheidungen treffen, um ihre Liebsten zu beschützen und ihr wahres Potenzial zu entdecken. An der Seite des ägyptischen Gottes Set und ihres Geliebten Leo stellt sich Sarah einer Reihe von Prüfungen, die ihre Stärke, ihre Loyalität und das eigentliche Wesen ihrer Menschlichkeit auf die Probe stellen.

Kapitel 1: Traum

Buch 2: Traumjäger

SARAH

Mein Körper brannte, und ein Schrei wurde aus dem Innersten meines Wesens gerissen, als das Gift durch meinen Körper strömte.
Ich wand mich, kämpfte und schrie wieder, als mein Kopf zurückgerissen wurde und sich die Reißzähne in meine Kehle bohrten.
Noch mehr Gift strömte in meinen Körper während das Blut langsam aus mir herausgesaugt wurde und es trieb meinen Körper zum Orgasmus.
Ich hatte keinen eigenen Willen mehr und meine Gedanken setzten aus. Ich spürte nur noch, wie sich der Vampir an meinem Hals labte, während er immer tiefer in mich eindrang, bis ich dachte ich würde zerbrechen.
Ich wurde von einem Schrei wach, der mir über die Lippen kam, der Albtraum war noch frisch. Inwieweit es sich um einen Albtraum und nicht um eine Vorahnung gehandelt hatte, war noch unklar.
Ich setzte mich im Bett auf, strich mir die langen Haare aus dem Gesicht und schaute mich im Zimmer um.
Das Bettzeug hatte ein tiefes, sattes Blau, die Wände ein helleres Himmelblau und der Teppich, der den Boden meines einfachen Zimmers ausfüllte, war schwarz.
An den Rändern der Verdunkelungsvorhänge konnte ich ein wenig Licht sehen, gerade genug, um zu wissen, dass die Sonne bereits aufgegangen war.
Ich stützte das Kinn auf die Knie, zog sie an meine Brust und schlang die Arme um meine Beine. „Wieder einmal gut geschlafen.“
Es war zwei Monate her, dass ich Seth, oder wie die meisten Menschen ihn kennen, Set, den ägyptischen Gott des Chaos und der Zwietracht, getroffen und ausgetrickst hatte.
Damit hatte ich einen kleinen Teil des Fluchs beseitigt, den mir eine der ältesten bekannten Göttinnen des Kosmos auferlegt hatte, die, – Habe ich das schon erwähnt? – auch Sets Mutter war.
Das Problem war, dass Set der Gefangennehmer von zwei der siebzehn Jäger war, die ich finden sollte, damit Mutter sich an denen rächen konnte, die ihre Hexen getötet hatten.
Seine Mutter war die Göttin meiner Hexenblutlinie, die wir auch Mutter nannten.
Will sich wirklich irgendjemand mit dem alten Gott des Chaos und der Zerstörung anlegen, der so gut vernetzt war? Nein, nicht wirklich.
Trotz meines Sieges hatte ich also immer noch das Gefühl, dass die Götter und Göttinnen mit meinem Leben spielten. Set wollte die Leben, über die er Herr war, gegen mich eintauschen, damit ich ihm Kinder schenken konnte.
Ich starrte auf die Lichtflecken an den Vorhängen. Das war jetzt mein Leben – Ich versteckte Teile von mir, meiner Geschichte, vor den Menschen, die mich liebten.
Ich wusste auch, dass dies meine Entscheidung war. Ich konnte ihnen alles erzählen; ich wusste, dass ich es tun sollte. Aber ich hatte zu viel Angst vor dem, was passieren könnte, wenn ich es tat.
Ich hatte Angst, dass dem Mann, an den meine Seele jetzt gebunden war, irgendwann die Geduldsfäden reißen würden und er sich von mir entfernte.
Wie konnte Leo Dinge an mir akzeptieren, an die ich nicht einmal denken konnte, ohne das Gefühl zu haben, dass ich wieder daran zerbrach?
Wie sollte er es aushalten, mich anzusehen, wenn ich mich selbst nicht ansehen konnte?
Wie konnte ich ihn ertragen, wenn er die Teile von mir akzeptierte, die ich nicht akzeptieren konnte?
All diese Fragen schossen mir durch den Kopf. Ich hatte die Liebe, die er mir gab, die Akzeptanz nicht verdient; der sichere Raum, den er für mich schuf, war fast erdrückend.
Ich hatte Leo weggestoßen. Ich wusste es, er wusste es. Er wusste nicht, warum, und ich konnte es ihm nicht sagen. Ich fühlte mich schmutzig, unrein und der Liebe nicht würdig.
Dass er mir weiterhin Liebe schenkte, war etwas, nach dem ich mich sehnte und das ich zugleich hasste.
Ich spürte, wie eine einzelne Träne über meine Wange kullerte, während die Trauer, die Verwirrung, die Angst und der Selbsthass an meinem Inneren nagten.
