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Vom Alpha entführt

Autor:in
Annie Whipple
Gelesen
🔥78.8M
Kapitel
61
Autor:in
Annie Whipple
Gelesen
🔥78.8M
Kapitel
61
😱Thriller🧛🏻Vampire🙅Widerwilliger Gefährte🎭Drama🏍️Bad Boys🐺Werwölfe & Gestaltwandler👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte💘Schicksalsgefährten💪🏻Beschützer🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪🏻Alpha-Männchen⚔️Action & Abenteuer😊Sauber🔒Erzwungene Nähe🐺Übernatürlich

Belle weiß nicht einmal, dass es möglich ist, sich zu verwandeln. Im Flugzeug nach Paris trifft sie auf Alpha Grayson, der behauptet, sie gehöre ihm. Der besitzergreifende Alpha markiert Belle und nimmt sie mit in seine Suite, wo sie verzweifelt versucht, sich gegen die Leidenschaft zu wehren, die in ihr wächst. Wird Belle ihrem Verlangen nachgeben oder kann sie sich durchsetzen?

Alterseinstufung: 16+

Original Autor: Annie Whipple

Anmerkung: Diese Geschichte ist die Originalversion des Autors und hat keinen Ton.

Der Fremde an der Bar

BELLE

Ich konnte meinen Blick nicht von dem Mann am anderen Ende der Bar abwenden.
In diesem Moment wünschte ich, ich hätte mich für meinen Flug nach Paris schicker angezogen.
Als sich unsere Blicke für einen Moment trafen, durchströmte eine Welle meinen Körper, ein fremdes Gefühl, das ich noch nie erlebt hatte. Es war, als hätte ich alle Antworten gefunden, nach denen ich suchte.
Ich senkte den Blick und wandte mich meinem Drink zu. Ich musste meine Nerven beruhigen. Fliegen machte mich nervös.
Langsam glitt mein Blick zurück zu dem Mann, der nun auf sein Handy schaute.
Er war atemberaubend... So groß, dass er auf seinem Barhocker fast schon komisch aussah.
Seine Muskeln spannten sich unter seinem schwarzen Hemd und der blauen Jeans. Das verriet mir, dass er viel Zeit im Fitnessstudio verbringen musste. Er hatte schokoladenbraunes Haar, faszinierende dunkelgrüne Augen und einen Kiefer, der Diamanten schneiden könnte.
Seine Lippen waren voll und sinnlich, und ich lehnte mich unbewusst vor. Ich stellte mir vor, wie es sich anfühlen würde, meine Lippen auf seine zu pressen. Ich stellte mir vor, was ich tun würde, wenn ich mutig genug wäre, ihn anzusprechen.
Ich verlor mich in Tagträumen über die Möglichkeiten...
„Wie heißt du?“, würde ich über die Bar hinweg fragen.
Er würde lächeln und sich mit seinem Drink direkt neben mich setzen.
Dann würde er sich vorbeugen und mir seinen Namen ins Ohr flüstern, wobei seine Lippen mein Ohrläppchen streifen würden.
„Triff mich auf der Toilette“, würde ich zwinkern, bevor ich weggehe.
Ich würde spüren, wie sein Blick auf meinem Nacken brannte.
Ein paar Momente später würde er durch die Tür stürmen, seine Augen voller Verlangen.
Sein harter Körper würde sich an meinen pressen und mir fast die Luft zum Atmen rauben.
Er würde mich gegen das Waschbecken drücken und meinen Hals küssen, während meine Beine seine Hüften umschlingen würden.
„Alpha“, sprach ihn ein Mann an. „Es ist Zeit, an Bord des Flugzeugs zu gehen.“
Was für eine seltsame Art, mit jemandem zu sprechen, dachte ich mir und trank die letzten Schlucke meines Drinks.
Bevor er aufstand, sah mich der hinreißende Fremde ein letztes Mal an. Er hatte ein schelmisches Lächeln im Gesicht, als könnte er jeden meiner Gedanken lesen.
„Letzter Aufruf für Flug 2497 nach Paris“, dröhnte die Durchsage aus den Lautsprechern.
„Scheiße.“ Ich sah auf die Uhr. Ich war spät dran.
Ich winkte die Barkeeperin heran. „Kann ich bitte die Rechnung haben?“
„Machen Sie sich darüber keine Sorgen, Liebes“, sagte sie. „Der Herr dort drüben hat bereits bezahlt.“
Wie seltsam... Er hatte meinen Drink bezahlt und doch kein einziges Wort mit mir gewechselt.
