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Die Ausgestoßenen Buch 4

Autor:in
Ruth Robinson
Gelesen
15,7K
Kapitel
28
Autor:in
Ruth Robinson
Gelesen
15,7K
Kapitel
28
🥵Erotik👩🏽‍🎓Studierende🎭Drama🏙️Zeitgenössisch👙Stripper:innen🎓New Adult & College

Louisa war ihr ganzes Leben lang die brave Tochter – die Stille, die Perfekte, das kleine Mädchen, das ihre Mutter nicht erwachsen werden lassen wollte. An ihrem achtzehnten Geburtstag bekommt sie endlich das Geschenk, um das sie so lange gebettelt hat: einen Abend im Ballett. Ein atemberaubender Hauptdarsteller fesselt sie – und lässt sie nicht mehr los. Ein Jahr später taucht er wieder in ihrem Leben auf. Aus der Nähe noch charismatischer, zieht er Louisa magisch an. Doch je näher sie ihm kommt, desto größer ist die Gefahr, sich zu verbrennen. Sich in ihn zu verlieben, könnte sie endlich befreien … oder das zerbrechliche neue Leben zerstören, das sie sich gerade erst aufgebaut hat.

Kapitel 1.

Buch 4:The Dancer

Louisa

. . . . . . VOR EINEM JAHR
Im Theater herrscht geschäftiges Treiben. Instrumente werden gestimmt und aufgeregte Gespräche erfüllen den Raum, während alle auf den Beginn der Vorstellung warten.
Die meisten sind voller Vorfreude. Ich nicht.
Genervt verdrehe ich die Augen, als ich höre, wie meine Mutter und meine große Schwester mal wieder leise über mich streiten.
„Ich kann einfach nicht verstehen, wie du mit zwei Männern gleichzeitig zusammen sein kannst! Was sollen denn die Leute denken!“
Anna presst zwischen zusammengebissenen Zähnen hervor: „Als ob ich mir das ausgesucht hätte. Ich habe mich nun mal in beide verliebt.“
Tja. Meine große Schwester hat zwei attraktive Freunde, die sie beide wirklich gern haben.
Unsere Mutter schnaubt wütend und verschränkt die Arme.
„Du solltest dich schämen, diesen behinderten Jungen so auszunutzen. Und der andere... Wie kann der nur so in der Öffentlichkeit herumlaufen?“
„Mama!“, rufe ich, als ich sehe, dass Anna kurz davor ist, die Beherrschung zu verlieren. „Annas Freunde sind beide in Ordnung und in ihrer Beziehung völlig gleichberechtigt.“
„Können wir das Thema heute Abend bitte ruhen lassen und einfach den Tanz genießen? Bitte?“ Ich schaue meine Mutter so lange an, bis sie leicht nickt, dann wende ich mich an Anna.
„Bitte, Anna-Banane?“
Sie verdreht die Augen, nimmt meine Hand und drückt sie sanft. „Na gut, Lou-lou.“
Ich lehne mich in den alten Theatersitz zurück. Als die Lichter ausgehen und der Dirigent vor das Orchester tritt, steigt meine Aufregung.
Er klopft mit seinem Taktstock aufs Pult und im Saal wird es mucksmäuschenstill.
Ich kann nicht aufhören zu lächeln, während ich den Tänzern zusehe, wie sie über die Bühne wirbeln und springen und sich zur Musik bewegen.
Ich habe selbst viele Jahre lang getanzt, bis ich stürzte und mir den Knöchel brach. Er war danach zu schwach, um wie früher zu tanzen. Es war zu deprimierend zu wissen, dass ich nie eine Primaballerina sein würde, also hörte ich auf.
Aber ich liebe es immer noch, Tanz zu sehen.
Es ist zwar nur die kleine lokale Tanzgruppe, die in unserem kleinen Theater auftritt, aber es ist alles, was wir haben, es sei denn, wir fahren zwei Stunden in eine größere Stadt. Trotzdem sind sie wirklich beeindruckend.
Ein Tänzer sticht jedoch besonders hervor.
