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Broken 3: Broken, Forever (Deutsch)

Autor:in
Evelyn Miller
Gelesen
18,5K
Kapitel
47
Autor:in
Evelyn Miller
Gelesen
18,5K
Kapitel
47
🩺Ärzte & Krankenschwestern💪🏻Beschützer🏙️Zeitgenössisch

„Mason … warum liegt ein Ringkästchen in deiner Piepser-Schublade?“ 😳 Sie greift hinein, als würde sie nur eine Batterie suchen. Doch was sie herausholt, ist die Ewigkeit.

Bevor die Romantik ihr Leben völlig überrollt, versucht Lily einfach nur, den Überblick zu behalten: Brände in der Personalabteilung löschen, ein Verlobter, der in OP-Kleidung schläft, und ein Piepser, der sich wie ihr dritter Mitbewohner aufführt. Eigentlich plant sie einen ganz normalen Abend – ihn ein bisschen necken, während sie sich schminkt, denn Flirten ist quasi ihr Cardiotraining. Und Mason bettelt praktisch darum, ihr beim Anziehen zuzusehen (unverschämt, heiß, typisch er).

Dann schrillt der Piepser. Lily reißt die Schublade auf, liest Brittanys Nachricht – „Die Antwort ist Ja“ – und natürlich bekommt ihr Gehirn einen Kurzschluss. Ja zu was bitteschön? Sie sollte das Ding zurücklegen. Aber das tut sie absolut nicht.

Kennt ihr diesen winzigen, bösen Kick, wenn man etwas findet, das man nicht finden sollte? Ja. Genau das. Lilys Finger schließen sich um ein kleines schwarzes Kästchen, und hinter ihr wird Masons Stimme plötzlich ganz scharf.

Er lässt sich auf ein Knie sinken.

Bist du bereit für den süßesten „Oh nein“-Moment aller Zeiten?

Kapitel 1: Ähm... diamantförmig

LILY

Mason Cooper ist die Liebe meines Lebens, aber gerade hat er mich so richtig auf die Palme gebracht!
Sein blöder Pieper hat mich heute Morgen um fünf aufgeweckt! Aber er hat versprochen, es heute Abend wieder gutzumachen. Kein Pieper, nur wir beide, und wir gehen essen, wo immer ich möchte.
Ich habe ihm vielleicht auch gedroht, dass ich das Ding in den See werfen werde, falls ich es höre, wenn er nach Hause kommt.
Ich habe versucht, wieder einzuschlafen, nachdem er gegangen war. Aber ich konnte nicht, also dachte ich mir, wie kann man die Zeit besser totschlagen, als laufen zu gehen?
Was fast so schlimm ist, wie an einem Sonntag um fünf Uhr geweckt zu werden. Ich glaube, ich habe seit sechs Jahren, seit meinem letzten Jahr am College, nicht mehr so richtig Sport gemacht.
Meine Lunge brennt so sehr. Ich bleibe stehen, trete einen Schritt vom Weg herunter und beuge mich vor. Ich versuche, frischen Sauerstoff einzuatmen.
„Pass auf!“, ruft eine panische Frauenstimme. Das lässt mich sofort aufrecht stehen und mich umsehen. Ich sehe eine Frau, die einem Kleinkind zuruft, das ganz nach oben auf ein Klettergerüst geklettert ist. Der kleine Junge lacht laut und winkt seiner Mutter zu, während sie sich nach oben streckt und versucht, ihn zu greifen.
Ich schaue zu, wie er über die Holzplattform krabbelt und wieder anfängt zu lachen. Die Mutter schüttelt den Kopf und lacht ebenfalls, bevor sie ihn endlich hochhebt und auf seine dicken kleinen Wangen küsst.
Ich muss lächeln, während ich sie beobachte. Plötzlich überkommt mich das dringende Bedürfnis, ein Kind zu haben. Ich schüttle den Kopf und versuche, den Gedanken zu vertreiben.
Mason ist noch nicht bereit für Kinder. Ich meine, wir sind seit zehn Jahren zusammen, und er ist immer noch nicht bereit, mich zu heiraten!

