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Vom Drachen dominiert Buch 2

Autor:in
C. Swallow
Gelesen
19.3K
Kapitel
30
Autor:in
C. Swallow
Gelesen
19.3K
Kapitel
30
😱Thriller🙅Widerwilliger Gefährte🎭Drama👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte💘Schicksalsgefährten💪🏻Beschützer🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪Starke Frauen🥵Erotik👯‍♂️Umgekehrter Harem👯Zwillinge🕵️Krimi & Mystery🐉Drachen🔮Hellseher🐺Übernatürlich

Maddie wird plötzlich in das geheimnisvolle Schattenreich katapultiert, in dem Menschen und Drachen Seite an Seite leben. Geleitet von den rätselhaften Drachen Silver und Storm erfährt sie von ihrer einzigartigen Kraft, den uralten Konflikt zwischen den beiden Arten zu beenden. Während sie sich in dieser neuen Welt zurechtfinden muss, deckt Maddie verborgene Wahrheiten auf und stellt sich gefährlichen Feinden – und ringt dabei mit ihren eigenen erwachenden Fähigkeiten. Wird sie der Herausforderung gewachsen sein und Frieden nach Requiem City bringen, oder werden die Schatten sie verschlingen?

Schattenreich

MADDIE

Alles, woran ich glaubte, was ich über Requiem City wusste, wurde auf den Kopf gestellt.
Silver schwebte durch den monochromen Himmel des Schattenreichs. Nach einer Weile setzten wir auf dem Boden auf.
Menschen und Drachen liefen durch die Straßen. Ich schaute hinauf zu den scheinbar leeren, in graues Licht getauchten Gebäuden.
Es fühlte sich so vertraut an. Wie ein Spiegel der Requiem City, die ich kennengelernt hatte. Aber das war kein Ort, an dem ich jemals zuvor gewesen war.
Ich sprang von Silvers Rücken herunter und sah mich auf den seltsam friedlichen Straßen um. Drachen und Menschen schienen in diesem Reich zu koexistieren, ohne sich bedroht zu fühlen. Einige Drachen flogen sogar hoch in die Luft und landeten auf den Wolkenkratzern.
Wo war die Angst? Die in Panik geratenen Menschen, die durch die Straßen irrten?
Ein riesiger Drache mit grünen Schuppen nickte mir im Vorbeigehen zu.
Heilige Scheiße.
Es war, als wäre ich high von Overhead und meine schlimmsten Ängste würden sich in der Realität manifestieren.
Was zum Teufel ist das?
"Ich dachte, du lernst schnell", rief Silvers Stimme. "Ich habe es dir schon gesagt. Wir sind im Schattenreich."
Ich drehte mich um, in der Erwartung, mit einem Drachen zu sprechen; ich war angenehm überrascht.
Silver war in Menschengestalt und sah nicht viel älter aus als ich. Sie trug ein schwarzes Hemd und eine Hose, die die langen, silbernen Haarsträhnen, die ihr über den Rücken hingen, hervorhoben.
"Nein, das ist eine abgefuckte Version von Req City", antwortete ich. "Wer sind diese Leute?"
"Das sind die Bewohner des Schattenreichs", sagte Silver.
"Das soll wohl ein Witz sein."
"Stell es dir wie eine alternative Version der Stadt vor, die du kennst", antwortete Silver, "nur dass in dieser Stadt die Drachen sicher sind. Sie haben keinen Grund, sich zu verstecken."
Es war schwer zu akzeptieren, aber das war auch alles andere, was ich in den letzten Jahren gelernt hatte. Das Leben nimmt keine Rücksicht auf einen. Ich dachte, ich wüsste, wie man damit umgeht, aber sie überraschte mich einfach immer wieder!
Ich hatte so viele Fragen.
Wie hatten sie diesen Ort geheim gehalten? Hatten die Ereignisse, die in der realen Welt passiert sind, in diese hinein gewirkt und andersherum? Würde ich jemals in der Lage sein zu gehen?
"Du wirst zu gegebener Zeit alle Antworten bekommen, die du brauchst", rief eine tiefe Baritonstimme von hinten.
Ich drehte mich um und sah einen älteren Mann - einen verdammt sexy älteren Mann -, der mich mit Augen anstarrte, die wie verbrannte goldene Kugeln leuchteten, Augen, die meine Seele zu durchleuchten schienen.
Er hatte langes, hüftlanges silbernes Haar, das wie die Sterne funkelte. Seine zerlumpte Lederhose passte zu seinem hemdlosen, muskulösen Oberkörper.
Mein Blick blieb an einer tiefen Narbe auf seiner linken Wange hängen, die wie Glut zu glühen schien.
Er hatte eine Energie um sich, die fast wie reine Magie war.
Der ältere Mann lächelte über mein verwirrtes Gesicht.
"Mein Name ist Storm", sagte er. "Und es ist schon sehr lange her, dass wir uns das letzte Mal gesehen haben."
Ich wurde fast ohnmächtig, als ich seinen Namen hörte.
Das war Storm?! Der mächtigste Drache aller Zeiten lebte wie ein alter Hipster in einem von Drachen kontrollierten Paralleluniversum?!?!
Das war mal wieder typisch. Es war immer so, dass ich vom Regen in die Traufe kam.
Ja, ich hatte gewisse Kräfte, wie das Singen, um Drachen einzuschläfern... Aber was könnte der allmächtige Storm von jemandem wie mir wollen?

