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Der geheime Wolf Buch 2

Autor:in
Enola Forfatter
Gelesen
144K
Kapitel
23
Autor:in
Enola Forfatter
Gelesen
144K
Kapitel
23
😱Thriller👩🏽‍🎓Studierende💘Schicksalsgefährten🎭Drama🐺Werwölfe & Gestaltwandler👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte💪🏻Beschützer🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪🏻Alpha-Männchen💪Starke Frauen⚔️Action & Abenteuer🐺Übernatürlich🔒Erzwungene Nähe

Sophie, eine junge Frau, die ihre Wolfsherkunft entdeckt, gerät in eine Welt voller Gefahren und Intrigen, als sie den Jägern gegenübertritt, die ihre Eltern getötet haben. Während sie trainiert, ihre Fähigkeiten zu beherrschen und ihre Vergangenheit zu ergründen, muss Sophie sich in ihrem neuen Rudel zurechtfinden, ihre Bindung zu Jake vertiefen und der drohenden Gefahr der Jäger trotzen. Geheimnisse werden gelüftet und ihre Kräfte wachsen – Sophies Reise ist eine Geschichte der Selbstfindung, der Liebe und des Überlebenskampfes gegen übermächtige Feinde.

Kapitel 1.

Buch 2:Secrets Revealed

SOPHIE

Vor mir stand ein alter Mann, der Anführer der Jäger, und grinste mich böse an. Das verhieß nichts Gutes.
„Endlich treffen wir uns“, krächzte er mit einer Stimme, die mir einen Schauer über den Rücken jagte.
„Wusstest du, dass ich der Letzte war, der deine Eltern lebend gesehen hat?“ Er lachte gehässig. „Weißt du, woher ich das so genau weiß? Weil ich sie beide umgebracht habe“, sagte er kalt.
Ich spürte, wie die Wut in mir hochkochte. Mein Wolf wollte die Oberhand gewinnen.
„Es war ein Fehler, dich am Leben zu lassen“, fuhr er fort. „Aber vielleicht können wir dich noch gebrauchen.“
Ich atmete tief durch. Ich musste ruhig bleiben - schließlich war ich von Jägern umzingelt.
„Also keine faulen Tricks mehr, Sophie. Wir wissen, dass du uns zu deinem alten Rudel geführt hast - wir sind nicht von gestern. Glaubst du wirklich, die können uns besiegen?“
Als ich schwieg, schüttelte der Anführer den Kopf. „Ich gebe dir eine Chance, deinen Fehler wieder gutzumachen.“
Er nahm seinen Bogen und legte einen Pfeil ein. Er zielte direkt auf mich.
„Mach mit oder stirb“, sagte er.
„Na dann bleibt mir wohl keine Wahl“, erwiderte ich.
***
Drei Monate waren vergangen, seit ich zum Wolf geworden war, und Jake und ich hatten uns gegenseitig markiert. Das Leben mit Jake war schön. Er behandelte mich wie eine Prinzessin - was ich ja auch war.
Mit der Zeit hatte ich gelernt, was es bedeutet, ein Wolf zu sein. Wusste ich alles? Bei Weitem nicht. Aber alle in meinem neuen Rudel versuchten, mir zu helfen, meinen Wolf zu verstehen. Sie akzeptierten mich als ihre zukünftige Luna.
Meine beste Freundin Bonnie und ich waren beide ins Rudelhaus gezogen. Wir lebten also immer noch zusammen. Allerdings sahen wir uns nicht mehr so oft wie früher. Seit sie Dylan, ihren Gefährten, kennengelernt hatte, waren die beiden wie siamesische Zwillinge.
Wegen meiner schlechten Erfahrungen mit Will, dem Typen, der mich belästigt hatte, hatte ich beschlossen, dass ich kämpfen lernen wollte.
Am Anfang war Jake nicht begeistert davon. Er wollte nicht, dass ich mit einem anderen Wolf kämpfte, selbst wenn es nur zum Üben war. Er versuchte, mir die Idee auszureden, aber ich blieb stur wie ein Esel.
Bonnie hatte mir schon die Grundlagen beigebracht. Wie schwer konnte es schon sein?
