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Die Millennium Wölfe Buch 5

Autor:in
Sapir Englard
Gelesen
19.6K
Kapitel
31
Autor:in
Sapir Englard
Gelesen
19.6K
Kapitel
31
🕵️Krimi & Mystery🐺Werwölfe & Gestaltwandler💘Schicksalsgefährten🎭Drama👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪🏻Alpha-Männchen🐺Übernatürlich

In einer Welt, in der Werwolfrudel komplexe Traditionen und Machtkämpfe navigieren, gerät Sienna Norwoods Leben aus den Fugen, als ihre Schwester Selene unter mysteriösen Umständen tot aufgefunden wird. Während Sienna und ihr Gefährte Aiden dem Mysterium auf den Grund gehen, sehen sie sich interner Rudelpolitik, Medienrummel und übernatürlichen Herausforderungen gegenüber. Mit ihrem Sohn Rowan, der beunruhigende Fähigkeiten zeigt, und einem Verräter in den eigenen Reihen müssen Sienna und Aiden die Wahrheit aufdecken, bevor ihr Rudel zerrissen wird.

Fünf Jahre später 🌶️

SIENNA

Das frische Wasser plätscherte rhythmisch über die Steine und Äste, was eine hypnotisierende Wirkung hatte.
Die nasse Kälte umspielte meine nackten Füße und Zehen.
Ich nahm den Duft des Waldes in mich auf.
Den Dunst der feuchten Erde, der abgefallenen Blätter. Den Hauch von Jasmin und Heckenkirsche.
Den schweren Kiefernduft.
Der Wald lebte.
Dies war der Ort, an den ich ging, um alles andere zu vergessen. Mein persönlicher Rückzugsort.
Mit flinken Strichen zeichnete ich auf meinem Malblock ein Gesicht, das ich in- und auswendig kannte. Das kantige Kinn, die markanten Züge, die gold-grünen Augen würde ich niemals vergessen …
Aiden.
Mein Gefährte.
Mit jedem Strich wurde sein Antlitz deutlicher und plötzlich spürte ich das Verlangen, mit meinen Händen über seinen muskulösen Körper zu fahren.
Hier hatte alles angefangen.
Vor acht Jahren saß ich hier und hatte ihn aus der Entfernung gezeichnet, genau wie jetzt.
Ich erinnerte mich immer noch daran, wie peinlich es mir gewesen war, als er mich dabei ertappt hatte, indem er plötzlich meinen Blick aufgefangen hatte.
Schon da hatte er gewusst, dass wir füreinander bestimmt waren.
Ich wünschte, er könnte jetzt mit mir hier sein.
Ein warmes Kitzeln durchfuhr meinen Körper; das Zeichen, dass die besondere Zeit des Jahres bevorstand.
Die Paarungszeit.
Das Wasser half, die Hitze in meinem Inneren wieder etwas abzukühlen, doch bald würde auch das nicht mehr die Flammen meines Verlangens löschen können.
„Mommy“, rief eine Kinderstimme.
Und von einer Sekunde auf die andere waren die sexuellen Gelüste verflogen; verdrängt von einem so starken Gefühl, das ich nie für möglich gehalten hätte.
Muttersein.
Ein Engel mit lockigem Haar und karamellfarbener Haut rannte mit nackten Füßen durchs Gras, nahm meine Hand und blickte mich mit weit aufgerissenen Augen an.
„Was denn, Rowan?“, fragte ich liebevoll.
„Guck mal!“, rief er und streckte mir seine kleine Hand entgegen, auf der eine riesige Schnecke saß.
„Wow! Die ist ja fast größer als deine Hand!“