STORM

Die junge Füchsin starrte mich an, als wäre ich ein Geist. Nachdem ich so lange in diesem Schattenreich gelebt hatte, fühlte es sich manchmal so an, als wäre ich ein Schatten geworden.
"Wir haben uns schon einmal gesehen?", fragte Maddie verwirrt. "Daran würde ich mich definitiv erinnern."
Silver trat auf mich zu, streckte ihre Hand aus und berührte meine Brust. Sie war keine eifersüchtige Frau, aber die Ankunft dieses jungen Flittchens machte sie ein wenig nervös.
Ein Mensch hatte unser Reich seit Ewigkeiten nicht mehr besucht, und dieser schien anders zu sein als die meisten.
"Sie wird eine Menge Erklärungen brauchen, um aufzuholen", sagte Silver und grinste.
"Meinst du?" Maddie antwortete sarkastisch. "Eben war ich noch auf dem Req-Tower, und im nächsten Moment bin ich in... was auch immer dieser verdammte Ort ist."
Ich erschrak über ihr forsches Verhalten und ihre grobe Sprache. Sie war noch jung und würde noch viel lernen müssen.
Storm
Vielleicht brauchen wir ihr noch nicht alles zu sagen.
Silver
Die Information könnte der kleinen Maus einfach den Kopf wegpusten.
Storm
Wir fangen langsam an und eröffnen ihr nur das Nötigste.
Silver
Ich hoffe nur, dass wir mit ihr richtig liegen...
Maddie räusperte sich, und ihre Augen brannten vor Wut. Sie hatte all den Mumm und das Feuer, um es mit Twin Leading Breeds aufzunehmen und einen weiteren Tag zu überleben.
Zum Teufel! Sie schien richtiggehend aufzublühen, obwohl sie praktisch alles versucht hatten, um sie zu brechen.
Vielleicht waren meine Visionen richtig.
Wenn dieser Mensch diejenige sein sollte, die den Fluch bricht, würde sie jedes bisschen Kraft brauchen, das sie besitzen konnte. Selbst wenn dazu ein ordentliches Temperament gehörte.