MASON

Ich kann nicht fassen, wie viele verschiedene Arten von Diamantringen es gibt. Es gibt so viele Formen und Größen. Die Art, wie sie gefasst sind. Die Farbe des Rings.
Ich dachte, das wäre ein schneller und einfacher Kauf. Ich würde reingehen, mir die Ringe ansehen und einfach wissen, welche Art von Ring Lily möchte. Aber ich weiß nicht einfach, was für einen Ring Lily will. Ich weiß absolut nichts über Ringe. Ich habe Angst.
„Brauchen Sie Hilfe, der Herr?“, fragt mich die Dame hinter der Glasvitrine nun schon zum dritten Mal. Ich stehe hier schon seit mindestens vierzig Minuten und versuche, mich zu entscheiden.
„Ich brauche eine Menge Hilfe“, brummle ich.
„Nun, welche Farbe trägt sie normalerweise?“, fragt die Dame, was mich die Stirn runzeln lässt.
„Sie trägt viel Blau“, antworte ich. Dabei frage ich mich, wie zur Hölle das bei der Auswahl eines Rings helfen soll.
Die Augen der Frau werden groß. Dann lacht sie auf, verdeckt es aber schnell. „Entschuldigung, ich meine, welche Farbe hat der Schmuck, den sie trägt?“
Mein Stirnrunzeln wird tiefer, während ich versuche, mich zu erinnern. „Ich glaube, Silber“, antworte ich und denke dabei an Lilys kleinen silbernen Nasenring. Abgesehen davon trägt sie eigentlich nicht viel Schmuck.
„Okay, wir haben es schon mal eingegrenzt. Das hier ist unsere Abteilung für Weißgold.“ Die Frau führt mich zu der Vitrine neben der, an der ich gerade stehe.
Ich überfliege die Ringe und fühle mich immer noch überfordert.
„Also, an welchen Schliff haben wir gedacht?“, fragt sie.
„Schliff?“
„Welche Form soll der Diamant haben?“
„Ähm ... diamantförmig“, sage ich. Ich weiß, wie dumm das klingt, sobald es meine Lippen verlässt. „Bitte vergessen Sie, dass ich das gesagt habe. Ich muss jemanden anrufen.“ So sehr ich es auch hasse, ich muss Verstärkung anfordern. Ich trete einen Schritt zurück und wähle die Nummer.
„Hallo?“, meldet sich Brittany.
„Hey, ich bin's, Mason“, sage ich.
„Wir leben nicht in den Fünfzigern. Mein Display zeigt an, wer anruft“, antwortet sie, was mich mit den Augen rollen lässt.
„Ich brauche Hilfe“, sage ich und klinge dabei verzweifelter, als ich eigentlich will.
Brittany sagt ein paar Momente lang gar nichts. Ich nehme mein Handy sogar vom Ohr weg, um sicherzugehen, dass sie nicht aufgelegt hat. „Britt?“, frage ich und wundere mich, was zur Hölle los ist. Sie ist sonst nie still.
„Was ist los? Wo bist du? Soll ich Lily anrufen? Liam?“, sagt sie so schnell, dass ich es fast nicht verstehe.
„Nein! Ruf nicht Lily an. Ich bin im Juweliergeschäft auf der Fifth Avenue“, sage ich. Ich fahre mir mit der Hand durch die Haare und ziehe leicht daran. So gestresst war ich schon seit Jahren nicht mehr.
„Bist du dort, um das verdammte Ding zu kaufen, von dem ich denke, dass du es kaufst?“, schreit sie fast. Ich kann das breite Grinsen, das mit Sicherheit auf ihrem Gesicht klebt, förmlich hören.
„Ja. Ich bin schon seit einer Dreiviertelstunde hier und bin verdammt noch mal total gestresst.“
„Ich bin in zehn Minuten da“, sagt Brittany. „Triff unter keinen Umständen eine Entscheidung ohne mich.“ Bevor sie auflegt, höre ich sie vor Freude quietschen.
Sie hält ihr Wort und ist in genau zehn Minuten hier. Egal, wo wir sind, sie scheint immer nur zehn Minuten entfernt zu sein.
„Sag nichts“, sage ich und hebe abwehrend die Hände. „Dieses dämliche Grinsen reicht völlig.“
„Ich darf nicht mal sagen, dass es auch verdammt noch mal Zeit wurde?“, fragt sie.
„Ich kann auch Liam anrufen und ihn bitten, mir zu helfen“, warne ich sie. Obwohl ich weiß, dass er genauso ahnungslos wäre wie ich.
„Ich werde mich benehmen.“ Sie lächelt, als sie an den Tresen tritt. „Wenn ich das dir und Liam überlassen würde, bekäme Lily wahrscheinlich einen potthässlichen Ring aus Gelbgold.“
