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Neuanfänge

Kapitel 2.

ALEC

„Ich bin erst seit einer Woche in Chicago, aber ich vermisse Manhattan schon jetzt. Hier drehe ich mich nur um die Arbeit und treffe ab und zu Frauen in der Hotelbar“, dachte ich bei mir.
Mir fehlten die Abende mit meinen Freunden. Die Frauen in Chicago schienen noch erpichter darauf zu sein, mit mir zusammen zu sein, als die in New York.
Langsam hatte ich genug davon, dass Frauen versuchten, mich für eine Nacht oder eine Beziehung zu gewinnen. Ich wollte keine feste Bindung und war die leichten Eroberungen leid. Ich sehnte mich nach jemandem, der eine Herausforderung darstellte.
Chelsea Tanner von Lockwood Real Estate hatte gerade wegen eines Meetings angerufen. Ich wusste nicht, ob sie schwer zu haben war, aber ich dachte, es könnte interessant werden.
Ich kannte Lockwood als seriöses Unternehmen. Da ich aber erst kürzlich in Chicago angekommen war, hatte ich es nicht eilig, einen Geschäftspartner für unser neues Bauprojekt zu finden.
Normalerweise hätte ich einem Meeting wohl nicht zugestimmt, aber Chelsea klang am Telefon sehr attraktiv und selbstsicher. Also würde ich hingehen. Ein bisschen flirten konnte nicht schaden, und wenn sie hübsch war, würde ich versuchen, sie ins Bett zu bekommen. Mehr steckte nicht dahinter.
Kurz vor Mittag machte ich mich auf den Weg ins Florentine. Es war bisher mein Lieblingsrestaurant in Chicago, und ich war schon immer ein Fan der italienischen Küche.
An der Rezeption nannte ich meinen Namen, und die Dame deutete zur Bar. „Die Dame, mit der Sie verabredet sind, wartet dort auf Sie. In ein paar Minuten bringe ich Sie beide zu Ihrem Tisch, Sir.“
Bei dem Wort „Sir“ warf sie mir einen koketten Blick zu, biss sich auf die Lippe und sah mich mit Augen an, die deutlich machten, dass sie mehr wollte. Aber ich war nicht interessiert. Ich schenkte ihr ein höfliches Lächeln und wandte mich ab.
Die einzige wartende Frau an der Bar war eine sehr attraktive Blondine. Wenn das Chelsea war, hatte ich wirklich Glück.
Ihr welliges Haar fiel lang herab, und ich wollte am liebsten mit den Fingern hindurchfahren und daran ziehen. Ihr dezentes Make-up betonte ihre schönen Gesichtszüge. Normalerweise stand ich eher auf auffälliges Make-up, das die Augen und Lippen betonte, aber dieser Look stand Chelsea ausgezeichnet.
Sie erhob sich, als sie mich erblickte. Ihr weißes Kleid schmiegte sich eng an ihren Körper und betonte ihre perfekte schmale Taille, die wohlgeformten Brüste und die schönen runden Hüften – nicht zu üppig, aber genau richtig.
Sie trug hohe, verführerische Absätze. Die würde sie später anbehalten, wenn wir intim würden.
„Herr Oberlin“, begrüßte sie mich lächelnd und reichte mir die Hand. Ich ergriff sie und atmete tief ein, als ich ihre weiche, glatte Haut spürte.
„Frau Tanner, es freut mich, Sie kennenzulernen“, erwiderte ich. Als unser Händedruck endete, vermisste ich ihre Berührung bereits. Nach dem Mittagessen wollte ich jeden Zentimeter ihres Körpers erkunden.
Ich bestellte einen Scotch, und selbst als die Empfangsdame uns zu unserem Tisch geleitete, konnte ich kaum den Blick von Chelsea abwenden.
„Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für mich nehmen, Herr Oberlin“, sagte Chelsea, nachdem wir Platz genommen und einen Blick in die Speisekarte geworfen hatten. Ich ertappte mich dabei, wie ich auf ihre vollen Lippen starrte und mir vorstellte, wie sie sich wohl anfühlen würden.
„Ganz meinerseits. Und bitte, nennen Sie mich Alec“, entgegnete ich. In Gedanken fügte ich hinzu: „Schließlich werden Sie später meinen Namen stöhnen.“
„In Ordnung, Alec. Dann nennen Sie mich Chelsea. Frau Lockwood erwähnte, dass Sie mehrere neue Hochhäuser in der Stadt planen. Stimmt das?“