Ich versuchte, meine Gedanken an den Fremden beiseitezuschieben, während ich mit meinem Gepäck durch den Flughafen zum Gate lief. Ich schien mich nicht beruhigen zu können, obwohl ich es versuchte.
Ich hasste das Fliegen absolut.
Und ein elfstündiger Flug nach Paris war das Letzte, was ich am Tag vor Heiligabend tun wollte. Aber meine Mutter hatte mich angefleht, die Feiertage mit ihr und ihrem Ehemann zu verbringen.
Ich wusste, dass sie mich nur aus Schuldgefühlen eingeladen hatte.
Ich hatte meine Mutter seit über fünf Jahren nicht mehr gesehen. Sie schien kein Problem damit gehabt zu haben, mich zurückzulassen, nachdem mein Vater krank geworden war. Sie hatte nur ein Jahr gebraucht, um wieder zu heiraten, und noch ein Jahr, um ein Kind zu bekommen.
Sobald ich im Flugzeug war, konnte ich nicht verhindern, dass meine Hände zitterten.
Als ich endlich meinen Platz ganz hinten im Flugzeug erreichte, sah ich den Mann an, neben dem ich die nächsten elf Stunden sitzen würde. Sein Blick glitt an meinem Körper auf und ab. Er blieb eine Weile an meiner Brust hängen, bevor er mir in die Augen sah.
Er grinste süffisant. „Na, hallo.“
Toll. Einfach perfekt. Ich darf die nächsten elf Stunden damit verbringen, von einem Widerling angestarrt zu werden.
„Hi“, murmelte ich.
Ich ignorierte Mr. Widerling, nahm mein Handgepäck und hob es nach oben, um es in das Gepäckfach zu legen.
Ich hatte mein Gepäck fast verstaut, als ich spürte, wie sich Hände um meine Taille legten. Sie berührten die nackte Haut meines Bauches, wo mein Hemd hochgerutscht war.
Die Hände schlossen sich fester um mich, und ein Kribbeln durchströmte meinen Körper. Ich riss meinen Kopf herum, um zu sehen, zu wem die Hände gehörten. Meine Augen weiteten sich, als ich ihn erkannte.
Es war der Mann aus der Bar.
Ein plötzliches, tiefes Knurren ließ mich wieder in eine aufrechte Position zurückschnellen. Meine Augen trafen seine, und ich stellte fest, dass er mich dabei beobachtete, wie ich ihn musterte.
Ich hätte ihm wahrscheinlich eine Ohrfeige geben sollen. Stattdessen schloss ich die Augen und genoss das Gefühl seiner Arme um mich, während herrliche Funken durch meinen Körper schossen. Ich wusste nicht einmal, dass es möglich war, sich so gut zu fühlen.
Ich spürte, wie er seinen Kopf bewegte und sich vorbeugte, um sich an meinen Hals zu schmiegen. Ich neigte meinen Kopf, um ihm mehr Platz zu geben, und er gab ein zustimmendes Grunzen von sich.
Und dann spürte ich, wie er mir einen sanften Kuss genau dorthin drückte, wo Hals und Schulter ineinandergingen. Zuerst wurden meine Knie weich, dann wurde mein ganzer Körper taub, als ein leiser Seufzer meinen Mund verließ. Er lächelte an meinem Hals, lachte leise und nahm mein ganzes Gewicht in seine Arme auf, als ich mich komplett an ihn lehnte, um nicht umzufallen.
Ich war im absoluten Himmel.
Ein Räuspern riss mich aus meiner Trance. Ich quiekte auf und versuchte, mich zurückzuziehen, als mir wieder einfiel, wo ich war.
Ich hörte, wie mein Koffer auf mich zerrutschte. Ich duckte mich schnell und wartete darauf, dass mir die harte Kante an den Kopf knallen würde.
Aber nichts passierte. Stattdessen hörte ich: „Vorsicht, meine Schöne.“
Er lächelte mich an und zwinkerte mir zu. Dann schob er meine Tasche in das Fach und ließ es zuschnappen. Er ließ seine Hand immer noch auf meinem Rücken. Dann wandte er sich an die Frau hinter ihm. Sie hatte während unseres intensiven Moments versucht, unsere Aufmerksamkeit zu erregen. Die Frau sah schockiert aus und räusperte sich zögerlich noch einmal.
„Entschuldigung, ich muss nur zu meinem Platz, und ihr blockiert den Gang. Ich wollte euer Wiedersehen nicht stören. Ihr habt euch offensichtlich schon eine Weile nicht mehr gesehen“, sagte sie und lächelte süß.
