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Vom Alpha entführt: Return of the Witch

Das perfekte Leben

Clarice

Mein Ehemann Cerberus legte eine Hand auf meine Taille und ergriff meine andere. Lebhafte klassische Musik erfüllte den großen Saal.
„Bereit für einen Tanz, meine Regina?“, fragte Cerberus mit einem Lächeln, das mein Herz höher schlagen ließ.
„Aber sicher, mein König!“, erwiderte ich und drückte seine Hand. Obwohl wir schon seit Monaten verheiratet waren, fühlte sich jeder Moment mit ihm noch immer aufregend an.
Ich freute mich auf unsere gemeinsame Zukunft und das Baby, das bald unser Glück vervollständigen würde.
Cerberus und ich begannen, uns auf der vollen Tanzfläche zu bewegen.
Ein prächtiger Kronleuchter hing über uns, und Kerzen an den Wänden tauchten den Raum in warmes Licht.
Trotz wenig Übung tanzten wir wie ein eingespieltes Paar über das Parkett.
Die anderen Paare machten uns staunend Platz, als Cerberus mich schwungvoll drehte und ich mich in seinen Armen zurücklehnte.
Ich fühlte mich frei und glücklich, als wäre alles in bester Ordnung.
Meine Wangen glühten, als ich die vielen Blicke bemerkte. So viel Aufmerksamkeit war ich nicht gewohnt!
Aber es ist schön zu wissen, dass alle sehen können, wie sehr ich meinen Mann liebe.
„Alle schauen zu uns herüber“, flüsterte ich, während wir uns langsam zur nun ruhigeren Musik wiegten.
Cerberus lächelte breit. „Sollen sie ruhig sehen, wie eine gute Beziehung aussieht.“
Mein Herz machte einen Sprung. Seit Cerberus wieder ein Mensch war, hatte er sich zu einem echten Charmeur entwickelt.
Ich stupste seine Nase mit meiner an und schmiegte mich dann an seine Brust.
„Selbst wenn sie es versuchen“, flüsterte ich, „werden sie nie so eine besondere Verbindung haben wie wir.“
Cerberus lachte leise, während wir uns weiter im Takt bewegten. „Da hast du Recht. Wir waren füreinander bestimmt, egal was kam. Jetzt müssen wir unsere Liebe nutzen, um anderen zu helfen.“
„Das gefällt mir“, sagte ich und kuschelte mich noch enger an ihn.
Er strahlte Wärme aus und sein eleganter Anzug fühlte sich angenehm an.
„Außerdem“, fügte ich hinzu, „gibt es viele Dörfer wie meins, die Unterstützung brauchen.“
Cerberus hielt mich fest, als wollte er die schweren Zeiten ungeschehen machen.
„Gemeinsam“, sagte er, „werden wir das Leben unserer Leute verbessern.“
Er blickte zu einer Gruppe tanzender Paare in der Nähe.
„Sieh sie dir an“, meinte Cerberus.
Ich betrachtete die Tanzenden und die Gruppen, die Champagner tranken und sich am Buffet bedienten. Viele Dorfbewohner waren hier und alle wirkten überglücklich.
„Das ist erst der Anfang dessen, was wir zusammen erreichen können, Clarice.“
Cerberus' Worte erfüllten mich mit Tatendrang.
Ich hatte jetzt die Aufgabe einer Herrscherin und fühlte mich bereit dafür.
Zumindest größtenteils.
Ein Anführer aus einem großen Dorf kam auf uns zu. Er trug einen blau gestreiften Anzug, seine Frau ein passendes blaues Kleid.
Das Paar verbeugte sich vor uns.
„Mein König“, sagte der Mann mit einem Nicken zu Cerberus. Dann wandte er sich mir zu. „Und meine Regina.“
„Es war ein wunderbares Fest“, fuhr er fort, „und wir danken Euch für die Einladung unseres Dorfes.“
Die Frau lächelte mich an und sagte: „Es ist schön zu sehen, wie alle hier zusammenkommen. Vielen Dank dafür.“
Cerberus verbeugte sich ebenfalls und erwiderte: „Nein, ich muss Euch beiden danken.“
Cerberus' selbstsichere Stimme ließ die Leute aufhorchen. Sie lauschten mit breitem Lächeln.
„Ich danke Euch und allen anderen“, sagte Cerberus, „dass Ihr mir eine zweite Chance als Euer Herrscher gebt.“
Das Paar nahm vier Gläser Champagner von einem Kellner mit silbernem Tablett entgegen und erhob sie.
„Lang lebe der König und seine Regina!“, riefen alle.
Cerberus und ich tauschten einen Blick. Über unsere besondere Verbindung einigten wir uns schnell auf eine Antwort.
Wir hoben unsere Gläser und riefen: „Lang lebe unser Volk! Mögen wir für immer vereint bleiben!“
Der ganze Saal applaudierte, jubelte und trank seinen Champagner.
Ich reichte mein Glas natürlich an Cerberus weiter, der es entgegennahm und daraus trank.
Ich würde nie etwas tun, was dem Baby in meinem Bauch schaden könnte.
Cerberus legte seine Hand auf meinen Bauch. Man sah mir die Schwangerschaft noch nicht an, aber seine Berührung erfüllte mich mit Glück.
Glück über das, was die Zukunft bringen würde.
Mein Magen knurrte vernehmlich.
Ich küsste Cerberus auf die Wange. „Ich hole mir etwas vom Buffet. Möchtest du auch was, Liebster?“
Cerberus lächelte und strich mir durchs Haar. „Nein, danke. Iss du für zwei. Unser Kind soll schließlich gesund und stark werden!“
Ich schenkte ihm noch ein Lächeln.
Wie wunderbar mein Leben doch ist.