Ich wusste, dass ich mit jemandem reden musste. Ich wusste, dass ich Hilfe brauchte, aber das bedeutete auch, dass ich jemandem gegenüber zugeben musste, dass etwas mit mir falsch war.
Ich wollte nichts davon zugeben. Ich wollte es nicht wahrhaben. Wenn ich darüber sprach, fühlte es sich noch realer an. Ich konnte nicht zulassen, dass es noch realer wurde.
Ich umklammerte meine Beine fester; weitere Tränen fielen lautlos, während ich auf die Ränder des Sonnenlichts starrte und mich weigerte, aufzustehen, den Vorhang zurückzuziehen und in das Licht hineinzutreten.
Ich beobachtete, wie es an den Rändern der Vorhänge entlangzuwandern begann und die Zeit verstrich. Wie viel? Ich hatte keine Ahnung, und es war mir auch egal.
Schließlich zwang mich das Gefühl von Leos Gedanken, die die meinen suchten, aus dem Bett und ich eilte in mein Badezimmer. Ich ließ ihn nicht mehr wissen, als dass ich aufgestanden, wach und unter der Dusche war.
Er drängte mich nicht weiter und ich spürte, wie er seine Gefühle angesichts der Ablehnung, die mir zur ständigen Gewohnheit geworden war, verbarg.
Manchmal zog er sich aus der Verbindung zwischen uns zurück und ließ mich damit fast allein. Aber nicht ganz. Nach dem letzten Mal, als das passiert war, hat er sich geweigert, sie ganz abzuschalten. Und wer konnte ihm das verdenken?
Ich duschte schnell, schrubbte mir das Gesicht ab und versuchte zu verbergen, dass ich geweint hatte.
Als ich herauskam, zuckte ich beim Blick in den Spiegel zusammen. Ich sah aus wie ein halbtoter Zombie.
Ich schob es auf eine weitere schlaflose Nacht; ich hatte keine andere Ausrede, und das stimmte auch.
Ich zog mir einfache Unterwäsche, Jeans und ein schwarzes T-Shirt an und ging in die Küche, wo ich die anderen Traumwandler um die Kochinsel herumsitzen sah.
Sie unterhielten sich bei einem großen Frühstücksbuffet, das über alle Küchentische verteilt war.
Das war eine neue Gewohnheit, die unsere kleine Gruppe begonnen hatte, als sie praktisch mit uns in Leos Haus eingezogen war.
Sie wollten nicht mehr zu Pai zurückkehren, und wer konnte ihnen das verdenken?
Sie waren für den Dämonenfürsten wie Haustiere in einem Zoo gewesen, und jetzt, wo sie einen kleinen Vorgeschmack auf die Freiheit und die Außenwelt bekommen hatten, wollten sie nichts verpassen.
Außerdem waren wir alle mit einem Fluch behaftet, der uns innerhalb eines Jahres töten konnte – Wie sollte ich da Nein sagen?
Alle schauten in meine Richtung, aber niemand sagte etwas. Nachdem er eine weitere Flasche Wasser aus dem Kühlschrank geholt hatte, drehte auch Leo sich um und sah mich an.
Das Lächeln, das er mir schenkte, ließ mich innerlich erschaudern. Ich hatte dieses Lächeln oder die Liebe in seinen Augen nicht verdient. Er ging auf mich zu und schlang seine Arme um mich.
Ich zögerte.
Er bemerkte es, aber anstatt zurückzuweichen, umarmte er mich noch fester, und im Hinterkopf hörte ich seine Stimme. „Ich liebe dich, meine kleine Hexe.“
Ich musste fast weinen, aber ich vergrub mein Gesicht in seiner Brust und atmete tief den Duft des Dämons ein, den ich nicht verdient hatte.
Als ich mich endlich wieder gefangen hatte und aufblickte, hatte sich der Raum stillschweigend geleert und nur wir beide waren übrig geblieben.
Seine Finger fuhren an meinem Kiefer entlang, bevor er mein Kinn anhob. Seine schönen Augen suchten meine, und ich sah dunkle Schatten durch sie hindurchgehen, ein Hauch von Sorge in seinem Ausdruck.
Er küsste mich auf die Stirn. „Ich werde immer hier sein.“
Bei diesen Worten fühlte ich mich sicher, gewollt und geliebt, aber ein Teil von mir hasste sie auch.
Das Einzige, was mich davor rettete, meinen Gesichtsausdruck verbergen zu müssen, war, dass er sein Kinn auf meinen Kopf legte und mich einfach festhielt.
Ich würde alles vermasseln und ich würde ihm wehtun. Er hatte so viel Besseres verdient als diese beschissene Person, mit der er zusammen war. Ich musste nur herausfinden, wie ich ihn befreien konnte.

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