Ich wollte sie korrigieren und den Mund aufmachen, um zu sagen, dass wir uns eigentlich noch nie zuvor getroffen hatten. Aber der Mann, der mich festhielt, kam mir zuvor.
„Wir haben nur unsere Plätze gesucht. Wir sind sofort aus dem Weg.“ Seine Stimme war sanft und beruhigend.
Ich wollte mich wegbewegen. Ich freute mich darauf, der unangenehmen Situation zu entkommen. Aber der Mann hielt mich nur noch fester.
Er beugte sich hinab und flüsterte mir ins Ohr: „Nicht so schnell... Du kommst mir nicht so leicht davon.“
Dann sah er den Widerling an, der während des Fluges neben mir sitzen würde. „Platz da“, sagte er zu ihm.
Mr. Widerling saß einfach nur da und starrte uns für eine Sekunde an. Es war mir sehr unangenehm bei dem Gedanken, dass er uns beobachtet hatte.
„Was?“, fragte er.
„Platz da“, wiederholte der gut aussehende Mann. „Ich sitze da.“
„Wie bitte? Ich bewege mich nicht. Das ist mein Platz.“
Der Mann, der mich festhielt, knurrte leise. „Hier, nimm meins.“ Er reichte Mr. Widerling sein Ticket. „Es ist für die erste Klasse“, sagte er. Dabei sah er zu, wie der Mann das Ticket mit hochgezogener Augenbraue betrachtete.
„Und jetzt verschwinde“, sagte er langsam – fast bedrohlich –, als würde er den Mann herausfordern, seine Befehle noch einmal infrage zu stellen.
Der Widerling sah uns noch einmal an, bevor er aufstand und schnell seine Tasche griff.
„Geh schon, meine Schöne“, sagte mein neuer, mysteriöser Nachbar. Er schob mich sanft zum Fensterplatz, während er dicht hinter mir folgte.
„Ähm, tut mir leid wegen vorhin“, murmelte ich. Ich strich mir eine Haarsträhne hinter das Ohr und senkte den Blick. Ich wollte, dass dieser Typ mich mochte. „Ich fasse Fremde normalerweise nicht einfach so an, versprochen.“
Ich lachte nervös. Als er nicht antwortete, räusperte ich mich.
„Okay... Also, warum hast du dein Erste-Klasse-Ticket aufgegeben, um hier ganz hinten zu sitzen?“
Meine Augen trafen seine, und seine Hand hob sich, um meine Wange zu umschließen.
„Weil ich in deiner Nähe sein wollte“, sagte er mit rauer Stimme. Er fuhr mit seinem Daumen über meinen Wangenknochen und musterte jeden Zentimeter meines Gesichts. „Wow, wie bin ich nur an so viel Glück gekommen?“
Ich lehnte mich von ihm weg, unsicher, wie ich reagieren sollte. Ich musste mich verhört haben.
„Entschuldigung, was hast du gesagt?“
Er lächelte nur und schüttelte den Kopf. „Nichts. Mach dir keine Gedanken darüber, meine Schöne.“ Er lehnte sich über die Armlehne zu mir. Wir waren uns für zwei Fremde sehr nah.
„Ich bin Grayson. Wie heißt du?“
Fast wie in Trance hörte ich mich selbst sagen: „Belle.“
Sein Lächeln wurde breiter. „Belle“, sagte er zu sich selbst. „Meine Belle.“
Seine Augen waren so schön. Ich konnte nicht anders, als in sie hineinzustarren. „Uh-huh...“, sagte ich abwesend.
Er stieß ein herzhaftes Lachen aus.
Habe ich etwas Lustiges gesagt?
„Unsere Verbindung ist stark; das kann ich spüren“, sagte er.
Geht es nur mir so, oder ergibt nichts von dem, was er sagt, einen Sinn?
„Was? Unsere Verbindung?“, fragte ich.
Er strich mir eine lose Haarsträhne aus dem Gesicht. „Zerbrich dir darüber nicht dein hübsches Köpfchen.“
Ich wurde wieder einmal aus der Trance gerissen, in die er mich ständig zu versetzen schien, als ein Baby hinter uns laut aufschrie. Als mir klar wurde, wie nah ich dem Mann – Grayson – war, zuckte ich zurück.
Ich hatte seinen Atem auf meinem Gesicht spüren können.
Meine Wangen wurden sofort rot. Aber bevor es mir zu peinlich werden konnte, sprach er.
„Meine. Gefährtin“, sagte er, und seine tiefe, raue Stimme klang in meinen Ohren.

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