So kam es, dass ich jetzt hier war - zum ersten Mal auf dem Trainingsplatz. Obwohl ich wirklich üben wollte, hatte ich weiche Knie. Zum Glück hatte Bonnie sich angeboten, meine Partnerin zu sein.
Jake fühlte sich dadurch etwas besser. Er dachte, Bonnie würde es langsam angehen lassen. Tja, da hatte er sich geschnitten!
„Uff!“
Ich flog durch die Luft und landete mit einem dumpfen Schlag auf dem Boden. Autsch! Das tat weh!
Ich hörte ein lautes Knurren.
Ich blickte zu meinem gutaussehenden, starken Gefährten. Sein sonst so freundliches Gesicht sah jetzt aus wie sieben Tage Regenwetter. Seine grauen Augen funkelten Bonnie böse an, die mich angegriffen hatte. Jake strich sich genervt sein dunkelbraunes Haar aus der Stirn.
Ich zeigte mit dem Finger auf Jake und sah ihn streng an, bevor er den Mund aufmachen konnte. „Jake, wenn du dich nicht zusammenreißen kannst, musst du gehen. Das wird nicht das letzte Mal sein, dass ich einen blauen Fleck abkriege.“
„Ich weiß, meine Liebe. Es ist einfach so unnatürlich für mich, das mit dir geschehen zu lassen. Ich gewöhne mich immer noch daran, dass du ein Wolf bist. Und jetzt prügelst du dich auch noch!“ Er sah mich entschuldigend an.
Ich stand auf und ging zu ihm. Als ich seine Hand nahm, spürte ich, wie er sich sofort entspannte.
„Komm schon, Jake, denk an all die tollen Sachen, die wir haben - die Dinge, die wir gemacht haben, seit ich eine von euch geworden bin.“ Mein Gesicht war ganz nah an seinem. „Oder soll ich deinem Gedächtnis auf die Sprünge helfen?“
Ich gab ihm einen sanften Kuss. Seine Pupillen wurden groß. Ich leckte mit meiner Zunge über seine Lippen.
Plötzlich spürte ich, wie jemand mich am Kragen packte, und bevor ich mich versah, flog ich schon wieder. Ich fühlte mich eher wie ein Vogel als ein Wolf.
„Bee, das ist unfair!“, rief ich.
Bonnie zuckte nur mit den Schultern. „Meistens ist ein Angriff nicht fair. Außerdem sind wir hier zum Üben. Spart euch das Geknutsche fürs Schlafzimmer.“ Sie wedelte mit der Hand zwischen uns.
Ich wischte mir die Haare aus den Augen und funkelte sie böse an. Sie hatte ihre kurzen blonden Haare zu einem straffen Pferdeschwanz gebunden. Ihre braunen Augen blitzten herausfordernd. Ihre vollen Lippen verzogen sich zu einem breiten Grinsen.
Ich verdrehte die Augen und sah zu Jake. Er sah immer noch aus wie ein Gewitter. Ich hörte ihn seufzen, und er ging zurück zum Rudelhaus.
Bonnie nahm wieder ihre Kampfstellung ein. Ich tat es ihr gleich.
„Warum kämpfen wir in menschlicher Gestalt? Ich will in Wolfsgestalt kämpfen“, maulte ich.
Bonnie hob die Augenbrauen und sah mich an, als hätte ich nicht alle Tassen im Schrank. „Im Ernst, Soof? Du denkst, du kannst in Wolfsgestalt kämpfen, wenn du nicht mal in menschlicher Gestalt kämpfen kannst? Das glaubst du doch selbst nicht.“
Ich zog einen Schmollmund.
„Jetzt komm schon“, sagte sie. „Gib alles. Denk an die Grundlagen, die ich dir beigebracht habe.“
Ich versuchte, mich an ihre Lektionen zu erinnern. Ich wusste, dass ich mich nah am Boden halten und um sie herumgehen musste, um eine Schwachstelle zu finden. Ach ja, und eine der wichtigsten Regeln war, dass ich mich nicht ablenken lassen durfte.
Ich sah Bonnie an. Sie lächelte hinterhältig und winkte mich heran.
„Luna Sophie?“, rief eine Stimme nach mir. Ich schaute auf, um zu sehen, wer es war.