MADDIE

Was zum Teufel mache ich hier?
Jede Sekunde, die verstrich, zerrte an meinen Nerven. Es machte alles noch schlimmer, nicht zu wissen, was sie dachten.
"Bekomme ich in nächster Zeit mal eine Erklärung?", fragte ich.
"Alles zu seiner Zeit, Feldmaus", sagte Storm.
AUTSCH!
"Ich verstehe schon – Straßenratte, Feldmaus – wir Menschen sind nur kleine Nager für euch", schnauzte ich. "Aber kannst du dir nicht wenigstens etwas Originelles einfallen lassen?"
Silver trat vor. Sie war definitiv nicht glücklich über meinen Ausbruch.
"Pass auf, was du sagst, wenn du mit Storm redest!", warnte sie.
Sicher, ich habe mit dem Feuer gespielt. Aber das war ja schon beinahe normal für mich.
Storm hielt ihr eine Hand hin, um sie zu beruhigen.
"Es ist in Ordnung, meine Liebe", sagte er und küsste ihre Wange.
Silvers helle Haut errötete kirschrot, als sie seine Lippen spürte. Kein Zweifel, sie waren zusammen. Storm ließ mich wahrscheinlich wissen, wie sie in seine Welt passte, während er ihr versicherte, dass ich keine Bedrohung war.
Jedenfalls so weit sie wussten...
"Sie ist temperamentvoll, das muss ich ihr lassen", sagte Storm. "Aber all diese Kraft und Aggression ist sinnlos, wenn man nicht weiß, wie man sie richtig einsetzt."
"Und dieses ganze Gerede ist sinnlos, wenn man mir keine Fakten liefert", erwiderte ich.
Es war definitiv nicht klug, so mit Storm zu reden. Aber zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon zu viele Nahtoderfahrungen gemacht, um mich wirklich darum zu kümmern, was sie dachten. Früher oder später würden sie mir sagen, warum ich hier war... es sei denn, sie retteten mein Leben, um mit mir zu machen, was sie wollten...
Ich schluckte den letzten Speichel herunter, als mein Mund trocken wurde. Storms goldene Augen durchdrangen immer noch jeden Zentimeter meines Körpers. Wenn er kein Drachengott wäre, hätte er mich täuschen können.
"Komm bitte mit uns", sagte Storm.
Widerstrebend folgte ich ihm durch die Straßen. Jeder schien das neue Gesicht in seinem Reich anzustarren, und das begann mich ziemlich zu nerven. Mein ganzes Leben hatte sich darum gedreht, sich anzupassen - ein Schatten zu sein, der vorbeischlüpfte.
Hier war ich wie ein kaputtes Chamäleon, das sich nicht an die Umgebung anpassen konnte.
"Die Fakten", erklärte Storm, "sind, dass die Zukunft und die Vergangenheit schwer zu entschlüsseln sind. Jede Vision gibt Anhaltspunkte. Manchmal liegt es an jedem Einzelnen, zu entscheiden, wie diese Hinweise zusammenpassen."
"Dieses Mal werden vielleicht zwei Personen benötigt, um die Teile zu verbinden", fügte Silver hinzu.
In meinem Kopf drehte sich alles, aber ich nickte trotzdem. Es war besser, ihn ausreden zu lassen, als weiter zu widersprechen und nichts zu erreichen.
"Ich lebe schon seit Jahrhunderten im Schattenreich."
"Das tun wir beide", fügte Silver hinzu. "Es war schon von Drachen bevölkert, lange bevor Requiem City überhaupt erdacht wurde."
"Du bist also so eine Art Gott?" fragte ich verblüfft.
Storm und Silver lachten.
"Nein", sagte Storm schließlich. "Aber manchmal fühle ich mich so alt wie einer."
Ich untersuchte ihn noch einmal gründlich. Wenn ich mehrere hundert Jahre alt werden könnte und immer noch so gut aussehen würde wie er, würde ich mich nicht beschweren...
"In diesem Reich bewegt sich die Zeit in einem anderen Tempo", fügte Silver hinzu. "Deshalb konnten wir Requiem City all die Jahre lang beobachten."