Anders als Michelle und der Rest der Clique schreckte ich nicht vor Krabbeltierchen zurück.
„Ich nenne ihn Grandpa!“, sagte er stolz.
„Grandpa, die Schnecke?“, lachte ich. „Ich bin mir sicher, dein richtiger Grandpa wird sich freuen, das zu hören. Du kannst es ihm nachher erzählen, wenn wir ihn sehen.“
Unglaublich, dass er bald sechs wurde. Es hieß, die Zeit verfliegt nur so, wenn man seine Kinder aufwachsen sieht.
Mir kam es wie in einem Hochgeschwindigkeitszug vor.
„Kann ich ihn mit nach Hause nehmen?“, fragte er mich mit einem Dackelblick.
„Weißt du, seine eigene Familie vermisst ihn sicher schon. Bring ihn lieber wieder zurück.“
Enttäuschung huschte über sein Gesicht, doch er widersprach nicht und tat, was ich ihm gesagt hatte.
Er war so ein kluger und wissbegieriger Junge. Ich liebte ihn mit jedem Tag mehr.
Am Anfang hatte ich meine Bedenken gehabt, ob ich ihn genauso lieben könnte, wie mein eigenes Fleisch und Blut,
doch in dem Moment, in dem er mich angeblickt und gelächelt hatte, waren alle Ängste verflogen.
„Ah, du lernst seinen neuen Freund kennen, was?“, sagte Selene, die aus einer nahe gelegenen Baumgruppe kam und einen Picknickkorb in den Händen hielt. Neben ihr liefen Vanessa und River, meine einzigen Nichten.
„Sorry, dass wir zu spät kommen. Jemand wollte keine Schuhe anziehen“, sagte sie lächelnd an River gewandt, die gerade drei geworden war.
„Das kenn ich!“, lachte ich.
Da kam mein Schwager angerannt.
„Hey, ich muss los, sonst komme ich zu spät. Hi Sienna!“, sagte Jeremy außer Atem. „Kann ich noch irgendetwas helfen, bevor ich …“
„Wir schaffen das allein.“
„Sorry, dass ich euch hängen lasse.“
„Kein Problem!“, antwortete ich.
„Ich habe dir doch gesagt, dass es okay ist“, sagte Selene. „Los, geh zu dem Anwaltsding.“
Sie küsste ihn zärtlich auf den Mund und danach verspielt auf die Nase. „Aber bleib nicht zu lange … ich brauche dich um 19 Uhr zuhause. Pünktlich.“
„Ja, wie gesagt, das Meeting könnte länger dauern, aber ich versuch’s.“
„Bitte versuch’s, Jeremy“, sagte sie und schmiegte sich halb an ihn. „Ich spüre schon den Anflug der Paarungszeit. Und ich habe heute Abend etwas Besonderes mit dir vor.“
Er grinste. „Ich kann’s kaum erwarten“, sagte er und küsste sie zum Abschied. „Ich liebe dich.“
„Liebe dich“, antwortete sie. Und weg war er.
Auch nach so vielen Jahren konnte und wollte ich mir nicht vorstellen, wie die beiden es miteinander trieben, aber ich war froh, dass sie immer noch so glücklich waren. Sie kannten sich schon viel länger als Aiden und ich uns kannten.
Ich fand es toll zu sehen, wie vernarrt sie immer noch ineinander waren, auch nach so langer Zeit.
„Rowan ist in die Richtung gelaufen“, sagte sie zu ihren Kindern. „Lauft und spielt mit ihm.“ Begeistert rannten die beiden los.
„Ich kann die diesjährige Paarungszeit kaum erwarten! Ich habe mehrere Sexspielzeuge von der Dildoparty, die ich unbedingt ausprobieren will … hoffentlich funken uns die Kids nicht dazwischen, wie sie es gerade gerne tun.“
