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Cover image for The Highlands Wolves (Deutsch) Buch 2

The Highlands Wolves (Deutsch) Buch 2

Autor:in
Cynthia Foley
Gelesen
19,7K
Kapitel
34
Autor:in
Cynthia Foley
Gelesen
19,7K
Kapitel
34
🐺Übernatürlich🐺Werwölfe & Gestaltwandler💘Schicksalsgefährten🎭Drama👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte💪🏻Beschützer🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪🏻Alpha-Männchen👩🏻‍🍼Mütter

In einer Welt, in der Werwolfsrudel um die Vorherrschaft kämpfen, sieht sich Alaric, ein verfluchter Alpha, einer Reihe brutaler Attentate auf Rudelanführer gegenüber. Während er mit dem Gedanken ringt, dass sein längst für tot gehaltener Feind Phineas hinter den Angriffen steckt, muss Alaric sich durch die tückischen Intrigen seines Rudels navigieren und seine Lieben beschützen. Laika, eine furchtlose Kriegerin mit einer bewegten Vergangenheit, begleitet ihn auf dieser gefährlichen Reise, auf der Loyalität, Liebe und Überleben ständig auf die Probe gestellt werden.

Kapitel 1

Buch 2: Verflucht

ALARIC

Es ist schon seltsam, dass wir das Leben nicht zu schätzen wissen, wo es doch so scheint, als hätten wir unendlich viel Zeit. Wir betrachten es als selbstverständlich, aber sobald wir feststellen, dass unsere Tage gezählt sind, fangen wir an, jeden Moment, jeden Atemzug, jeden Sonnenaufgang und -untergang zu schätzen. Und doch rückt mit jedem Tag, der vergeht, auch unser Ende näher.
Wir versuchen, alles richtig zu machen. Unsere Fehler zu korrigieren. Wir bemühen uns, die bestmögliche Version von uns selbst zu sein, in der Hoffnung, denjenigen, die wir lieben, nichts als schöne Erinnerungen zu hinterlassen. Aber manchmal lassen sich die Fehler, die wir begangen haben, nicht wieder gutmachen.
Ich saß in meinem Büro, als die Tür aufflog und Conan hereinkam, die Hände hinter dem Rücken verschränkt. Ein Blick reichte aus, um die Angst in mir zu wecken. Was kann schon schiefgehen? Nichts, oder?
„Die Alpha- und Beta-Familien der westlichen Provinz wurden ermordet.“
Ich erstarrte, ließ den Stift, den ich in der Hand hielt, auf den Schreibtisch fallen und blickte Conan an. Wenn das seine Vorstellung von einem Scherz war, fand ich ihn nicht lustig.
„Conan, ich hoffe, du-“
„Ich lüge nicht, Alaric“, unterbrach er mich und streckte seine rechte Hand aus, um einen dicken Manila-Umschlag auf meinen Mahagoni-Schreibtisch zu legen.
„Das hier kam heute Morgen an. Ich habe mir den Inhalt angesehen. Wer auch immer dahintersteckt, verfolgt eine Mission, und ich weiß nicht, warum.“
Ich griff nach dem Umschlag und öffnete ihn. Darin befanden sich Fotos von grausamen Ereignissen. Überall Blut, abgetrennte Köpfe. Das Westliche Rudel, das in seinem eigenen Blut lag.
„Was zum Teufel?“
„Sogar die Kinder wurden getötet.“
Ich sah mir die Fotos erneut an. So etwas hatte ich in den Highlands noch nie gesehen. Wie Conan schon gesagt hatte, war der Täter auf einer Mission, das ließ sich nicht leugnen.
„Da muss jemand sehr aufgebracht gewesen sein“, bemerkte Conan und setzte sich mir gegenüber. Vielleicht hatte er recht. Nur ein Feind wäre zu so etwas fähig. Aber wer? Und warum wurden selbst Kinder kaltblütig ermordet?
„Weiß mein Vater Bescheid?“
„Er möchte nicht gestört werden. Mein Vater wird es ihm sagen, sobald er Zeit hat.“
„Was haben die Rudelmitglieder dazu gesagt?“, fragte ich.
„Der zukünftige Beta – Cole. Erinnerst du dich an ihn?“
Ich nickte und er fuhr fort: „Cole hat den Umschlag abgegeben, aber er musste schnell zu seinem Rudel zurückkehren. Er ist das letzte überlebende Mitglied seiner Familie.“
„Weiter“, drängte ich.
„Er hat erklärt, dass diejenigen, die getötet wurden, entweder eine mächtige Rolle im Rudel innehatten oder einfach nur das Pech hatten, zur falschen Zeit am falschen Ort zu sein. Cole hat nur überlebt, weil er nicht da war.“
„Sie müssen doch irgendeine Ahnung haben, wie ihre Verteidigung durchbrochen wurde.“
