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Ihr leidenschaftlicher Beschützer

Autor:in
E. R. Knight
Gelesen
🔥23.2M
Kapitel
81
Autor:in
E. R. Knight
Gelesen
🔥23.2M
Kapitel
81
😱Thriller🌼Jungfrau⚔️Feinde zu Liebenden🎭Drama👩🏽‍🎓Studierende🏍️Bad Boys💘Erste Liebe🏙️Zeitgenössisch💪🏻Beschützer💪🏻Alpha-Männchen🥵Erotik⚔️Action & Abenteuer🕵️Krimi & Mystery🔒Erzwungene Nähe🖤Dunkel🎓New Adult & College

Als Karas Mitbewohnerin ankündigt, dass ihr Cousin für ein paar Tage auf ihrer Couch übernachten wird, denkt sich Kara nicht viel dabei. Bis er auftaucht und ihre Welt Kopf steht.

Übersetzerin: Marlena Teitge

Eiscreme-Konfrontation

Kara sah in die Tiefkühltruhe im Supermarkt und überlegte, welches Eis sie kaufen sollte.
Schokolade und Haselnuss.
Sie hatte diese Sorte seit jener Nacht gemieden.
Die Nacht, in der sie Max mit Karen gesehen hatte, seine Zunge tief in ihrem Hals. Sie bemerkten sie dort kaum, und sie sah viel mehr, als sie sehen wollte.
Da Karen ebenfalls Psychologiestudentin und somit Karas Kommilitonin war, musste Kara ihre Anwesenheit wochenlang ertragen und versuchen, das Bild ihres Kusses aus dem Kopf zu verdrängen.
Während Max nur ihr Freund war, war Kara in ihn verliebt. Sie war immer davon ausgegangen, dass sie am Ende zusammenkommen würden. Sie waren seit der Kindheit beste Freunde, und sie schwärmte schon genauso lange für ihn.
In der Nacht, in der sie Max und Karen zusammen erwischte, kaufte sie zwei Becher Schoko-Haselnuss-Eis, setzte sich auf den Wohnzimmerboden und verschlang beide. Letztendlich wurde Kara schlecht und sie erbrach sich die ganze Nacht. Es war schon schlimm genug, dass ihr Herz gebrochen war, aber sie hing auch noch mit dem Kopf über der Toilette.
Als sie das Eisregal musterte und überlegte, ob sie wieder bereit für Schoko-Haselnuss war, hörte sie, wie sich jemand räusperte.
Kara sah auf, und da war er. Einer der attraktivsten Männer, die sie in ihrem ganzen Leben je gesehen hatte. Er hatte dunkles, sehr kurz geschnittenes Haar. Mit seinen eisblauen Augen und einem Mund, der zu einer schmalen Linie zusammengepresst war, sah er streng aus.
Er hatte hohe Wangenknochen, volle Lippen und eine derart markante Kieferpartie, dass sie am liebsten mit den Fingern darüberstreichen wollte. Seine Augenbrauen wirkten raubvogelartig, und drei Zornesfalten zierten seine Stirn.
Erst da bemerkte sie den Rest von ihm.
Er war groß. Er war so verdammt groß.
Wie lange starrte ich ihn schon an?
Aufgrund ihres Schweigens zog er eine Augenbraue hoch.
„Was?“, fragte Kara schließlich.
„Du blockierst das Eisregal“, blaffte er ohne zu zögern zurück.
„Tut mir leid“, sagte sie, „ich wusste nicht, dass ich jemandem den Tag ruiniere, nur weil ich mir ein Eis aussuche.“
„Tja, das hast du aber.“ Er schnappte sich den letzten Becher Schoko-Haselnuss-Eis. „Und jetzt tust du es nicht mehr.“
„Gute Wahl“, rief Kara ihm hinterher, während er davonging.
Er blickte zurück und schnaubte sarkastisch. Seine blauen Augen funkelten hinterlistig.
Kara entschied sich für Cookies-and-Cream und ging hinaus.
Was glaubte er eigentlich, wer er war? Was für ein arroganter Mistkerl. Aber er sah verdammt gut aus. Vielleicht war er der heißeste Typ, den ich je gesehen hatte.
Als sie zu ihrem Auto ging, fuhr der Mann gerade los. Sie sahen sich in die Augen, und Kara zeigte ihm den Mittelfinger. Er grinste süffisant und rollte mit den Augen. Kara konnte das leuchtende Blau seiner Augen sogar durch sein Autofenster erkennen.
