
Ein potenzieller Kandidat Buch 2
Autor:in
Natalie K
Gelesen
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Kapitel
35
Die neunundzwanzigjährige Britin Amelia sucht in New York den perfekten Mann – nett, bodenständig, witzig. Auf keinen Fall so einen arroganten Anzugträger aus der Businesswelt! Bis sie einen gutaussehenden, mächtigen Anwalt trifft, zu dem sie einfach nicht Nein sagen kann…
Altersfreigabe: 16+
Kapitel 1
Buch Zwei: Ein potenzieller Ehemann
AMELIA
"Daddy ist zu Hause", ruft Blake, als er die Wohnung betritt. Er ist gut gelaunt. Das ist schön zu sehen nach den letzten Wochen, in denen er so viel gearbeitet und sich mit der Expansion des Unternehmens beschäftigt hat.
Für mich macht das keinen Sinn – wenn man sowieso so viel Geld verdient, warum sollte man dann noch mehr wollen? Aber so ist Blake Harrington eben, und er strebt immer nach dem Höchsten.
Annie lacht, als sie seine Stimme hört, und watschelt in seine Richtung.
Sie liebt ihren Daddy ganz besonders, auch wenn ich die meiste Zeit mit ihr verbringe, vor allem in den letzten paar Monaten. Sie freut sich immer riesig, wenn er nach Hause kommt.
"Das ist eine schöne Überraschung", sage ich, während ich unserem Kind folge. Sie sieht hinreißend niedlich aus und trägt nur eine Windel. Ich sehe gern ihren kleinen Beinen zu, wenn Annie es besonders eilig hat.
Blake nimmt sie auf seine Arme und küsst ihr Gesicht. Erst danach richtet er seinen Blick auf mich.
Es macht mir nichts aus, nach unserem schönen Mädchen die zweite Geige zu spielen.
"Hör mal, ich habe aufregende Neuigkeiten", verkündet er, während er die Kleine auf ihre Füße stellt und seine Jacke auszieht.
"Hast du dir endlich mal freigenommen?", scherze ich.
"Nein, das nicht gerade, aber es ist eine tolle Nachricht für uns alle."
Ich folge ihm in die Küche, wo er die Flasche Champagner öffnet, die er mitgebracht hat.
"Na dann los, Mr. Harrington, spucken Sie's aus."
Sein Grinsen wird breiter, und er stellt die Flasche zur Seite, während er Annie wieder auf den Arm nimmt. Er kann seine Aufregung nicht mehr zügeln.
"Wir", sagt er direkt zu Annie, die an seiner Nase zieht, "ziehen nach Chicago. YAY." Dann wendet er sich mit einem breiten, albernen Grinsen an mich.
Meint er das jetzt wirklich ernst?
Ich lache, ein nervöses Lachen. "Du machst doch hoffentlich nur Spaß."
"Das ist kein Spaß, meine Zukünftige. Die Expansion ist gut verlaufen, und ich wurde ausgewählt, das gesamte neue Unternehmen zu leiten."
Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Ich bin verdammt wütend auf ihn. Am liebsten möchte ich ihm die Kehle durchschneiden, aber stattdessen nehme ich die Champagnerflasche.
Der Champagner spritzt aus der Flasche, weil ich sie zu heftig bewege, und ich nehme einen großen Schluck aus der Flasche.
Ich schlucke schwer und atme tief durch. "Ist das für immer oder etwas Vorübergehendes, während die Firma aufgebaut wird?" Ich versuche, vernünftig zu denken und warte auf alle Fakten, bevor ich reagiere.
Er steht auf und sieht mich stirnrunzelnd an. "Wirklich, Amelia?", sagt er. "Das ist ein sehr guter Dom Pérignon! Und wir werden so lange bleiben, wie man mich dort braucht."
"Er schmeckt wie Essig, und wir werden nicht umziehen. Tut mir leid, Blake. Es gab kein Gespräch mit mir darüber, keine Diskussion. Was zum Teufel denkst du dir dabei?"
Sein Lächeln wird schwächer, und er stellt Annie wieder auf den Boden. Ich nehme noch einen Schluck Champagner, bevor ich ihn wieder auf den Tisch knalle – er schmeckt wirklich sauer!