„Genau das ist das Problem. Sie wissen es nicht. Es gibt keine Fährte, keine Fußabdrücke. Wer auch immer das getan hat, kam und ging, ohne eine Spur zu hinterlassen.“
„Hexen?“, schlug ich vor. Es war die einzige plausible Erklärung.
„Vielleicht, aber Hexen hinterlassen normalerweise kein solches Chaos. Sie handeln eher ... sauber.“
Er hatte recht. Hexen töteten, aber sie gingen auf kluge Weise vor. Ich war der lebende Beweis dafür. Man hatte mich mit einem Fluch belegt, der mich langsam vergiftete. Die Zeit lief mir davon.
Mir blieben noch etwa acht Monate zu leben, und ich hatte es niemandem erzählt. Das war mein Problem. Ich wollte weder meine Mutter noch sonst jemanden mit den Geschehnissen in der Nacht der Namenszeremonie meines Sohnes beunruhigen. i Sie würden es erst herausfinden, wenn es schon zu spät war, mich zu retten.
Laika war der Schlüssel zu meiner Genesung, aber ich konnte sie nicht zwingen, mich zu lieben. Es ihr zu sagen, käme einem Betteln um ihre Liebe gleich. Ich hatte ihr schreckliche Dinge angetan und konnte sie nun nicht dazu zwingen, mich zu retten.
Apropos Hexen, ich hatte ein Jahr lang nach Celeste gesucht, aber sie war spurlos verschwunden. Ihr Haus war bis auf die Grundmauern niedergebrannt.
„Alles in Ordnung?“ Conans Frage riss mich aus meinen Gedanken. Ich sah ihm in die Augen. Er würde nicht der Beta werden. Falls ich sterben sollte, würde mein Sohn der nächste in der Erbfolge sein und Conans Kind würde an seiner Seite stehen. Allerdings hatte Conan seine Gefährtin noch nicht gefunden.
„Mir geht’s gut“, log ich. In Wahrheit hatte ich schreckliche Angst. Ich hatte keine Ahnung, wie mein Leben enden würde. Würde es schmerzhaft werden? In ein paar Monaten würde ich es wohl herausfinden.
„Was, wenn es Phineas ist?“
„Er ist tot“, erinnerte ich ihn.
„Wir haben seine Leiche nie gefunden“, erwiderte Conan.
Was? Sie hatten seine Leiche nie gefunden? Conan war es doch gewesen, der mir zusammen mit meinem Vater versichert hatte, dass alles in Ordnung war.
„Du hast mir doch gesagt-“
„Wir haben gelogen. Der Raum, den du uns beschrieben hast, war bis auf eine Blutlache leer.“
„Warum habt ihr-“
„Dein Vater wusste, dass du ihn verfolgen würdest, wenn es Beweise dafür gäbe, dass er noch lebt. Er hat gelogen, um dich zu schützen. Er hat mich gebeten, zu lügen und das Ganze zu vergessen“, gab Conan zu und wich meinem Blick aus.
„Du bist mein Beta. Wir sollten zusammenarbeiten!“
„Er ist mein Alpha. Sein Wort ist Gesetz“, erwiderte er.
Phineas war am Leben? Es schien unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich.
„Das war nicht Phineas“, sagte ich mit Überzeugung.
„Sei dir da nicht so sicher. Er hat mit den Hexen zusammengearbeitet, und die können selbst die tödlichsten Wunden heilen. Es ist schon über ein Jahr her. Er könnte inzwischen wieder stark genug sein.“
Vielleicht hatte Conan recht, aber ich weigerte mich, es zu glauben. Hier ging es um etwas Größeres. Phineas hätte das Westliche Rudel nicht getötet. Was für ein Problem könnte er denn mit ihnen gehabt haben?
Conan ließ mich gedankenverloren in meinem Büro zurück. Ich hob eines der Fotos auf und starrte es an. Wie konnte jemand so etwas tun? Ich hatte das Gefühl, das größere Bild dahinter nicht zu erkennen. Doch was könnte es sein?
Phineas war tot, und falls er doch noch lebte, würde er das Westliche Rudel niemals vernichten. Ich war sein Feind. Die anderen Rudel befassten sich nicht mit den Abtrünnigen, wie ich es tat. Er hatte mich ausdrücklich davor gewarnt, Laika zu retten, sonst würde er zurückkommen und sie sich holen. Warum also ein anderes Rudel angreifen?
Die Vorstellung, dass ich der Grund für all das sein könnte, war schmerzhaft. Dass all diese Menschen starben, weil ich mir einen Feind gemacht hatte. Wenn also wirklich Phineas dahintersteckte, gab es nur eine Erklärung. Er tötete die Alpha-Familien und jeden, der sich ihm in den Weg stellte, um der oberste Alpha zu werden. Wenn das der Fall sein sollte, dann war dies erst der Anfang.

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