Arschloch.
Als sie nach Hause kam, trug Kara ihre Einkaufstüten hoch in ihre Wohnung. Wenn sie gewollt hätte, hätte sie noch bei ihren Eltern wohnen können, die nahe dem Campus in einem schönen Haus lebten. Aber Kara wollte unabhängig sein und hatte sich stattdessen für eine eigene Wohnung auf dem Campus entschieden. Es war schließlich ihr drittes Jahr, und sie würde bald mit einem Abschluss in Psychologie ins echte Leben starten.
Ihr Vater hatte anfangs protestiert, aber ihre Mutter schien es zu verstehen. Und so war sie nun hier und lebte ganz allein.
Ihr älterer Bruder Lucas arbeitete in der Firma ihres Vaters, Price Enterprises Ltd., wollte aber bald sein eigenes Unternehmen gründen. Karas Eltern wollten, dass sie in seine Fußstapfen trat und nach dem Abschluss in die Firma einstieg, aber Kara war sich da nicht so sicher.
Ihre Eltern versorgten sie nur allzu gerne mit einem Taschengeld, das mehr als ausreichte, um all ihre Kosten zu decken, einschließlich der Studiengebühren.
Aber Kara versuchte ihr Bestes, um ohne diese Hilfe auszukommen, und nahm das Geld nur, wenn sie wirklich extrem in der Klemme steckte.
„Jemand zu Hause?“, rief eine Stimme von der Haustür, während Kara ihre Einkäufe verstaute.
Es war Megan, Karas Mitbewohnerin.
„Da bist du ja“, sagte Megan. Sie gab Kara zur Begrüßung einen Kuss auf die Wange.
„Hast du heute Abend besondere Pläne?“, fragte Megan frech. „Vielleicht ein Date mit dem Freund?“
Obwohl Kara immer noch an Max hing, hatte sie einen süßen und fürsorglichen Freund, Gerald. Megan nannte ihn gerne „den Freund“, weil sie spürte, dass er nicht der Richtige war. Das wusste Kara auch.
„Nein“, antwortete Kara, „und du?“
„Erinnerst du dich nicht, Dummchen?“
Kara starrte Megan verwirrt an und zermarterte sich das Gehirn in dem Versuch, sich zu erinnern, was sie vergessen haben könnte.
Als Kara sich einfach nicht erinnern konnte, rollte Megan mit den Augen.
„Mein Cousin?“, fragte sie und versuchte Kara daran zu erinnern. „Ich habe dir doch gesagt, dass er für eine Weile in die Stadt kommt und bei uns auf der Couch pennen wird.“
Kara starrte sie völlig verständnislos an.
„Du hast buchstäblich gesagt, dass er bei uns bleiben kann“, wiederholte Megan, „vor ungefähr einem Monat?“
„Ich kann mich wirklich nicht erinnern, dass du das gefragt hast“, beharrte Kara.
„Sicher tust du das“, erklärte Megan. „Das war in der Nacht, in der du auf dem Wohnzimmerboden Eis gegessen hast. Du hast Liebeskomödien geschaut und geschluchzt.“
„Oh“, sagte Kara, als ihr klar wurde, auf welche Nacht Megan anspielte, „die Nacht mit Max und Karen.“
„Oh, Süße.“ Megan umarmte sie liebevoll. „Das tut mir so leid.“
Kara schluchzte leise an Megans Schulter.
„Ist dein Cousin wenigstens heiß?“, fragte Kara nach einer Weile.
„Iiiih“, antwortete Megan. „Er ist buchstäblich mein Cousin.“
„Aber sieh mich an, ich bin so traurig“, drängte Kara. „Komm schon, zeig mir sein Instagram.“
„Ugh, na gut“, gab Megan nach, „aber nur, weil du weinst und du mir leidtust.“
Megan holte ihr Handy aus der Tasche und tippte etwas ein.
„Hier.“ Megan zeigte Kara ihr Handy. „Lern meinen Cousin Adam kennen.“
Es war ein Foto von einem großen Mann mit dunklen Haaren.
„Gib mal her.“ Kara riss Megan das Handy aus der Hand, um es sich genauer anzusehen.
Als sie an das Gesicht des Mannes heranzoomte, waren sie da. Diese stechend blauen Augen.
Bevor Kara etwas dazu sagen konnte, klingelte es an der Tür.

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