Das hätte ich nicht tun sollen. Bonnie rammte mich wie ein Rammbock und warf mich wieder um.
Ich blickte zu der Person, die mich abgelenkt hatte. Es war Dylan. Er lächelte und winkte. Mein Mund klappte auf. „Du hast ihn doch nicht etwa gebeten, mich abzulenken, oder?“
Bonnie lachte. „Doch, habe ich. Du musst dich konzentrieren, Soof. Lass dich nie ablenken, während du kämpfst - egal ob beim Training oder wenn es ernst wird.“
Ich seufzte und sprang wieder auf die Füße. „Sollten wir bis morgen aufhören? Ich bin platt.“
Bonnie sah mich mit einem teuflischen Lächeln an. „Komm schon, Soof. Ist das alles, was du drauf hast?“
Ich sah sie mit zusammengekniffenen Augen an.
„Weißt du, mir ist aufgefallen, dass Jake versucht, dich zu beschützen, weil du schwach bist. Wie willst du jemals eine Luna sein, wenn du so bist? Das will doch keiner.“
Sie versuchte, mich auf die Palme zu bringen, und es funktionierte.
„Vielleicht sollte Jake sich einen anderen Gefährten suchen - einen, der stark ist“, stichelte sie.
Ich spürte, wie meine Wut wuchs. Ich bewegte mich um Bonnie herum.
„Ja, ich denke, das wäre für alle besser. Findest du nicht auch, Soof?“
Ich sprang auf sie zu und tat etwas, womit sie nicht gerechnet hatte. Ich zielte auf ihre Beine, schlang meine Arme um ihre Knie und zog kräftig. Sie schrie auf und fiel nach hinten. Bevor sie aufstehen konnte, setzte ich mich auf sie.
Ich schenkte ihr ein stolzes Lächeln. „Leg dich nicht mit mir an, Bee.“
Sie sah zufrieden aus. „Ich glaube, ich sollte das öfter machen. Es hat wirklich etwas in dir geweckt.“
Ich stieg von ihr herunter und bot ihr meine Hand an. Sie nahm sie, und ich zog sie hoch.
„Ist das Training jetzt vorbei?“, fragte ich sie hoffnungsvoll.
„Ich denke nicht, Soof. Lass uns ins Fitnessstudio gehen. Du musst stärker werden.“
Eine Stunde später waren wir endlich fertig. Warum wollte ich nochmal kämpfen lernen?
Ich schleppte mich in unser Schlafzimmer und ging direkt ins Bad. Jake arbeitete wahrscheinlich; er war nirgends zu sehen.
Ich nahm eine schöne, lange Dusche und spürte, wie sich meine Muskeln entspannten. Die kleinen Schnittwunden, die ich mir beim Training zugezogen hatte, waren bereits verheilt. Es war so gut, ein Wolf zu sein.
Nach der Dusche ging ich in die Bibliothek. Ich hatte vor, etwas über die Geschichte unseres Rudels zu lernen.
Die Bibliothek war kein sehr belebter Ort. Die meisten jungen Leute lasen auf E-Readern. Es war also nicht ungewöhnlich, dass ich allein dort war.
Aber an diesem Tag war ich es nicht. Sobald ich den Raum betrat, sah ich einen Mann am Tisch sitzen, umgeben von Büchern.
„Allan, ich wusste gar nicht, dass du wieder da bist.“
Allan, Jakes Onkel, blickte auf. Sein schmutzig-blondes Haar war so lang, dass es seine Augen bedeckte. Seine gebräunte Haut schien fast zu leuchten, als hätte er die Sonne geschluckt.
Er strich sich die Haare zurück, und ein Lächeln huschte über sein Gesicht. Er stand auf und kam auf mich zu.
„Sophie, schön dich zu sehen. Ja, ich bin gestern Abend zurückgekommen.“ Sein Gesicht wurde ernst. „Ich habe schon viele Stunden damit verbracht, nach deiner leiblichen Familie zu suchen, aber ich habe immer noch nichts gefunden. Das macht mich ganz schön sauer.“
Ich seufzte. Mein ganzes Leben lang wusste ich, dass ich adoptiert war. Aber ich hatte keine Ahnung, wer meine leiblichen Eltern waren. Für mich waren meine Adoptiveltern meine echten Eltern.