"Babe", ruft er, während er mich eng an sich zieht. "Das ist eine einmalige Gelegenheit für uns. Wir haben doch schon darüber gesprochen, wie ungeeignet die Großstadt für Annie ist."
Ich reiße mich von ihm los. Mit seinem Charme und seiner Verführungskunst kommt er da nicht so leicht heraus.
"Wir haben darüber gesprochen, aus der Stadt wegzuziehen, etwa eine dreißigminütige Autofahrt entfernt, nicht dreißig Stunden!"
Er lacht. "Es ist nur ein zweistündiger Flug. Du kannst so oft zurückkommen, wie du willst. Annie würde in einem Haus mit einem Garten wohnen, mit viel frischer Luft und einer Schule in der Nähe."
Er weiß ganz genau, dass es schon immer mein Traum war, in New York zu leben. Ich kann nicht glauben, wie egal ihm das zu sein scheint. Das ist mein Traum ... Ich lebe meinen verdammten Traum, und er ist dabei, ihn zu zerstören.
"Ich werde nicht mitkommen, Blake, und ich bin stinksauer, dass du einfach annimmst, ich würde alles stehen und liegen lassen, wie meinen Job und meine Freunde.
Und was ist mit deinem Vater? Er wäre am Boden zerstört. Er liebt es, Annie hier zu haben. Das kannst uns nicht einfach antun."
Seine Halsschlagader pulsiert, und seine Fäuste ballen sich an seiner Seite. Ich merke, dass er mit meiner Reaktion nicht zufrieden ist, aber das ist mir völlig egal.
Das ist nicht mehr mein Blake. Das ist der alte Blake Harrington, den ich hier sehe, der Blake, der immer das tat, was für ihn von Vorteil war, und der nicht an die Folgen für andere denken musste.
Ich bin so enttäuscht von ihm!
"Ich kann nicht glauben, dass du einfach davon ausgehst, dass ich damit einverstanden bin."
"Tja, das war's dann wohl. Ich bin davon ausgegangen, dass es für uns alle ein guter Neuanfang sein würde, aber wenn du nicht dabei bist, dann war's das."
"Du bist ein verdammtes Arschloch", sage ich, als ich von ihm abwende.
Ich setze mich zu Annie auf den Boden und helfe ihr, den Turm aus Bauklötzen zu bauen, mit dem sie schon gut angefangen hat. Ich zwinge mich zu einem Lächeln, damit sie nicht merkt, wie sich die Spannung zwischen Blake und mir aufbaut.
Meine Hände zittern vor Wut, und ich kann nicht klar denken. Ich beiße mir auf die Lippe und versuche, sie im Zaum zu halten, zumindest so lange Annie in der Nähe ist.
Aber ich kann meine Gedanken nicht unterdrücken. Sie kreisen rasend schnell in meinem Kopf herum
Wir haben es in unserer Beziehung so weit gebracht, nach all dem Herzschmerz und Stress am Anfang. Blake hat mir die besten zwei Jahre meines Lebens geschenkt.
Wir sind eines dieser Paare, die jeder in den sozialen Medien hasst – die perfekte Familie. Glücklich, verliebt und wohlhabend genug, um einen angenehmen Lebensstil zu führen.
In ihren knapp zweiundzwanzig Monaten hat Annie bereits Antigua und Mexiko besucht. Die Welt liegt uns zu Füßen.
Natürlich sind wir von Zeit zu Zeit gereizt und verärgert übereinander, aber wir erholen uns immer schnell wieder davon.
Meine Liebe zu Blake ist nur noch größer geworden, seit ich sehe, wie er unserer Tochter ein toller Vater ist.
Manchmal macht es mir Angst, wie sehr ich ihn liebe, und dass er mich auch liebt, hat mir geholfen, an Selbstvertrauen zu gewinnen. Das einzige, worüber wir uns bis jetzt wirklich gestritten haben, war, in welchem Restaurant wir essen gehen!
Ich zucke zusammen, als Blake die Tür zuschlägt und verärgert die Wohnung verlässt.
Und das war's dann auch schon.







