„Privatsphäre ist im Moment ein Luxusgut“, antwortete ich. „Deswegen verbringt Rowan dieses Wochenende bei seinen Großeltern.“
„Keine schlechte Idee“, sagte Selene und breitete die Picknickdecke aus.
„Ich setze ihn nach dem Mittagessen bei ihnen ab. Soll ich Vanessa und River nicht mitnehmen? Mom und Dad würden sich freuen.“
„Oh Gott! Das wäre super! Danke! So habe ich mehr Zeit, alles für heute Abend vorzubereiten“, grinste sie.
Ich hielt mir die Ohren zu. „Das will ich nicht hören!“
Selene lachte und holte zu meiner Überraschung eine Flasche Champagner aus dem Korb.
„Guck mal, was ich hab’!“ Sie lächelte verschmitzt.
„Es ist noch nicht einmal Mittag!“
„Ich dachte, wir könnten schon vorfeiern! Sobald Jeremy die Papiere unterschrieben hat, ist das Fruchtbarkeitsfestival offiziell abgeschafft“, sagte sie und ließ den Korken knallen.
Die Champagnerfontäne füllte unsere Sektflöten.
Das Fruchtbarkeitsfestival.
Allein beim Gedanken daran krümmten sich mir die Zehennägel! Unglaublich, dass es einmal als Ehre angesehen worden war, dass der Alpha seine Gefährtin vor den Augen des gesamten Rudels bestieg.
Es war mehr als entwürdigend.
„Mit deinem hast du dem vor Jahren zum Glück ein Ende gesetzt, aber es musste erst durch alle möglichen bürokratischen Etappen gehen, bis das Gesetz verboten werden konnte.“
„Das hat lange genug gedauert“, antwortete ich.
„Wenn die ganzen ‚Traditionalisten‘ uns nicht ständig Steine in den Weg gelegt hätten, wäre es schon vor Jahren abgeschafft worden.“
„Zwischen ‚Traditionalisten‘ und chauvinistischen Arschlöchern gibt es einen Unterschied“, sagte ich und nahm ein Sektglas.
Selene lachte.
„Darauf trinken wir!“, sagte sie, als wir anstießen.
Anstatt nur einen Schluck zu trinken, leerten wir die Gläser in einem Zug. Wir husteten und lachten.
„Noch eins?“, sagte Selene und schenkte mir nach.
„Uff, schalt lieber einen Gang runter! Sonst torkele ich nach Hause.“
„Na gut, dann sei eben eine Spielverderberin“, grinste sie.
Plötzlich hörten wir den Schrei eines Kindes, der mir durch Mark und Bein ging.
Selene und ich sprangen auf und rannten in die Richtung, aus der der verzweifelte Schrei kam. Kurz darauf kamen uns Vanessa und River entgegen, die Selene in die Arme fielen und ihre Hüfte umschlangen.
„Was ist passiert?“, fragte sie. „Was ist los?“ Sie schüttelten nur ihre Köpfe und zeigten in die Richtung, aus der sie gekommen waren.
Da erschien aus dem schattigen Dickicht Rowan, der etwas in den Händen trug.
Als ich ihm entgegenlief, erkannte ich, dass es ein totes Opossum war. Der verfaulte Kadaver voll von Schnecken und Maden.
Der Gestank war ekelerregend. Fast musste ich mich übergeben.
„Rowan! Was machst du damit!“, rief ich. „Lass das fallen!“
Er blickte mich verwirrt an.
„Seine Farbe ist weg. Ich sehe seine Farbe nicht …“
Die Insekten, die ihm über die Hände krabbelten, machten ihm gar nichts aus.
***