„Hast du schon mit deinen Eltern gesprochen?“, fragte Allan.
Ich schüttelte den Kopf. „Ich hatte noch nicht den Mut dazu. Was, wenn sie keine Ahnung haben, was ich bin? Sie werden mich für ein Monster halten.“
Allan sah mich verständnisvoll an. „Ich verstehe das. Aber um Informationen über deine leiblichen Eltern zu bekommen, ist es wohl der einzige Weg.“
Ich nickte. Allan ging zurück zum Tisch. Ich setzte mich in einen der Sessel und griff nach einem Geschichtsbuch. Meine Gedanken schweiften ab. Jake hatte auch versucht, mich dazu zu bringen, mit meinen Eltern zu sprechen, aber ich konnte es einfach nicht. Ich hatte einfach Schiss.
Ich konnte mich nicht mehr konzentrieren. Meine Gedanken waren überall. Ich schloss das Buch, stand auf und verließ die Bibliothek. Ich fühlte mich ein wenig traurig.
Ich ging zurück in unser Zimmer und kuschelte mich ins Bett. Nach ein paar Minuten hörte ich, wie jemand hereinkam. Es war Jake. Er sagte nichts - er umarmte mich nur von hinten. Sein Geruch beruhigte mich.
„Willst du mir erzählen, was dich bedrückt?“, flüsterte er.
Ich drehte mich in seinen Armen um und sah ihm in die Augen. „Ich habe mit Allan gesprochen; er konnte nichts über meine leibliche Familie herausfinden. Er möchte, dass ich mit meinen Eltern spreche.“
„Weißt du, Sophie, ich werde immer auf deiner Seite sein - egal, wofür du dich entscheidest.“
Ich schenkte ihm ein kleines Lächeln. „Ich weiß.“ Ich seufzte. „Ich denke, es ist Zeit, meine Eltern anzurufen.“
Ich griff nach meinem Handy. Sobald ich es ans Ohr hielt, wurde mir flau im Magen. Meine Mutter nahm ab.
„Sophie, wie schön von dir zu hören. Wie geht es dir? Und wie geht es deinem reizenden Freund?“ Sie klang fröhlich.
Ich hatte meinen Eltern von Jake erzählt - natürlich nicht alles. In ihren Augen war er mein Freund, aber in unserer Welt war ich praktisch mit ihm verheiratet.
„Hi, Mom. Jake und mir geht es gut, danke. Wie geht es dir und Dad?“
Meine Mutter begann von den Dingen zu erzählen, die sie und mein Vater unternommen hatten. Ich hörte ihr zu, aber ich hörte nicht wirklich hin.
„Mom“ - ich unterbrach sie - „ich muss mit euch reden.“
Meine Mutter schwieg einen Moment. „Worüber, Schätzchen?“ Ich hörte, dass sie misstrauisch war.
Ich holte tief Luft. „Ich suche nach meinen leiblichen Eltern.“
Wieder war es einen Moment still. Ich hörte nichts.
„Sophie, kannst du bald vorbeikommen? Wir möchten das nicht am Telefon besprechen.“
Meine Mutter klang ein wenig traurig. Aber noch wichtiger, sie wusste etwas! Mein Herz begann zu rasen. Ich war aufgeregt, ängstlich und neugierig zugleich.
„Äh, ja. Können wir am Wochenende kommen?“
„Wir?“, fragte sie überrascht.
Mist - ich hatte für einen Moment vergessen, dass sie nicht alles wussten. „Ja, ich möchte Jake mitbringen“, sagte ich.
Ich spürte, dass sie unsicher war. „Oh, okay. Vielleicht ist das eine gute Idee.“
Sie war sehr vorsichtig mit ihren Worten; ich auch.
„Grüß Dad von mir, und wir sehen uns dann bald.“
Wir legten auf. Jake lächelte mich an. Natürlich hatte er alles gehört.
„Es wird alles gut werden, meine Liebe“, sagte er.
Ich hoffte sehr, dass er Recht hatte. Ich hatte noch ein paar Tage Zeit, mich vorzubereiten.

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