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Beautiful Mistake Buch 2

Autor:in
Mel Ryle
Gelesen
19,4K
Kapitel
30
Autor:in
Mel Ryle
Gelesen
19,4K
Kapitel
30
💪🏻Beschützer🎭Drama🏙️Zeitgenössisch

Kyla Tristens Leben ist ein Wirbelwind aus riskanten Geschäftssituationen, unerwarteter Romanze und drohenden Gefahren. Als neue Marketingchefin des Grand Hotels plant sie eine große Wohltätigkeitsveranstaltung und sieht sich dabei Herausforderungen aus ihrer Vergangenheit und Gegenwart gegenüber. Mit ihrem Verlobten Jensen an ihrer Seite meistert Kyla berufliche Rivalitäten, persönlichen Verrat und die Freuden und Ängste der bevorstehenden Mutterschaft. Doch als Gefahr in ihrem unmittelbaren Umfeld droht, muss Kyla auf ihre Stärke und die Unterstützung ihrer Lieben vertrauen, um ihre Zukunft zu sichern.

Zu erledigende Aufgaben

SEASON 2

Produzent: Adam Sharp Autor: Ashley Schlueter Ton: Nicolas Baviere

KYLA

Ich holte tief Luft und versuchte, meine Nerven zu beruhigen.
Nach wochenlanger Planung war der Moment endlich gekommen.
Ich, Kyla Tristen, stand kurz vor meinem ersten Meeting mit den Führungskräften als Marketingleiterin des Grand Hotels.
Und es gab ein paar Dinge, von denen die Vorstandsmitglieder noch nichts wussten.
Während sie sich zwar der Tatsache bewusst waren, dass Jensen und ich nun verlobt waren – es war schwer zu vermeiden gewesen, sobald ich seinen Ring an meinem Finger trug – waren sie allerdings weniger informiert über die Tatsache, dass ich seit fast acht Wochen schwanger war.
Ehrlich gesagt, hatte ich Angst davor sie würden es herausfinden
Ich machte mir Sorgen, genauso hart verurteilen zu werden wie damals, als mein alter Chef, Brian Leach, mir vorwarf, ich hätte mich "nach oben geschlafen".
Heute aber musste ich selbstbewusst sein. Dante fuhr mit dem Luxus-SUV bis vor den Eingang des Grand Hotels.
"Viel Glück, Ms. Tristen", sagte er mit einem Nicken. "Nicht, dass Sie es nötig hätten, versteht sich."
"Danke, Dante",erwiderte ich lächelnd.
Meine nudefarbenen Lieblingsabsätze von Marc Jacobs klickten elegant auf dem Boden der Lobby, als Coleen mir von ihrem Platz am Concierge-Schalter aus fröhlich zuwinkte.
Ich winkte zurück und deutete auf mein Handgelenk.
"Keine Zeit zum Plaudern. Tut mir leid!", rief ich ihr entschuldigend zu.
"Schnapp sie dir!", antwortete sie schmunzelnd, als ich grinsend die Treppe hinauf ging in mein Büro.
Meine treue Sekretärin Rhea wartete bereits auf mich, die Arme voll mit Aktenordnern.
Sie musste früh gekommen sein, um das alles fertig zu haben, dachte ich mit einer Welle der Dankbarkeit.
Rhea trug eine hochtaillierte Auberginenhose und eine fließende Seidenbluse. Wie immer war sie mir in Sachen Mode um einiges voraus, aber das war ok.
Auch wenn man meinen könnte ich würde als Verlobte eines Millionärs wohl etwas Zeit zum shoppen gehen finden, war ich auf der Arbeit beschäftigter als je zuvor, jetzt, da ich befördert worden war.
Jensen und ich hatten vereinbart, dass ich nach achtunddreißig Wochen in Mutterschaftsurlaub gehen würde.
Das klang zwar zunächst nach einer langen Zeit, aber die würde letztlich wie im Flug vergehen.
Mir blieben also siebeneinhalb Monate, um ein Marketing-Event von solchem Ausmaß zu planen, dass niemand auf die Idee kommen würde, ich hätte diesen Job nur bekommen, weil ich mit dem Chef verlobt war.
Das war meine Chance, mich zu beweisen.
"Sind schon alle im Besprechungsraum?", fragte ich Rhea.
"Alle außer Bruce und Richard. Ich habe sie gebeten, Kaffee für alle zu holen. Das könnte eine Weile dauern.", entgegnete sie.