AIDEN

„Wo unterschreibe ich?“, fragte ich Jeremy beim Mittagessen in einem neuen italienischen Restaurant.
Der Rudelanwalt schob mir ein Dokument hin, das so dick wie ein Charles-Dickens-Schmöker war, und zeigte auf die leere Linie auf der letzten Seite.
Ich war stolz darauf, dass eine einzige Unterschrift das Fruchtbarkeitsfestival als erste von vielen archaischen Traditionen abschaffen würde.
Anfangs hatte ich noch gegen Siennas harten Standpunkt aufbegehrt, doch schließlich hatte sie mich zur Vernunft gebracht und seitdem unterstützte ich ihre Haltung zu hundert Prozent.
Sienna konnte sehr überzeugend sein.
Auf verschiedene Weisen.
Ich wischte mir eine Schweißperle von der Stirn. Allein beim Gedanken an ihren betörenden Duft wurde mir ganz heiß.
Die Paarungszeit war da – früher als ich gedacht hatte.
Nicht, dass ich mich beklagte. Ich stellte mir bereits vor, was ich mit Sienna anstellen würde, sobald ich nach Hause käme –
„Alpha Aiden!“, ertönte die schneidende Stimme von Gregory Singh, als er an unseren Tisch kam.
Fuck …
Damit war der Sexrausch vorbei.
„Ich möchte kurz mit dir sprechen“, sagte er und setzte sich unaufgefordert auf den freien Stuhl.
„Bitte, setz dich nicht hin …“, flüsterte ich vor mich hin.
Singh, ein hochgewachsener Mann südasiatischer Herkunft war der Beta meines Vaters gewesen, als er das Rudel angeführt hatte,
und der selbstgewählte Anführer einer sich neu gebildeten Fraktion von ‚Traditionalisten‘, die sich selbst Werte Watch nannten.
Seine Gruppe, die einmal am äußersten Rand des politischen Spektrums angesiedelt gewesen war, war jetzt die lauteste in der Gesellschaft.
„Ich bin hier, weil –“
„Ich weiß genau, warum du hier bist. Du wirst meine Meinung nicht ändern.“
„Mr. Singh“, warf Jeremy ein, „der Rat hat darüber abgestimmt –“
„Die Leute, die ich vertrete, sind da anderer Meinung“, unterbrach ihn Singh. „Diese Institutionen sind hunderte, tausende Jahre alt. Sie können nicht einfach aus einer Laune heraus abgeschafft werden.“
„Ein Gesetz über einen Zeitraum von fünf Jahren zu ändern, geschieht definitiv nicht aus einer Laune heraus“, antwortete Jeremy.
„Abgesehen davon verstößt das Festhalten an solch erniedrigende Zurschaustellungen gegen alle Werte, für die das Rudel steht“, antwortete ich.
„Du nimmst uns unsere Identität“, sagte Singh kalt. „Diese unverhohlene Missachtung unserer Traditionen ist ein Schlag ins Gesicht für all jene, die vor uns kamen.“
„Unsere Vorfahren wollten nicht, dass wir das gleiche Leben wie sie führen, sie wollten, dass wir uns bessern – Fortschritte und keine Rückschritte machen. Du kannst so viel treten und schreien wie du willst, aber dieses Rudel muss endlich im 21. Jahrhundert ankommen.“
Dann holte ich einen Stift hervor und unterzeichnete das Dokument. Das Fruchtbarkeitsfestival gab es nicht mehr.
„So, jetzt ist es offiziell“, grinste ich.
Obwohl Singhs Gesicht wie versteinert war, wusste ich, dass er innerlich kochte. Einen kurzen Moment hielt er meinem Blick stand, doch er guckte rechtzeitig weg, bevor es als Bedrohung interpretiert werden konnte.
„Das ist nicht das Ende“, sagte er überraschend gefasst, als er aufstand.
„Meine Unterschrift sagt etwas anderes. Einen schönen Tag noch.“
Er drehte sich um und ging.
Das Fruchtbarkeitsfestival und andere Themen wurden langsam problematischer, als ich erwartet hatte.
Unterschätze niemals die Macht vieler dummer Leute.
***