"Aber vor kurzem hatte ich eine Vision. Und sie handelte von dir." Storms Augen schauten wieder in meine.
"Bitte sag mir nicht, dass ich auch deine Gefährtin bin", flehte ich. Ich konnte es nicht ertragen, dass noch ein weiterer Drachenlord um meine Aufmerksamkeit buhlte.
Silver rückte näher an Storm heran, der seinen Arm um sie schlang.
"Nein, kleine Maus", sagte er kichernd. "Du bist definitiv vergeben."
Schon wieder so ein Scheiß!
Schließlich kamen wir in einer abgelegenen Gegend zum Stehen. Es sah aus wie ein kleiner Park, der zwischen dem Metall und dem Beton der regulären Stadt eingezwängt war.
Storm ging zu einer kleinen Wasserlache und beugte sich hinunter. Er verwirbelte das Wasser mit seinen Fingern, und die Flüssigkeit schien lebendig zu werden.
Ich rieb mir die Augen und starrte wieder auf die Pfütze. Als sich das Wasser drehte, konnte ich eine spiralförmige Galaxie voller Planeten und Sonnen erkennen. Es war ein ganzer Kosmos in einer Pfütze aus Wasser!
"Wie ich bereits erwähnt habe", sagte Storm, "sind wir uns bereits begegnet. Aber diese Version von dir ist anders. Älter. Mit einem besseren Verständnis für das Potenzial in dir."
Ich blinzelte verwirrt. Das Leben in diesem alternativen Reich musste sein Gehirn verrotten lassen haben. Ich hätte mich an unsere Begegnung erinnert...
"Aber was ich hier gesehen habe, sagt mir, dass du die Macht hast, zu helfen, den Kampf zwischen Menschen und Drachen zu beenden", sagte er.
Ich schüttelte verwirrt den Kopf.
Wovon zum Teufel redet er?
"Die Lösung liegt in der Vergangenheit", fügte Silver hinzu.
"Du kannst es nicht alleine sehen", sagte Storm und stand vom Becken auf. "Deine Visionen werden die Vergangenheit erhellen, aber es wird nicht ausreichen. Aber du hast einen Freund mit besonderen Kräften - vielleicht sogar mit größeren als deinen."
Ein Freund mit besonderen Kräften?
"Sie kann in die Zukunft blicken und dir zeigen, was getan werden muss", sagte Silver.
Darshan hatte wegen seiner Blindheit geschärfte Sinne, aber ich würde sie nicht als besondere Kräfte bezeichnen...
Mir fiel die Kinnlade herunter, als ich begriff, was Storm und Silver sagten.
Zayda!
Ich erinnerte mich daran, wie sie das Minzarmband von meinem Arm abbrach, einfach indem sie ihre Gedanken konzentrierte...
Ich wurde aus meinen Gedanken gerissen, als Storm bei meiner Erkenntnis mit dem Kopf nickte.
"Aber... wie soll ich lernen, in die Vergangenheit zu schauen?" fragte ich.
Das alles machte immer weniger Sinn.
"Überanstrenge dich nicht. Es wird alles mit der Zeit kommen", sagte Storm.
"Das tut es immer", fügte Silver hinzu.
Storm kam zu mir herüber und legte seinen gigantischen Arm um meine Schulter. Unter seiner massiven Gestalt fühlte ich mich wie ein Grashalm, der unter einem Mammutbaum wuchs.
"Du wirst ein Lied hören", sagte er.
Ich konnte seinen Atem an meinem Ohr spüren. Er fühlte sich heiß an - fast wie Feuer. Meine Augen blickten auf und fingen wieder die Narbe auf seiner linken Wange ein.
Die Glut, die darin glühte, war hypnotisierend.
"Die Worte dieses Liedes werden dich lehren, wie du den Fluch beenden kannst..."
Ich wollte nach mehr Informationen fragen. Seine Rätsel und Halb-Antworten brachten meinen Kopf zum Schwirren. Ich brauchte mehr!
Aber bevor ich eine Antwort verlangen konnte, schwand meine Sicht, und die schwindelerregende Anziehungskraft der Schwerkraft holte mich ein.

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