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Gideon (Deutsch)

Autor:in
Nicole Riddley
Gelesen
🔥31.8M
Kapitel
30
Autor:in
Nicole Riddley
Gelesen
🔥31.8M
Kapitel
30
😱Thriller🙅Widerwilliger Gefährte🎭Drama💍Arrangierte Ehe👩🏽‍🎓Studierende☯️Gegensätze ziehen sich an🐺Werwölfe & Gestaltwandler👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte🐺Lykaner💘Schicksalsgefährten💪🏻Beschützer💰Milliardäre👙Stripper:innen🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪🏻Alpha-Männchen⚔️Action & Abenteuer👑Königshaus & Aristokraten😊Sauber🔒Erzwungene Nähe

Der 200-jährige Gideon, Berater der lykanischen Königsfamilie, ist schon länger auf der Suche nach seinem Erasthai, als die meisten Menschen leben. Er hat schon vor langer Zeit aufgegeben, aber heute Nacht riecht er etwas Himmlisches. Er folgt dem Geruch bis zu seinem Bett und stellt fest, dass dort bereits jemand ist...

Die 22-jährige Layla, ein Mensch in einer Familie von Werwölfen, hat ihr ganzes Leben lang versucht, unabhängig zu sein. Doch nachdem sie eine Schicht von einem kranken Kollegen übernommen hat, landet sie in einem Haus, das so gut riecht, dass sie in das Bett des Besitzers kriecht...Nackt...