"Gute Idee", sagte ich und wünschte, ich könnte selbst eine Tasse frisch aufgebrühten Kaffee genießen.
Der entkoffeinierte Kaffee, den ich seit meiner Schwangerschaft trank, konnte einfach nicht mithalten.
"Ich denke auch, sie werden nichts dagegen haben, wenn wir ohne sie anfangen. Sagen Sie allen, dass ich gleich da sein werde."
"Alles klar, Boss." Rhea grinste.
Ich ging in mein großzügiges, neues Büro, holte einen kleinen Spiegel aus meiner Handtasche und prüfte ein letztes Mal mein Spiegelbild.
Wirkte mein Gesicht errötet? War es offensichtlich, dass ich heute Morgen eine Stunde lang die Toilettenschüssel umarmt hatte, immer noch in den Fängen der morgendlichen Übelkeit?
Nö, hör doch auf dir so viele Gedanken zu machen, dachte ich. Ich hob mein Kinn und begegnete meinem Blick im Spiegel.
Du schaffst das, Kyla.
***
Die Abteilungsleiter waren um den Besprechungstisch versammelt und ich konnte spüren, wie ihr prüfender Blick auf mir lastete.
Ich war die einzige anwesende Frau – und die einzige Person unter fünfzig.
Der Platz am Kopfende des Tisches war auffallend leer, was meinem Herz umgehend einen Stich versetzte.
Ich wünschte, er wäre hier.
Jensen war die letzten zwei Nächte in London gewesen, knietief in Besprechungen über Holmes Luxury Hotels, unserem Hauptkonkurrenten in England.
Sie waren gerade in eine Verleumdungskampagne gegen die Hawksleys verwickelt, die überall in der britischen Boulevardpresse zu lesen war.
Er sollte heute Abend zurück sein, aber ich wünschte mir trotzdem, er wäre schon jetzt hier gewesen, um zu sehen, wie ich gegen diese alten Knacker gewinne.
"Das Grand Hotel erhielt eine enorme Presseberichterstattung über die jährliche Gala für Hawksley Enterprises", begann ich und klickte auf den Bildschirm, um ein Liniendiagramm anzuzeigen.
"In den zwei Wochen seit der Veranstaltung sind die Buchungen um mehr als fünfzehn Prozent gestiegen. Das ist genau das, was wir hier im Grand Hotel erreichen wollen."
Ich klickte erneut. "Ich glaube, dass eine weitere große Veranstaltung im Laufe des Jahres dazu beitragen würde, diese Steigerung der Rentabilität beizubehalten."
"An was für eine Art von Veranstaltung haben Sie denn gedacht?", fragte Herr Klausmann, der Leiter der Lebensmittelproduktion,
Der bei jeder Großveranstaltung für die Lieferanten und das Catering zuständig wäre.
Ich lächelte ihn an. "Ich bin froh, dass du fragst." und klickte wieder auf den Projektor.
"Der Char des Botschafters", begann ich, wurde aber durch das Aufschlagen der Tür zum Sitzungssaal unterbrochen.
Bruce Parker und Richard Morales kamen jeder mit einem flachen Pappbecher in der Hand herein. "Sorry, dass wir zu spät sind. Aber wir haben Koffein mitgebracht!"
"Danke", sagte ich und lächelte sie an.
Bruce und Richard waren die einzigen beiden Mitglieder der Social-Media-Abteilung des Hotels. Die beiden hatte ich von ihrer täglichen Arbeit abgezogen, um sie in dieses Projekt einzubinden.
Ich bemerkte, dass es keinen koffeinfreien Kaffee gab, aber das konnte ich ihnen wirklich nicht vorwerfen.
"Entschuldigen Sie die Störung, Mrs. H.,die Schlange bei Starbucks war wahnsinnig lang", sagte Bruce und ließ sich in einen der Ledersessel fallen.
Er war der Sohn von einem der einflussreichsten Anteilseignern des Hotels. Seine Arroganz war manchmal nervig, aber ich versuchte, sie als Unreife abzutun.
Richard nahm den Platz neben ihm ein. "Es tut mir wirklich leid, Ms. Hawksley", fügte er leise hinzu.
"Tristen. Ich bin noch keine Hawksley", lächelte ich.
"Ms. Tristen. Richtig. Sorry", antwortete er.
Von den beiden bevorzugte ich Richard. Er war ruhig und respektvoll, fast schüchtern unter seiner dicken Brille.
