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Sündige Geheimnisse

Sündhaftes Abenteuer

Carla holt mich zu Hause ab und wir fahren in ihrem schicken Wagen zum Club. Wir kommen an einem imposanten Gebäude an, vor dem sich eine lange Schlange gebildet hat. Es gibt einen Parkservice und zwei kräftige Türsteher am Eingang. Über der Tür prangt das Schild „Sinful Secret“.
Der Parkservice öffnet mir galant die Tür. Ich steige aus und Carla hakt sich bei mir unter, zieht mich zum Eingang. Die Türsteher begrüßen Carla mit einem Lächeln und winken uns durch.
Drinnen umfängt mich sofort die dröhnende Musik. Es ist dunkel und die Atmosphäre elektrisierend. Überall sehe ich Tänzerinnen in Käfigen, an Stangen und auf Tischen. Die Gäste starren sie mit großen Augen an. Überall wird getanzt und geknutscht.
Ich bin überglücklich, endlich mal etwas Aufregendes zu erleben. Carla zieht mich zur Bar, während ich staunend alles um mich herum betrachte.
„Da bist du ja! Wow! Du siehst umwerfend aus, Danny!“, ruft Chaz hinter der Bar.
Carla hat mich überredet, dieses schwarze Seidenkleid mit freiem Rücken, hohem Kragen und drei silbernen Ketten über dem Rücken anzuziehen. Ich fühle mich fast nackt. Mit meinen hochgesteckten Haaren, dem Make-up und den hohen Schuhen sehe ich aus wie eine Edel-Escort. So nennt man das laut Carla, wenn man so gut aussieht.
Sie selbst trägt ein rotes Top und einen schwarzen Lederrock, die ihre tolle Figur betonen. Ihre braunen Haare fallen offen herab und in ihren sehr hohen Stiefeln überragt sie mich um einiges, obwohl ich auch Absätze trage. Manchmal ist es echt nicht leicht, klein zu sein.
„Hi, Chaz. Als du von deinem Club erzählt hast ... hatte ich mir das etwas anders vorgestellt“, sage ich.
Er lacht, während er uns Drinks serviert.
„Lass uns in einem privaten Raum reden.“
Ich nicke. Plötzlich fühle ich mich beobachtet. Ich schaue mich um und begegne Mr. Lamberts kaltem Blick. Er sitzt an einem Tisch vor einer Stangentänzerin, hat aber nur Augen für mich. Ich spüre, wie mir die Röte ins Gesicht steigt.
Ich wende mich wieder Chaz zu, der mit Carla am Ende der Bar auf mich wartet. Er führt uns einen dunklen Gang entlang mit vielen Türen, die meisten mit einem roten Licht darüber. Er öffnet eine am Ende mit einem grünen Licht.
Mir fallen fast die Augen aus dem Kopf, als wir den Raum betreten. In einer Ecke steht ein Bett, eine Bank mit Peitschen und Handschellen, in der Mitte ein Stuhl mit Lederriemen an Armen und Beinen und auf der anderen Seite ein schwarzes Ledersofa. Das Sofa ist noch das Harmloseste hier.
Chaz geht zum Sofa und bittet uns, Platz zu nehmen. Carla setzt sich sofort neben ihn und ich nehme zögernd auf der anderen Seite Platz.
„Wie du siehst, ist dies kein gewöhnlicher Club. Carla nennt es den Palast der Lüste. Wir haben einige offene Stellen, aber nach deinem Gesichtsausdruck zu urteilen, wärst du als Barkeeperin vielleicht besser aufgehoben. Du kannst aber jeden Job ausprobieren, den du möchtest.“
Ich hole tief Luft, bevor ich antworte.
„Ich bin nicht gerade die Geschickteste, also ist Pole Dancing wohl nichts für mich. Aber Barkeeperin wollte ich schon immer mal sein. Wann kann ich anfangen?“
Er grinst breit.
„Heute Abend. Lass uns sehen, wie du dich anstellst.“
Wir verlassen den Raum und Chaz bringt mich zur Bar. Ich lerne schnell und mit Chaz' Hilfe mixe ich bald die verschiedensten Drinks. Ich bin überrascht, wie viel Trinkgeld die Leute geben. Ein Typ gibt mir 20 Euro nur für ein Bier.
***
Nach fast vier Stunden nimmt Chaz mich beiseite.
„Du machst das echt gut, Danny! Du kannst das ganze Trinkgeld behalten, das du heute Abend bekommen hast. Wäre es okay für dich, montags bis samstags von 18 Uhr bis 1 Uhr zu arbeiten?“
Ich nicke begeistert. „Ja! Ich hätte nie gedacht, dass es so viel Spaß macht! Was soll ich anziehen?“ Er lächelt verschmitzt und beugt sich vor.
„Je weniger, desto besser. Dieses Outfit zum Beispiel ist perfekt.“
Ich lächle und wende mich schnell wieder den Kunden zu. Gegen Mitternacht wird es ruhiger und um 12:40 Uhr putze ich die Bar.
„Dein Geld ist in einem Umschlag mit deinem Namen hinten an der Theke“, sagt Chaz beim Vorbeigehen. „Ich muss noch mit den anderen Mädels sprechen, aber wir sehen uns morgen.“ Er gibt mir eine freundschaftliche Umarmung und verschwindet dann im Gang hinter der Bar.
Ich mache fertig, hole den Umschlag und gehe. Draußen rufe ich ein Taxi und warte.
„Vier Jahre Studium, um in einem Sex-Club als Barkeeperin zu arbeiten?“, höre ich Mr. Lamberts kalte Stimme hinter mir. Ich drehe mich um und blicke in seine dunklen Augen.
„Mein Job geht Sie einen feuchten Kehricht an“, erwidere ich ebenso kühl.
„Scheint mir eine Verschwendung von Zeit und Geld zu sein.“
Ich spüre, wie die Wut in mir hochkocht.
„Warum kümmert Sie das? War es Ihre Zeit? NEIN! War es Ihr Geld? NEIN!“ Ich verschränke die Arme und schaue weg, versuche mich zu beruhigen.
„Na ja, wenn du das beim Vorstellungsgespräch getragen hättest, hättest du den Job vielleicht bekommen.“
Ich drehe mich mit geballten Fäusten um, Wut in den Augen, und funkle ihn an.
„Natürlich würden Sie jemandem einen Job geben, weil er gut aussieht, nicht wegen seiner Fähigkeiten. Sie sind wirklich ein Ekel.“ Zum Glück kommt in dem Moment mein Taxi. Ich steige schnell ein, froh, Mr. Lambert und seine unerwünschten Kommentare hinter mir zu lassen.
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