Verschiedene Welten

GIDEON ARCHER

„Lord Archer!“ Ich drehe mich um, als ich meinen Namen höre.
Alistair Pembroke steht vor mir. Er hat ein rotes Gesicht und ist wahrscheinlich ein bisschen betrunken.
„Was für ein Zufall, Sie hier zu treffen“, sagt er. Er versucht dabei, charmant zu wirken. Oder vielleicht ist er auch einfach nur ein Arschloch.
Alistair ist ein Milliardär, der hoch hinaus will. Er möchte unbedingt mein Freund sein, um der königlichen Familie näher zu kommen. Er würde sich in die Hose scheißen, wenn er wüsste, dass der Kronprinz hier in Kalifornien ist.
Er nimmt meine Hand und klopft mir auf den Rücken, während wir uns die Hände schütteln. Er tut so, als wären wir alte Kumpel. Ich kann Typen wie ihn nicht ausstehen.
„Ms. Helen Aristophanes“, sagt er zu meiner Begleitung. „Die Freude ist ganz meinerseits.“
Das Abgefuckte daran ist, dass ich genau weiß, dass er Sex mit ihr hatte. Mehr als einmal. Und das, während sie mir gehörte.
„Mr. Pembroke.“ Helen schenkt ihm eines ihrer schwülen und verführerischen Lächeln und reicht ihm die Hand. Er mustert ihren Körper und führt ihre Hand an seine Lippen.
„Was führt den legendären Lord Archer heute Abend hierher?“, fragt er und hält ihre Hand viel zu lange fest. „Ich hätte nie erwartet, Sie unter Menschen zu sehen.“ Endlich lässt er sie los.
Ich stecke meine Hände in die Taschen und sehe mich auf der Party um. Lass ihn auf meine Antwort warten. Die Gala ist in vollem Gange; es gibt Champagner, Live-Musik, Männer in teuren Anzügen und Frauen in Designer-Kleidern. Der Ort wimmelt nur so von Menschen.
Ich habe heute Abend noch zwei andere Lykaner hier gezählt. Pembroke hat sie wahrscheinlich selbst mitgebracht, als Teil seines Sicherheitsteams. Vielleicht sind es auch Freunde von ihm.
„Ich bin aus demselben Grund hier wie wir alle“, sage ich. „Um die Wohltätigkeitsorganisation zu unterstützen.“
„Natürlich“, sagt er und klingt ein wenig enttäuscht.
„Da bist du ja!“ Eine Frau schmiegt sich an Pembroke. „Alistair, Schatz, stellst du uns nicht vor?“ Sie richtet ihren Blick direkt auf mich.
„Lord Archer, darf ich Ihnen meine wunderschöne Begleitung vorstellen, Ms. Juana Vega. Juana, das ist Lord Archer und seine atemberaubende Begleitung, Ms. Helen Aristophanes.“
„Seine atemberaubende Partnerin“, korrigiert Helen ihn. Sie legt ihre Finger um meinen Arm.
„Oh mein Gott, Sie sind wirklich Lord Archer“, haucht Juana. Ihre Augen leuchten auf. Sie sieht Alistair an. „Du hast mir nie erzählt, dass du Lord Archer kennst.“
„Es ist mir ein Vergnügen, Sie kennenzulernen, Ms. Vega.“ Ich schüttele ihre Hand.
Sie sieht völlig hin und weg aus. Sie schwärmt: „Die Freude ist ganz meinerseits!“
Helens Hand krampft sich um meinen Bizeps. Reflexartig schüttele ich sie ab. Sie keucht auf. Es stört sie offensichtlich, dass ich vor ihr zurückgewichen bin, und sie stürmt wütend davon.
„Wenn Sie mich entschuldigen“, sage ich zu Pembroke und Juana. Ich folge Helen in das Haus.
Ich habe sie vor fast fünf Jahren zu meiner Gefährtin gemacht, ohne Versprechen für die Zukunft. Damals war sie sehr unterhaltsam. Aber schon damals habe ich ihr ganz klar gesagt: Wenn ich jemals meine erasthai finde, ist unsere Beziehung vorbei. Ohne böses Blut.
Es ist nicht so, als wären wir uns in diesen fünf Jahren sehr nahe gewesen. Sie ist oft monatelang weg. Einmal war sie fast ein ganzes Jahr lang verschwunden! Sie sagt, sie verbringt gerne Zeit auf Mykonos, wo ihre Eltern leben. Ich bezweifle das. Aber ich frage sie nicht, wohin sie geht, und sie fragt mich auch nicht. Dieser Teil unserer Beziehung hat immer gut funktioniert.
Jetzt ist sie einfach nur noch anstrengend. Ich weiß nicht mehr genau, wann sie aufgehört hat, unterhaltsam zu sein. Aber das ist schon lange her. Vielleicht ist unsere gemeinsame Zeit bald vorbei. Ich bin mir nicht sicher, wie viele Wutanfälle wie diesen ich noch ertragen kann.
Das Fass lief vor kurzem über, als sie anfing, mit dem Kronprinzen zu flirten. Ich nehme meinen Job sehr ernst. Wenn sich jemand in meine Arbeit einmischt, toleriere ich das nicht. Der Kronprinz ist glücklich vergeben, und das wird sich meinetwegen nicht ändern.
Meine offizielle Berufsbezeichnung lautet „Abgesandter des Königs der Lykaner und Werwölfe“. Aber der König nennt mich scherzhaft seinen Botenjungen.
Ich nenne mich selbst seinen vertrauenswürdigsten Botenjungen.
Ich reise um die ganze Welt. Manchmal bin ich ein Unterhändler, manchmal erhalte ich einfach nur einen Befehl.
Aber selbst meine große Erfahrung in der Diplomatie wird mir heute Abend nicht helfen. Helen ist wie eine tickende Bombe, die ich nicht entschärfen kann.
Vielleicht kann ich sie mit einem teuren Geschenk besänftigen. Sie liebt teure Geschenke. Das funktioniert normalerweise. Helen ist ziemlich oberflächlich.
„Helen, bitte mach hier keine Szene“, dränge ich. Ich drängle mich an einigen Kellnern vorbei.
Sie dreht sich zu mir um, verdreht die Augen und stampft die Treppe hinauf.
Ich folge ihr bis zum Ende eines Flurs und in ein Schlafzimmer. Ich versuche, mich auf sie zu konzentrieren. Aber ein berauschender Duft füllt meine Nase und versetzt mich in einen Rausch. Er kommt aus der hinteren Ecke des Zimmers, in der Nähe des Bettes.
„A-also gut, Helen, w-was willst du? Ein Tennisarmband? Einen Einkaufsbummel auf dem Rodeo Drive?“ Ich kann die Worte kaum stammeln; der Raum dreht sich.
Sie starrt mich wütend an und dreht dann den Kopf weg, als wäre sie unzufrieden. Es ist alles nur Show.
„Gut“, seufzt sie. „Ich vergebe dir. Können wir jetzt nach Hause gehen?“
„Sicher“, sage ich. „Gib mir eine Sekunde, ich muss einen Anruf tätigen. Ich treffe dich im Auto.“
Sie schnaubt noch ein letztes Mal abfällig, bevor sie geht.
Als ich mir sicher bin, dass sie weg ist, gehe ich auf den Duft zu. Er führt mich direkt zu einer Tasche. Ganz oben darauf liegt ein Superman-Bralette.
Wie seltsam.
Plötzlich höre ich ein summendes Geräusch hinter mir. Es kommt aus dem Kleiderschrank.
Ich gehe langsam darauf zu.
Ich kann den Duft auch hier riechen.
Wessen Zimmer ist das? frage ich mich. Meine Hand greift nach der Tür des Kleiderschranks, um sie zu öffnen.