"Der Ambassador's Ball für wohltätige Zwecke ist eine jährliche Veranstaltung, zu der einige der wohlhabendsten Spender der Gegend kommen", erklärte ich.
"In diesem Jahr fließt der gesamte Erlös direkt in die Bereitstellung von kostenlosem Mittagessen und Schulmaterial für Kinder, die sich dies nicht leisten können" fuhr ich fort.
"Mein Vater geht jedes Jahr zu dieser Party", meldete sich Bruce von seinem Platz aus zu Wort.
"Da bin ich mir sicher", sagte ich, ohne ihn anzuschauen. "In den letzten zehn Jahren wurde der Ball vom Wagmann Hotel in der Michigan Avenue ausgerichtet. Dieses Jahr steht bei ihnen aber eine große Renovierung an, also ist der Ball ausgeschrieben", erklärte ich.
Ich achtete darauf, dabei jedem einzelnen in die Augen zu schauen.
"Sollte unsere Bewerbung für den Charity Ball erfolgreich sein, würde dies einen enormen Einnahmezufluss für das Hotel bedeuten. Es wäre zudem eine hervorragende Chance für Hawksley Enterprises, der Gemeinde etwas zurückzugeben."
"Und wenn sie nicht erfolgreich wäre, würde das eine Verschwendung wertvoller Zeit und Ressourcen bedeuten", kommentiert Herr Oliver, der Leiter des operativen Geschäfts.
"Ich habe nicht die Absicht, dass unser Angebot erfolglos bleibt", antwortete ich ihm sanft.
"Ich persönlich halte das für eine tolle Idee", kam eine Stimme aus der offenen Tür.
Ich schaute überrascht auf und sah meinen Verlobten, Jensen Hawksley, im Eingang des Besprechungsraums stehen.
Sein braunes Haar fiel ihm über die Stirn und seine strahlend blauen Augen stachen so atemberaubend wie immer aus seinem Gesicht hervor.
Sofort saßen alle ein wenig gerader.
"Was machst du denn hier?" Ich keuchte erstaunt auf. "Du solltest doch erst heute Abend zurück sein!"
"Habe einen früheren Flug genommen", antwortete er mit einem Grinsen. "Musste sicherstellen, dass mein neues Marketingteam auf dem aktuellsten Stand ist."
Die anderen sahen bei unserem informellen Geplänkel unbehaglich aus.
Jensen schritt in den Sitzungsraum und sah dabei wie immer umwerfend gut aus in seinem marineblauen Anzug. Als er neben mir stand richtete er das Wort an den Vorstand.
"Ich habe in London erfahren, dass unser größter internationaler Konkurrent, Holmes Luxury Hotels, eine Bewerbung für dieselbe Veranstaltung startet. Sie versuchen, den amerikanischen Markt zu erobern, indem sie hier in Chicago starten."
Er steckte lässig die Hände in die Taschen.
"Unter der Leitung von Frau Tristen möchte ich eine Präsentation zusammenstellen, die das Wohltätigkeitskomitee umhauen wird", fuhr er fort.
"Ms. Tristen wird die Führung übernehmen und ich erwarte, dass Sie ihr alle zur Verfügung stehen. Einverstanden?" beendete Jensen.
Wenn die Mitglieder des Vorstands von dieser plötzlichen Ankündigung schockiert waren, verbargen sie es gut. Achselzucken und zustimmendes Gemurmel erfüllten den Raum.
"Ich erwarte bis Ende nächster Woche einen vollständigen Bericht, Ms. Tristen", sagte er mit einem verschmitzten Lächeln.
"Natürlich, Sir", antwortete ich kühl. "Die Sitzung ist vertagt" beendete ich das Meeting.
Jensen sah mich mit einer solchen Intensität an, dass mein Herz flatterte. "Also, wenn es Ihnen nichts ausmacht, ich habe noch etwas mit meinem Verlobten zu besprechen", schob ich hinterher.
***
Wir schafften es kaum in mein Büro, bevor unsere Hände überall aneinander klebten. Ich hatte Jensen seit zwei Tagen nicht mehr gesehen, trotzdem fühlte sich an wie zwei Jahre.
"Ich habe dich vermisst", flüsterte er und schlang seine Arme um meine Taille. "Es war zu einsam im Hotelbett ohne dich."
Ich nickte und lehnte mich an seine warme Brust.