SIENNA

Nachdem ich fast den ganzen Tag am Fluss verbracht hatte, lud ich alle Kinder bei meinen Eltern ab und machte mich auf den Weg zurück zum Rudelhaus.
Die ganze Zeit musste ich an die Szene mit Rowan denken.
Es war nicht das erste Mal gewesen, dass er ein auffälliges Verhalten zeigte; oft schleppte er tote Tiere ins Haus oder spielte mit ihnen.
Zumindest sah es danach aus.
Wo fand er diese Tiere überhaupt?
Als ich weiterfuhr, spürte ich, wie meine Hände feucht wurden und mein Atem plötzlich schneller ging.
Mein ganzer Körper verzehrte sich nach Aiden.
Scheiße! Nicht jetzt!
Ich befand mich immer noch im Auto.
Und im Sexrausch zu fahren war genauso gefährlich, wie betrunken zu fahren. Also fuhr ich rechts ran, um zu warten, bis ich mich wieder unter Kontrolle hatte – zumindest solange, bis ich am Rudelhaus ankommen würde.
Dort könnte mein Gefährte mit mir machen, was er wollte.
Ich holte mein Handy heraus.
Sienna
Beweg deinen festen Hintern zum Rudelhaus
Sienna
Jetzt.
Sienna
Ich brauche dich in mir.
Sienna
Und das ist keine Frage.
Sienna
Sondern ein Befehl.
Aiden
Nun, da muss ich erst in meinen Kalender gucken 😎
Sienna
…
Sienna
Willst du ficken oder nicht?
Aiden
Sag wo und ich werde da sein.
Sienna
Nimm mich im Garten vom Rudelhaus.
Aiden
In bin in zwanzig Minuten da.
Aiden
Besorg’s dir ja nicht ohne mich.
Sienna
Das kann ich nicht versprechen 😉
***

SIENNA

Doch ich konnte nicht länger warten. Selbst das Warten im Auto war zu viel.
Meine Haut engte mich plötzlich ein.
Mein Wolf wollte freigelassen werden.
Unfähig, mich länger zusammenzureißen, sprang ich aus dem Auto und verwandelte mich.
Dann stürmte ich durch den Wald Richtung Rudelhaus. Je näher ich Aiden kam, desto stärker wurde das Verlangen.
Es trieb mich noch mehr an.
Bäume und Büsche flogen nur so an mir vorbei.
Ich roch andere Wölfe in der Nähe, die ebenfalls gierig auf Sex waren, es jedoch nicht wagten, mich zu jagen.
Als ich endlich am Rudelhaus ankam, war die Sonne bereits untergegangen und der Mond schien hell. Ich lief durch das Heckenlabyrinth, an der Fontäne und den Tulpenbeeten vorbei, in den Garten hinein.
Wo war Aiden?
Ich verwandelte mich zurück in meine Menschenform, mein nackter Körper glitzerte im Mondschein.
Während ich verzweifelt nach meinem Gefährten suchte, gelangte ich auf eine marmorgeflieste Terrasse, von der man einen Blick auf den ganzen Garten hatte.
Da mich das sexuelle Verlangen vollkommen absorbiert hatte, bemerkte ich das Hindernis vor meinen Füßen nicht, das mich zu Fall brachte.
Vor Schmerzen schrie ich auf.
In der Nähe stand ein Baugerüst von Renovierungsarbeiten, weshalb ich zunächst dachte, dass ich über Baumaterialien gestolpert wäre. Aber es war zu weich.
Als ich näher hinsah, realisierte ich, dass es sich um eine Person handelte; eine Frau.
„Oh, tut mir leid! Geht’s dir gut?“
Doch die Person bewegte sich nicht.
Sie war völlig regungslos.
Ich tastete nach ihrem Puls; ihre Haut war kalt.
Ich überprüfte die Lebenszeichen, konnte aber keinen Puls finden.
Ich riss den Mund auf, als ich bemerkte, dass ihr Kopf völlig verdreht dalag, das Genick gebrochen. Lange Haarlocken verdeckten ihr Gesicht.
Oh mein Gott … wer ist das?
Ich wollte nicht nachsehen, aber ich musste.
Mein Herz raste, als ich vorsichtig die Locken aus dem Gesicht strich.
Als ich sah, wer die Frau zu meinen Füßen war, stieß ich einen Schrei aus, der einen das Blut in den Adern erstarren ließ.
Selene!

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