LAYLA

Es ist nicht leicht, Zugang zu den Reichen und Berühmten in Los Angeles zu bekommen. Aber heute Abend werde ich einen Blick in ihre Welt werfen. Gerüchten zufolge werden einige britische Lords an der Gala teilnehmen.
Wir tragen unsere üblichen Dienstmädchen-Uniformen. Sarah und ich warten am Personaleingang auf der Rückseite einer Villa in den Hollywood Hills.
„Wie waren noch mal eure Namen?“, fragt der Türsteher und schaut auf seine Liste.
Mein Herz rast. So etwas tue ich normalerweise nicht. Aber Sarah hat mich in ihre Pläne hineingezogen. Ich bin froh über die Ablenkung. Ich brauche eine Pause von der Werwolf-Welt, wo ich ständig genervt werde, weil ich noch keinen Gefährten gefunden habe. Heute Abend geht es nur um Spaß. Ich kann meine Welt vergessen und so tun, als würde ich in diese hier gehören.
Sarah hat es satt, eine Putzfrau zu sein, und möchte reich heiraten. Sie denkt, die heutige Gala ist die perfekte Gelegenheit, um ihren Traummann zu finden.
„Wir ersetzen Judie und Laura“, antwortet Sarah. „Sie sind in letzter Minute krank geworden.“
Ich habe keine Ahnung, woher sie das alles weiß. Sie hat sich diesen Plan ausgedacht, nachdem sie bei einem ihrer Putzjobs von diesem Event gehört hatte. Die Dinge, die man aufschnappt, wenn man für die Reichen und Berühmten arbeitet, können ziemlich nützlich sein.
„Was ist in diesen Taschen?“, fragt der Türsteher und blickt auf unsere Rucksäcke.
„Putzmittel“, lügt Sarah.
Sie hatte mir gesagt, ich solle ruhig bleiben. Sie würde das Reden übernehmen. Hauptsächlich, weil sie weiß, dass ich eine furchtbare Lügnerin bin und uns verraten würde. In den Taschen befinden sich eigentlich Wechselklamotten für die Gala. Damit können wir direkt untertauchen.
Der Türsteher führt uns durch die Türen. Er schickt uns in Richtung der Umkleideräume für das Personal. Er mustert uns beide misstrauisch, bevor er auf seinen Posten zurückkehrt.
„Denkst du, er hat uns durchschaut?“, frage ich.
„Wen juckt das“, winkt Sarah ab. „Wir sind jetzt drin und das ist alles, was zählt.“
„Sollen wir uns hier umziehen?“
Sarah blickt sich im Raum um. Er ist übersät mit den Sachen anderer Leute. Das Personal arbeitet bereits auf der Party.
„Nein.“ Sie schüttelt den Kopf. „Lass uns einen Ort suchen, der ein bisschen passender für unsere Alter Egos ist.“
Sie packt mich am Arm und zieht mich den Flur entlang. Ich folge ihr, bis wir eine Treppe erreichen.
„Was macht ihr zwei da?“, fragt eine strenge Stimme hinter uns.
Als wir uns umdrehen, sehen wir eine große Frau, die ganz in Schwarz gekleidet ist. Ihre dunklen Haare sind streng nach hinten zu einem Dutt gekämmt. Ihre langen Arme und Beine lassen sie wie eine Gottesanbeterin aussehen.
„Wir gehen nach oben“, antwortet Sarah ohne zu zögern. Ihr Selbstvertrauen ist unerschütterlich.
„Gut.“ Die Frau spitzt die Lippen. „Die Badezimmer im oberen Stockwerk brauchen dringend eine Auffrischung. Denken Sie daran: Nur die wichtigsten Gäste dürfen nach oben. Also geben Sie sich dort besondere Mühe.“
„Wir haben dafür spezielle Reinigungsmittel dabei“, höre ich mich selbst sagen. Ich zeige auf die Tasche an meiner Schulter. „Sie duften nach Jasmin.“
„Ausgezeichnet.“ Sie nickt, zufrieden mit meiner Antwort. „Dann mal los.“
Das fühlte sich gar nicht nach mir an. Ich genieße es tatsächlich, mich zu verstellen.
Bevor die Frau es sich anders überlegen kann, eilen Sarah und ich nach oben.
Das Haus ist atemberaubend. Im oberen Stockwerk ist es still und menschenleer. Unsere Schritte hallen auf dem Marmorboden wider.