„Ja, wir dachten daran, mit drei zu beginnen. Aber lassen Sie uns jetzt nicht über die Arbeit sprechen. Warum bestellen wir nicht erst einmal? Möchten Sie etwas Wein?“
Sie wirkte kurz überrascht, fing sich aber schnell wieder.
„Nein danke, ich trinke nicht so früh am Tag.“ Ihre Stimme klang sanft, aber ihr Gesichtsausdruck war ernst. Vielleicht würde Chelsea eine größere Herausforderung, als ich dachte.
Als der Kellner zurückkam, bestellten wir beide Pasta. Chelsea lenkte das Gespräch wieder auf geschäftliche Themen. „Ich habe einige Angebote ausgedruckt, die ich—„
„Warum warten wir damit nicht?“, unterbrach ich sie und schob die Unterlagen beiseite, die sie mir zeigen wollte. „Wir können später über das Geschäft reden. Im Moment würde ich Sie gerne besser kennenlernen, Chelsea.“ Ich schenkte ihr mein charmantestes Lächeln, dem Frauen normalerweise nicht widerstehen konnten.
„In Ordnung“, sagte sie und schien meinen Flirtversuch entweder nicht zu bemerken oder bewusst zu ignorieren. „Ich bin erst seit Kurzem Partnerin bei Lockwood, aber ich habe eine lange, erfolgreiche Karriere bei meiner vorherigen Firma hinter mir. Wenn Sie Referenzen wünschen, kann ich Ihnen gerne Kontaktdaten einiger meiner früheren Kunden geben.“
Ich legte meine Hand auf ihre. Sie runzelte die Stirn und sah mich an. „Bevor ich Sie als Immobilienmaklerin kennenlerne, möchte ich Sie als Frau kennenlernen. Was mögen Sie?“ Ich wusste, dass ich sehr direkt war, aber ich begehrte sie einfach so sehr.
Sie zog ihre Hand weg. „Bei allem Respekt, Herr Oberlin“, sagte sie und betonte meinen Nachnamen, „ich bin hier, um über das Geschäft zu sprechen.
Wenn Sie auf der Suche nach Sex sind, empfehle ich Ihnen die Empfangsdame; sie scheint interessiert zu sein.“ Sie deutete in die Richtung, und tatsächlich blickte die Empfangsdame immer noch zu uns herüber.
Ich war überrascht. Niemand sprach je so mit mir, schon gar keine Frau, und erst recht keine, mit der ich aktiv versuchte, ins Bett zu gehen.
„Sind Sie sicher, dass ich Sie nicht umstimmen kann?“, fragte ich und griff erneut nach ihrer Hand. Sie zog sie sofort zurück.
„Absolut.“ Sie erhob sich. „Falls Sie Ihre Meinung ändern und mein Geschäftsangebot hören möchten, können Sie mich anrufen. Aber verstehen Sie eines: Ich werde unter keinen Umständen Sex mit Ihnen haben, Alec.“
Damit verließ sie das Restaurant, noch bevor unser Essen serviert wurde. Ich saß allein vor zwei Tellern Pasta und war völlig perplex.
Chelsea Tanner hatte einen starken Willen, und das machte sie für mich noch attraktiver.
Zurück in meinem Zimmer versuchte ich zu arbeiten, aber ich konnte nicht aufhören, an die schöne, temperamentvolle Blondine zu denken.
Immer wieder stellte ich mir ihre großen braunen Augen und die weich wirkenden Lippen vor. Ich malte mir aus, wie sie wohl aussähe, wenn wir intim würden, während ich an ihren Brustwarzen knabberte und meine Hände in ihrem Haar vergrub. Ich wurde so erregt, dass ich meine Hose öffnen musste.
Ich lehnte mich zurück und befriedigte mich selbst. Mir wurde klar, dass eine Nacht mit dieser Frau nicht ausreichen würde. In meiner Fantasie sah ich uns an verschiedenen Orten und in unterschiedlichen Stellungen.
Ich erlebte einen intensiven Höhepunkt, und meine Hand und Hose, die ich nicht weit genug heruntergezogen hatte, wurden mit Sperma befleckt.
Nachdem ich ein paar Minuten schwer atmend dalag, warf ich meine Kleidung in die Wäsche und nahm eine schnelle Dusche. Ich beschloss, zu Lockwood zu gehen und einen Deal mit Chelsea zu machen.
Vielleicht würde sie zugänglicher, wenn ich einwilligte, mit ihr zusammenzuarbeiten. Und wenn ich ihr das Projekt übertrüge, würden wir viel Zeit miteinander verbringen. Sie würde mir nicht ewig widerstehen können.
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