Cerberus

Ich beobachtete, wie sich Clarices Hüften in ihrem grünen Kleid wiegten, als sie zum Buffet ging. Dann ließ ich meinen Blick durch den ganzen Saal schweifen.
Alle waren beisammen, sangen, tanzten und aßen. Jeder war fröhlich, bis auf eine Person in der Ecke.
Kim, Clarices Adoptivmutter.
Ich schnappte mir zwei weitere Gläser Champagner von einem Kellner und ging zu Kim hinüber.
„Hallo“, sagte ich und reichte ihr ein Glas. „Ich hoffe, Sie genießen den Abend.“
Kim lächelte matt und nahm das Glas. Sie berührte den Rand, trank aber nicht.
„Es ist wirklich schön hier“, sagte Kim leise. „Ich freue mich für Sie und Clarice.“
Ich setzte mich neben sie. „Ist wirklich alles in Ordnung?“
Kim seufzte und mied meinen Blick. „Es ist nur, dass sich mein Leben so sehr verändert hat, seit Nate die Kontrolle verlor. Ich fühle mich hier wie ein Fisch auf dem Trockenen.“
„Aber nein!“, erwiderte ich. „Sie waren Clarice eine wunderbare Mutter und mir eine gute Freundin.“
Kim lächelte erneut, diesmal von Herzen.
„Vielleicht“, sagte ich und bot ihr meine Hand zum Tanz an, „geht es Ihnen besser, wenn Sie sich ein wenig die Beine vertreten.“
Kim ergriff meine Hand und wir tanzten zusammen.
„Clarice schwärmt oft davon, wie großartig Sie waren“, erzählte ich Kim. „Sie sagt, Sie hätten ihr immer den Rücken gestärkt. Dafür bin ich Ihnen dankbar.“
Kim schniefte und kämpfte mit den Tränen. „Ich liebe sie sehr, König Cerberus.“
„Das weiß ich.“
Ich lächelte breit. „Deshalb haben Clarice und ich über Namen für unser Baby gesprochen. Wenn es ein Mädchen wird, möchten wir es Kimberly nennen.“
Kim schnappte leise nach Luft, und ich musste sie stützen, damit sie nicht umkippte. Sie fächelte sich Luft zu.
„Das ist eine so große Ehre“, sagte sie. „Ich danke Ihnen.“
Freudentränen rannen über ihr Gesicht.
Wir tanzten weiter, und Kim weinte leise an meiner Schulter. Sie war eine gute Frau, die nach dem Verlust ihres Mannes trauerte.
Aber sie würde es schaffen. Sie war schließlich Clarices Mutter, und Clarice war die stärkste Frau, die ich kannte.
Das musste sie von jemandem geerbt haben.
Plötzlich hörte ich eilige Schritte durch den Ballsaal. Das waren keine Tanzschritte.
Es waren die hastigen Schritte meiner Wachen.
Kim bemerkte es auch.
Sie wischte sich eine Träne weg und fragte: „Stimmt etwas nicht?“
Was ist hier los? Und warum eilen die Wachen umher?
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