Ein Tänzer, von dem ich meine Augen nicht abwenden kann.
Ein Tänzer, bei dem es mir innerlich ganz heiß wird.
Selbst unter dem Make-up, das seinen ganzen Körper bedeckt, kann man noch schwache dunkle Linien erkennen, die Tattoos auf seiner Brust und seinen Armen sein müssen.
Seine Beinmuskeln zeichnen sich unter der engen Kleidung ab, als er die Tänzerin hochhebt, mit der er tanzt. Seine Brust und sein Bauch sind kräftig, als er sie über seinen Kopf stemmt, und sein hübsches Gesicht wirkt im sanften Licht wie verzaubert.
Anna beugt sich zu mir rüber. „Ich hätte nichts dagegen, wenn er mich so durch die Luft wirbeln würde.“
Ich lache, als unsere Mutter genervt schnaubt, und Anna drückt meinen Arm mit einem frechen Grinsen. „Du weißt ja, ich stehe auf Männer mit Tattoos. Vielleicht kann ich ihn zu meiner Gruppe von Freunden dazunehmen?“
„Annegret!“, zischt unsere Mutter wütend und wirft ihr einen bösen Blick über meinen Schoß hinweg zu.
Ich nehme Mamas Hand und streichle sanft über ihre Knöchel, während ich Anna in die Seite stupse, die nur lacht.
***
„Alles Gute zum Geburtstag!“
Ich lächle zwei angetrunkenen Klassenkameraden zu, als sie an mir vorbeigehen. Die Hausparty war schon in vollem Gange, als ich endlich damit fertig war, meine Mutter und Schwester vom Streiten abzuhalten.
Einer der wenigen Vorteile, die Schwester von jemandem zu sein, den meine Mutter für einen hoffnungslosen Fall hält, ist, dass ich fast alles tun kann, was ich will.
Wenn Anna sagte, sie würde mit Freunden ausgehen, wurde sie mit Fragen gelöchert und ihr wurde angedroht, sie rauszuschmeißen, wenn sie zu spät nach Hause käme.
Wenn ich sage, dass ich ausgehe, küsst mich meine Mutter und sagt mir, dass sie stolz auf mich ist und ich vorsichtig sein soll.
Solange meine Noten stimmen und ich keinen Ärger mache, lässt mich meine Mutter machen, was ich will.
Ich weiß, es hat Anna auf die Palme gebracht, als wir beide noch auf der High School waren und ich als das Musterkind behandelt wurde, dem sie nie das Wasser reichen konnte.
Zum Glück hatten wir in der Schule unterschiedliche Freundeskreise, so dass wir nie auf die gleichen Partys gingen und sie nie wirklich mitbekam, wie gern ich feiere.
„Hey, Lou-lou.“ Gareth, einer der Typen, mit denen ich normalerweise am Ende des Abends rumknutsche, grüßt mich von der Mauer aus, wo er sitzt und eine Bierflasche in der Hand hält. „Na, wie geht's dem Geburtstagskind heute Abend?“
Ich nehme ihm das Bier ab, kippe es in einem Zug runter und schenke ihm ein Lächeln, als ich ihm die leere Flasche zurückgebe. „Ganz okay... aber es könnte besser sein.“
Ich lecke mir langsam über die Lippen, beobachte, wie seine Augen meiner Zunge folgen, und gehe an ihm vorbei. Dabei versuche ich, meine Hüften etwas mehr schwingen zu lassen. Ich grinse breit, als ich seine Hände an meiner Taille spüre.
„Ich bin sicher, da kann ich Abhilfe schaffen.“ Seine Stimme klingt erregt an meinem Ohr.
„Na, dann zeig mal, was du drauf hast“, sage ich leise und drehe meinen Kopf ein wenig, um ihm ein hoffentlich verführerisches Lächeln zuzuwerfen.
Er ist ein gutaussehender Kerl, manchen vielleicht etwas zu adrett, aber ich mag den gepflegten Look, und er scheint mich sehr zu mögen.
Wir gehen direkt zur Treppe, finden bald ein leeres Schlafzimmer, und sobald er die Tür abschließt, sind Gareths Lippen auf meinen.