Während Brittany die Ringe mustert, sagt sie: „Also gut, wir wollen einen runden Diamanten im Brillantschliff in Weißgold, vielleicht mit einem Pavé-Ringband.“
„Einen was?“, frage ich. Ich schwöre, ich habe kein Wort von dem verstanden, was sie gerade gesagt hat.
„Hast du ein Budget?“, fragt sie und ignoriert meine Frage.
„Nicht wirklich“, antworte ich mit einem Schulterzucken. „Was auch immer nötig ist, um für Lily den richtigen Ring zu finden, schätze ich.“
„Oh, Mason. Ich glaube, ich muss gleich weinen“, sagt sie und sieht mich mit tränenerfüllten Augen an.
„Warum?“ Ich rümpfe die Nase. Brittany weint sonst nicht einfach so. Das entwickelt sich zum seltsamsten und frustrierendsten Tag überhaupt.
„Weil du weißt, dass Lily das Beste verdient hat, und du es ihr tatsächlich gibst“, sagt sie und wischt sich die Augen.
„Außerdem ist es verrückt, hier zu sein. Damals in der Highschool dachten Liam und ich, du würdest ewig Single bleiben. Und jetzt stehen wir hier, nur ein paar Jahre nach dem College, und du bist kurz davor, dich verdammt noch mal zu verloben!“
„Kann ich Ihnen helfen?“, fragt die gleiche Verkäuferin, die plötzlich vor uns auftaucht. Sie sieht glücklich aus, Britt zu sehen. Wahrscheinlich ist sie froh, dass sie sich nicht mehr nur mit mir herumschlagen muss.
„Können wir uns bitte diesen Ring, diesen Ring und diesen Ring ansehen?“, fragt Britt. Sie tippt an verschiedene Stellen auf das Glas und hinterlässt dabei ihre Fingerabdrücke.
„Natürlich“, sagt die Frau mit einem Lächeln. Sie holt die Ringe heraus und legt sie auf ein schickes Brett mit schwarzem Samt. „Wie lange sind Sie beide schon zusammen?“, fragt die Verkäuferin, während Brittany einen Ring begutachtet.
Britt schnaubt amüsiert und schaut dann auf das Namensschild der Frau. „Sally, nicht in einer Million Jahren wäre dieser Typ gut genug für mich.“
„Autsch“, antworte ich. Ich nehme einen der anderen Ringe in die Hand und betrachte die funkelnden Diamanten. Er ist schlicht. Ein einfaches Band und ein Diamant. Das ist zu schlicht für Lily. Sie hat etwas Besseres verdient. Ich lege den Ring wieder hin und nehme den anderen.
Der Diamant ist größer und funkelt irgendwie noch mehr als der andere. An den Seiten des Rings verlaufen weitere Diamanten, was ihn noch mehr funkeln lässt. Ich kann mir diesen Ring für immer an Lilys Finger vorstellen.
„Der hier gefällt mir“, sage ich zu Britt, während wir die Ringe tauschen.
„Oh mein Gott“, flüstert sie. „Lily wird diesen Ring lieben.“
Ich kneife die Augen zusammen und mustere sie. So ist sie sonst nie. Ihre Komplimente sind immer sarkastisch und werden von Beleidigungen begleitet. Und jetzt sagt sie gar nichts mehr. Das macht mir Angst. Ich hätte eigentlich nicht gedacht, dass Brittany so lange still sein kann.
„Weinst du schon wieder?“, frage ich.
„Ich bin einfach nur wirklich glücklich.“ Sie schnieft. „Es ist, als wäret du und Lily füreinander gemacht. Sie beruhigt dich. Du gibst ihr alles, was sie verdient. Es ist einfach so ... ich weiß nicht. Magisch! Ich schwöre, andere Menschen würden für eine Liebesgeschichte wie eure morden.“
Ich lächle Brittany an. Sie hat recht. Lily und ich sind füreinander gemacht. Wir passen in jeder Hinsicht perfekt zusammen, wie Yin und Yang.
„Aber ...“, zieht sie das Wort in die Länge. „Du darfst jetzt nicht wie einer dieser Arschlöcher sein, die den Ring kaufen und sich dann sechs Monate oder länger Zeit für den Antrag lassen. Weil ich nämlich nicht so lange warten kann. Du solltest dich besser beeilen und es durchziehen. Hast du einen Plan?“
„Klar habe ich einen Plan“, lüge ich halbwegs.
Mein Plan ist es, mir in weniger als sechs Monaten einen Plan auszudenken.

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