
I Didn't Belong To You 4: Alles begann mit uns
Autor:in
Elfy G
Gelesen
112K
Kapitel
26
Kapitel 1
Buch 4: Alles begann mit uns
KRISTEN
„Hallo, mein kleiner Schatz“, sagte ich sanft und nahm meinen weinenden Sohn auf den Arm, während ich mich in den Schaukelstuhl setzte. „Du kannst nicht schlafen, nicht wahr?“ Ich gab ihm einen zärtlichen Kuss auf sein Köpfchen.
„Hast du vielleicht Hunger? Möchtest du etwas essen?“
Behutsam zog ich mein Oberteil aus, um mein süßes Baby zu stillen. Sanft strich ich ihm über die Stirn, während er trank.
Die Tür öffnete sich leise und Will trat ein. „Ist alles in Ordnung bei euch?“
„Ja, alles bestens“, erwiderte ich mit einem Lächeln zu meinem Mann.
Will verweilte noch einen Moment bei uns, bevor er sich zurückzog, damit unser Kleiner in Ruhe weitertrinken konnte.
„Hey, Cody. Soll ich dir erzählen, wie ich deinen Papa kennengelernt habe, während du isst?“
Vor etwa zehn Jahren:
Es waren elf Jahre vergangen, seit ich meinen Vater zuletzt gesehen hatte.
Gestern hatte ich Geburtstag gehabt. Ich hatte gehofft, er würde sich melden oder eine Karte schicken. Wie immer kam nichts von ihm.
Auch nach all der Zeit fragte ich mich noch, warum er uns verlassen hatte.
Während ich in Gedanken versunken war, kamen Juliet und Lauren zu mir. Meine Neugier wurde geweckt, als ich hörte, wie Juliet meiner Cousine etwas zuflüsterte.
Ich blickte zu Lauren hinüber und bemerkte, wie sie jemanden anstarrte.
Wen beobachtete sie denn da? Ich hatte so eine Ahnung, wollte aber sichergehen.
Als ich mich umsah, fiel mir jemand anderes auf. Er sah wirklich gut aus. Ich fragte mich, wieso ich ihn noch nie zuvor bemerkt hatte.
Er hatte blonde Haare und einen Dreitagebart. Selbst aus der Entfernung konnte ich seine grauen Augen erkennen.
Ich wusste nicht, warum er mich so faszinierte.
„Hör auf, ihn so anzustarren!“, zischte Juliet genervt zu Lauren. „Du auch, Kristen!“
Was habe ich denn gemacht?, dachte ich verwirrt. Ich hätte sie gefragt, wäre ich nicht so abgelenkt gewesen.
Am meisten überraschte mich, dass er mich genauso intensiv ansah wie ich ihn. Je länger ich in seine Richtung schaute, desto heißer wurde mir.
Meine Augen weiteten sich, als ich sah, wie er auf mich zukam. „Hey, Schöne. Ich bin Will Harrison. Wie heißt du?“
Was? Meint der mich?
Ich konnte ihn nicht ansehen. Ich versteckte mein Gesicht hinter dem Buch, das ich in der Hand hielt. „Ähm... Kristen... Kristen Shepherd.“
„Hey, Harrison, wer ist der Typ, der mit deiner Schwester redet?“, fragte der Junge neben ihm.
Ich wusste, dass er Finn Campbell hieß. Lauren schwärmte ständig von ihm. Sie war total verknallt.
„Oh, das ist mein kleiner Bruder, Michael“, erklärte Juliet ihnen. „Keine Sorge. Er ist ganz lieb.“
Finn beobachtete sie weiter, besonders sie. „Ich muss los. Nathalie wartet auf mich. Bis später, Harrison.“
Will nickte, ohne den Blick von mir abzuwenden.
„Wir müssen auch los“, sagte Juliet plötzlich. „Bis später, Kristen!“
Die Art, wie sie meinen Namen sagte, klang, als würde gleich etwas Schlimmes passieren.
„Wo gehen wir denn hin?“, fragte meine Cousine, bevor sie weggingen. Es sah eher so aus, als würde Juliet Lauren mitschleifen.
Es war mir egal, wohin sie gingen. Irgendwie wollte ich mehr Zeit mit Will verbringen.
„Ich weiß, das kommt jetzt aus heiterem Himmel, aber würde es dich stören, wenn ich dich küsse, Schöne?“, fragte Will und sah mir in die Augen, um meine Reaktion abzuwarten.
Es überraschte mich. Ich hätte nie gedacht, dass so ein Traummann jemanden wie mich küssen wollen würde.
Ich überraschte mich selbst, als ich nickte und auf seine Lippen starrte.
Will lächelte breit, was mein Herz höher schlagen ließ.
Er legte eine Hand an meine Wange und löste ein Kribbeln in meinem Bauch aus. Wir konzentrierten uns nur noch aufeinander, und alles um uns herum verschwamm. Unsere Gesichter waren so nah, dass ich seine Nase an meiner spüren konnte.
Schnell befeuchtete ich meine Lippen. Will küsste mich sanft. Ich öffnete meinen Mund und der Kuss wurde intensiver. Er war süß und zärtlich.
Wir mussten aufhören, weil wir Luft brauchten und meine Lippen ganz geschwollen waren.
Ich hatte meinen ersten Kuss mit so einem tollen Typen. Es hätte nicht schöner sein können.
„Wow! Das nenne ich einen Kuss“, sagte Will.
Meine Wangen wurden rot und zeigten meine Schüchternheit.
Will strich mir eine Haarsträhne hinters Ohr. „Ich hoffe, du lässt mich das in Zukunft wieder machen.“
Ich nickte, weil ich es unbedingt wieder erleben wollte.
„Was stehst du denn da rum?“, fragte er plötzlich. Seine Stimme veränderte sich. Sie wurde irgendwie strenger.
Er sprach aber nicht mit mir. Ein blondes Mädchen stand in der Nähe.
„Jamie, ich habe dich etwas gefragt“, wiederholte er.
„Hast du vergessen, dass du mich nach Hause bringen sollst? Mama und Papa haben dich heute Morgen darum gebeten.“ Sie verdrehte die Augen.
Er seufzte genervt. „Gib mir fünf Minuten, okay?“
Sie sah mich an und dann wieder ihren Bruder. „Okay, aber du schuldest mir was.“
Jamie ging weg und ließ uns kurz allein.
„Tut mir leid deswegen. Das war meine kleine Schwester, Jamie.“ Will räusperte sich.
„Ich wollte fragen, ob du mir deine Nummer geben könntest. Ich würde dich gerne anrufen, um dich richtig einzuladen.“
Nervös kaute ich auf meiner Lippe, während ich meine Nummer auf einen Zettel kritzelte.
„Danke, Schöne. Ich melde mich auf jeden Fall“, sagte er, nachdem ich ihm den Zettel gegeben hatte.
Er küsste mich noch einmal, bevor er mit seiner Schwester ging.
Hoffentlich ruft er wirklich an.
Ich wäre echt traurig, wenn das nur ein blöder Scherz wäre.
Will drehte sich nochmal um und sah zu mir rüber, während ich wie ein Honigkuchenpferd grinste.
Ich blieb wie angewurzelt stehen und sah ihm nach, bis er verschwunden war.
Ich kann's kaum erwarten, ihn wiederzusehen, dachte ich aufgeregt.
Ich hatte ihn gerade erst kennengelernt und fühlte mich ihm schon so nah.
Ich fragte mich, was die Zukunft wohl für uns bereithielt.
















