Er legte seine Hand auf meinen noch flachen Bauch. "Wie geht es der Kleinen?", fragte er.
"Ich kann nichts bei mir behalten außer schwachem Tee, Crackern und Gurkenscheiben", entgegnete ich fröhlich und legte meine Hände auf seine.
"Haben Sie mit Josie darüber gesprochen, einen Arzt zu empfehlen?" fragte Jensen.
"Nein, ich habe es noch nicht einmal meiner Mutter gesagt! Ich versuche immer noch herauszufinden, wie ich die Nachricht überbringen soll, dass ich von einem One-Night-Stand geschwängert wurde", neckte ich ihn.
"Ich habe auch noch nicht mit meinen Eltern gesprochen. Spätestens wenn wir mit der Planung der Hochzeit beginnen, sollten wir es ihnen sagen."
Mein Herz flippte aus.
Wir drehten uns ständig im Kreis und versuchten zu entscheiden, was für eine Art von Hochzeit zu uns passte.
Keiner von uns beiden war an einer großen Society-Affäre interessiert, aber Jensen befürchtete, dass seine Familie genau das von einem Hawksley erwarten würde.
Ich stellte mich auf die Zehenspitzen, um ihn zu küssen. "Wie war England?"
Jensen rollte mit den Augen. "Erschöpfend. Ich habe Stunden damit verbracht, in einem Raum voller t Aktionäre eingesperrt zu sein. Dabei hat sich nochmal bestätigt, dass Nathan Holmes nicht wie sein Vater ist.
Howard und mein Vater haben sich jahrelang gut verstanden, aber sein Sohn spielt schmutzig", fuhr er fort.
Nathan Holmes war der Erbe der Holmes Luxury Hotels, die einige der protzigsten Hotels in Europa besaßen.
Bisher hatten sie Nordamerika den Hawksleys überlassen, doch mit dem Tod von Howard Holmes hatte nun sein gieriger Sohn die Zügel in der Hand.
"Glaubst du wirklich, dass wir eine Chance haben, den Ball des Botschafters auszurichten?" fragte ich ihn nervös.
Jensen umarmte mich. "Mit dir als Chefin? Ich denke, mit uns landen sie einen Volltreffer."
Ich lächelte und fand es toll, wie er an mich und meine Talente glaubte.
Als ich aufblickte bemerkte ich, dass er dunkle Ringe unter den Augen hatte.
"Du siehst aus, als würdest du gleich umfallen", sagte ich lachend. "Geh nach Hause, schlaf den Jetlag aus und wir begrüßen uns nach der Arbeit nochmal richtig."
"Was, wenn ich jetzt die richtige Begrüßung will?", murmelte er und hob eine Hand, um meine Brust zu umfassen. Ich schloss meine Augen und wollte nichts sehnlicher, als mich seiner Berührung hingeben.
Allerdings hatte ich heute noch zu viel zu erledigen. "Na, na, Mister. Ab ins Bett. Dafür ist heute Abend noch genug Zeit."
Ich gab ihm einen tiefen Kuss, der ihn genau wissen ließ, was ich auf dem Herzen hatte. Er erwiderte und flüsterte mir ins Ohr:
"Ich freue mich darauf."
Meine Zehen kringelten sich.
"Wir sehen uns zu Hause", sagte ich andeutungsweise. Jensen lachte wieder und ging, wobei er die Tür zu meinem Büro offen ließ.
Ich setzte mich hin und begann, einen Zeitplan für all das zu erstellen, was zwischen jetzt und der Präsentation für das Wohltätigkeitskomitee in drei Monaten geschehen musste.
Dabei war ich so vertieft, dass ich die erhobenen Stimmen, die aus Rheas Bereich kamen, zunächst nicht wahrnahm.
Schließlich erregten sie jedoch meine Aufmerksamkeit und ich ging hinüber, um zu sehen, was der Grund für die Aufregung war.
Mein Atem blieb mir in der Kehle stecken und ich blinzelte einige Male ungläubig.
Vor meiner Sekretärin stand, mit einen riesigen Rosenstrauß im Arm, mein Ex-Freund.
Alden Hustler.
Er blickte von Rhea auf, als er mich sah und streckte die Blumen aus.
"Kyla. Ich muss mit dir reden", sagte er.
Ich war völlig erstarrt, als er fortfuhr.
"Ich weiß von unserem Baby."

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