„Wow.“ Sarah schaut aus dem Fenster, das den Blick auf die Rückseite des Hauses freigibt. Unten ist die Party in vollem Gange. Makellos gekleidete Menschen unterhalten sich, während sie auf die Skyline von Los Angeles blicken. Die Stadt funkelt in der Ferne wie eine Ansammlung von Sternen.
„Unsere Ehemänner sind da unten irgendwo“, verkündet sie und zwinkert mir zu.
Ich schaue nach unten, völlig überwältigt von der großen Auswahl.
Wir gehen weiter bis zum anderen Ende des Flurs. Wir müssen einen Raum finden, in den niemand hineingehen wird.
Schließlich entscheiden wir uns für eine große Tür am Ende des Gangs. Dahinter liegt ein großes Schlafzimmer. Das Bett ist perfekt gemacht, mit frischen weißen Laken. Ich möchte fast hineinkriechen und einschlafen.
Ich ziehe die Vorhänge zu, bevor ich meine Tasche auspacke. Ich habe mein Kleid für heute Abend noch gar nicht gesehen. Ich habe Sarah vertraut, dass sie eines für mich aussucht. Wir haben sie von ihrer Cousine geliehen, die bei einem Modemagazin arbeitet. Wir müssen sie gleich morgen früh unversehrt zurückgeben.
Ich ziehe den Kleidersack heraus und öffne den Reißverschluss. Der leuchtend rote Stoff fällt heraus. Es ist ein zartes, seidiges, bodenlanges Abendkleid.
Ich schlüpfe vorsichtig in das Kleid. Ich bin dankbar, dass es mir wie angegossen passt. Als ich mich umdrehe, um mein Spiegelbild zu betrachten, bemerke ich, dass das Kleid rückenfrei ist. Es enthüllt mein Superman-Bralette.
Sarah schnaubt vor Lachen, als sie es entdeckt.
„Was denn?“, sage ich. „Es ist ein Set.“
Ich zeige ihr die passende Unterwäsche.
„Zieh dieses Bralette besser sofort aus.“
„Gut.“ Ich werfe es auf meine Tasche. „Was machen wir mit unseren Sachen?“
„Lassen wir sie hier. Ich bezweifle, dass jemand den ganzen Weg hierher kommt.“
Sarah schüttelt mein Haar auf und legt etwas roten Lippenstift auf, passend zu meinem Kleid.
Ich höre ein Geräusch hinter der Tür.
„Was war das?“
„Wahrscheinlich nichts“, tut Sarah es ab.
Ein weiterer Schritt, nur dieses Mal ist er näher.
„Nein, im Ernst.“ Ich schiebe ihre Hand weg. „Hast du das gehört?“
Die Schritte kommen näher. Es scheinen jetzt zwei Paar zu sein. Direkt vor der Tür.
„Schnell“, flüstert Sarah. „Geh in den begehbaren Kleiderschrank.“
„Was ist mit unseren Sachen?“, murmle ich zurück.
„Vergiss die Sachen“, zischt sie.
Wir stürzen beide hinein. Wir können die Tür gerade noch hinter uns schließen, als zwei Personen hereinstürmen.
Ich kann Sarah hinter mir spüren, wie sie den Atem anhält.
Ich blinzle durch den Spalt und versuche zu erkennen, was passiert. Aber ich kann kaum etwas sehen.
Die zwei Personen, ein Mann und eine Frau, schreien sich eine Weile an.
Ich versuche mich darauf zu konzentrieren, was sie sagen. Aber ich bin von einem berauschenden Geruch abgelenkt.
„Was ist das für ein Geruch?“, flüstere ich Sarah zu.
„Welcher Geruch?“, murmelt Sarah zurück.
„Kannst du das nicht riechen?“ Ich drehe mich um und sehe Sarah an.
Sie schüttelt den Kopf. Mein verrückter Gesichtsausdruck verwirrt sie.
Großartig. Ich verstecke mich nicht nur in einem Schrank auf einer Party, zu der ich nicht eingeladen war. Ich verliere auch noch meinen Verstand.
Die Tür schlägt zu.
„Sind sie weg?“, fragt Sarah.
„Ich bin mir nicht sicher“, antworte ich. Der Duft fasziniert mich immer noch. „Ich glaube, da ist noch jemand.“
Plötzlich summt mein Handy.
Scheiße.
Es ist eine Nachricht von meinem Chef.
Bevor ich sie ansehen kann, spüre ich, wie sich eine große Gestalt dem Schrank nähert. Der Geruch ist so stark, dass mir schwindelig wird. Ich muss mich bei Sarah abstützen, um nicht umzufallen.
Wir halten beide den Atem an und bereiten uns darauf vor, dass die Tür aufschwingt.

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