Der Typ kann küssen. Ich meine, ich spüre richtig, wie sehr er mich will, in der Art, wie er seine Lippen gegen meine presst, seine Zunge weiß genau, was zu tun ist, sobald sie in meinem Mund ist... aber ich spüre kein Kribbeln, wie ich denke, dass ich es eigentlich sollte.
Seine Finger gleiten unter meinen Pullover, berühren meinen BH, während er uns rückwärts zum Bett dirigiert. Die Rückseite meiner Beine stößt gegen den Bettrahmen, und ich setze mich hin, unterbreche den Kuss.
Gareth nutzt die Gelegenheit, um sich schnell auszuziehen, und ich ziehe meinen Pullover aus und öffne den Reißverschluss meines Rocks, schlüpfe aus ihm heraus.
„Du bist so verdammt sexy, Lou.“ Gareths Augen werden dunkler, als er mich ansieht und sich auf die Unterlippe beißt.
Er kniet sich hin, beginnt, die Innenseite meines Beins hochzuküssen, hakt seine Finger in den Bund meiner Unterwäsche und zieht sie mir die Beine runter, lässt sie auf den Boden fallen.
Ich lege mich zurück, als er anfängt, mich zu lecken.
Hier fängt meine Enttäuschung an.
Es ist nicht so, dass Gareth schlecht wäre - eigentlich ist er von allen Jungs, mit denen ich zusammen war, wahrscheinlich einer der Besten, wenn es darum geht, seinen Mund zu benutzen. Er ist aufmerksam, nicht zu zaghaft, geht aber auch nicht zu grob ran.
Trotzdem spüre ich einfach nichts.
Ich glaube, mit mir stimmt etwas nicht.
Keiner der Jungs konnte mich je zum Höhepunkt bringen. Ich kann mich kaum selbst befriedigen.
Nach einer Minute Arbeit hebt Gareth seinen Kopf zwischen meinen Beinen und wischt sich mit einem Lächeln übers Gesicht. „So gut, Baby?“
Ja, Jungs sind so leicht zufriedenzustellen. Ein paar vorgetäuschte Stöhner, und sie denken, sie hätten den Jackpot geknackt.
„Ja“, sage ich mit verführerischer Stimme, ziehe ihn an meinem Körper hoch und lasse ihn mich wieder küssen. Er zieht sich ein wenig zurück, und ich höre, wie er eine Kondomverpackung aufreißt, dann drückt er seinen Schwanz gegen mich.
Ich öffne meine Beine weiter und spüre einen leichten Schmerz vom trockenen Gummi an meinem trockenen Körper.
Ja, das ist mein anderes Problem. Nicht nur, dass ich nie wirklich zum Höhepunkt komme, ich scheine auch nicht einmal feucht zu werden... selbst wenn ein Typ, der so gut mit seinem Mund umgehen kann wie Gareth, mich leckt.
Zum Glück bemerken Jungs das entweder nicht oder es ist ihnen egal. Ich spreize meine Beine etwas weiter, lege mich zurück und schließe die Augen, als er in mich eindringt.
Ich beginne, an den Tänzer zu denken, den ich heute Abend beobachtet hatte. Ich frage mich, wie er ohne all das Make-up aussieht. Ich frage mich, ob er gut im Bett wäre... oder im Stehen. Seine Muskeln könnten mich auf jeden Fall problemlos hochheben...
„Oh mein Gott... Ich komme...Scheiße!“ Gareth reißt mich aus meiner schönen Tagträumerei, stößt in mich, als er zum Höhepunkt kommt.
Er legt seine leicht verschwitzte Stirn gegen meine, atmet schwer und gibt mir einen schnellen Kuss auf die Schläfe. „Danke, Lou-lou... Ich weiß, auf dich ist immer Verlass.“
Ich schenke ihm ein kleines Lächeln zurück, als er sich aus mir zurückzieht und ich meine Beine an meinen Körper ziehe. „Das bin ich! Miss Zuverlässig.“
Eher Miss Gefühlskalt.

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