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Schwarzes Feuer Band 2: Der Schwertschmied

Autor:in
Elena Ayre
Gelesen
16.7K
Kapitel
39
Autor:in
Elena Ayre
Gelesen
16.7K
Kapitel
39
🥵Erotik🧛🏻Vampire💪🏻Beschützer🐺Werwölfe & Gestaltwandler🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪🏻Alpha-Männchen💪Starke Frauen⚔️Action & Abenteuer👩🏻‍🍼Mütter🧙‍♀️Hexen & Zauberer🔒Erzwungene Nähe🐺Übernatürlich🐉Fantasy

Nachdem Murron einen der mächtigsten Krieger des Landes fast getötet hätte, ist sie nun seine Gefangene. Und nun muss er über ihre Strafe entscheiden. Was wird Leon wählen, um sicherzustellen, dass ihre Schuld beglichen wird? Wird er sie zu seiner Sexsklavin machen? Sie zur Zucht benutzen, um die Verluste nach dem letzten Krieg auszugleichen? Oder wird er sie einfach niemals gehen lassen?

Kapitel 1: Ein Pfeil, den sie nicht verfehlen durfte

MURRON

Drei große, starke Männer standen auf dem steinernen Balkon, der einen Blick über die Menge bot. Ihre breiten, nackten, braungebrannten Oberkörper bestanden aus harten, wie gemeißelt wirkenden Muskeln, die vor rasender Kraft nur so strotzten, und ihre markanten Bizepse schwollen vor Stärke an. Aber der Mann in der Mitte war der größte und männlichste von allen.
Größer und breiter, mit einer stolzen und dominanten Haltung, sah er aus, als würde er alles beherrschen, was unter der brennenden Hitze des Sommerhimmels lag.
Er stand da mit einem Schwert an der Hüfte und einer breiten Brust, um die ein Gurt voller Messer geschnallt war. Er trug eine Lederhose, die nichts von seiner Größe und der Kraft seiner Oberschenkel verbarg, und ich bemerkte, dass sein linker Arm mit den starken, klaren Linien eines schwarzen Tattoos bedeckt war.
Aber es war nicht irgendein Tattoo, sondern ein unverwechselbares Mal – ein Symbol dafür, wer er war und mit welcher Macht er geboren wurde. Er war nicht nur ein Krieger, sondern auch ein Schwertmacher, in dessen Adern die Stärke von Stahl floss.
Der große Mann hob seinen Arm hoch in die Luft. Sofort hielt die schwatzende Menge den Atem an, und Stille kehrte ein. Dann ertönte ein lautes Horn in der glühenden Luft, und die Menge jubelte.
Die Auktion hatte begonnen.
Einer nach dem anderen wurden die nackten Gefangenen in einer Reihe unter der brennenden Mittagssonne von ihren Sklavenmeistern in die Arena geführt.
Durch Ketten an den Knöcheln aneinandergebunden, die Hände auf dem Rücken gefesselt und den Blick auf den heißen Sand gerichtet, der an ihren wunden, aufgeschürften Fußsohlen brannte, wurden sie der Menge vorgeführt und an den Meistbietenden versteigert.
Ein tiefer Schmerz zog sich in meinem Magen zusammen, als ich sie von der runden Steinmauer des alten Amphitheaters aus beobachtete.
Ich wusste, wie es war, einer von ihnen zu sein – nackt ausgezogen und als Sklave verkauft zu werden, gedemütigt und verängstigt auf mein Schicksal zu warten. Aber wenn es nach mir ging, würde das Schicksal dieser Gefangenen die Freiheit sein.
Ich holte tief Luft, stand auf und stellte mich breitbeinig hin. Ich war eine Silhouette in der Ferne, eine einsame Gestalt, die oben auf der Mauer stand, welche die Arena umgab, bereit vor dem brennenden Ball einer goldenen Sonne.
Ich nahm einen Pfeil aus dem Köcher auf meinem Rücken, legte ihn auf meinen Bogen, spannte die Sehne und zielte. Der größte Mann, der dominante, der so wild wie schön war, schaute nach oben. Er sah mich, runzelte die Stirn, kniff die Augen zusammen, und seine Brust hob sich bei einem tiefen Atemzug.
Aber es war zu spät. Ich hatte meinen Pfeil bereits abgeschossen, und er flog so schnell, dass er sein Ziel in Sekunden traf. Ich holte einen weiteren Pfeil heraus, dann noch einen, und schoss erneut.
Bei jedem Schuss durfte ich nicht verfehlen – jeder Pfeil musste genau dort landen, wo ich ihn haben wollte, und jeder Pfeil musste seine Rolle in einem schnellen, koordinierten Angriff spielen, um die Gefangenen zu befreien.
Und das taten sie. Zuerst trafen meine Pfeile die drei starken Männer auf dem Balkon, dann die Sklavenmeister, und schließlich, bevor die nach Luft schnappende Menge mich überhaupt bemerkt hatte, zielte ich auf das große Metallschloss, das die Ketten der Gefangenen zusammenhielt.
Dies war das Ziel, das ich auf keinen Fall verfehlen durfte. Mit nur einer winzigen Lücke zwischen dem Mann und der Frau auf beiden Seiten des Schlosses gab es keinen Raum für Fehler. Eine Schweißperle rann mir über die Stirn, und mein linker Arm brannte vor einem so intensiven Schmerz, dass ich nicht wusste, ob ich den Bogen lange genug ruhig halten konnte, um genau zu zielen.
Aber ich musste es schaffen. Egal, was es mich kostete, ich musste es tun. Ich spürte, wie mein Körper zu schwanken begann und mir schwindelig wurde, aber voller Entschlossenheit korrigierte ich meinen Stand, zog meinen Ellbogen zurück und schoss einen Pfeil aus meinem Bogen mit einer Zielsicherheit ab, die in meinen Knochen summte.
Meine Energie war verbraucht, und ich war kurz davor, zusammenzubrechen. Aber ich ließ meinen Pfeil nicht aus den Augen, und als ich auf die Knie fiel, sah ich zu, wie er das Schloss mit einem lauten, spröden Knall zerschmetterte.
Die Gefangenen waren frei.
Meine Augen flatterten, und meine Gedanken verschwammen zu einem trüben Nebel. Dann wurde meine Welt schwarz, und ich stürzte hilflos zu Boden.
***
Die Dämmerung zog die Schatten zweier riesiger Silhouetten in die Länge, die sich über mir aufragten. Zwei Männer, breit und stark, zogen meinen schlaffen Körper aus einer dichten Schicht Farnkraut, wo er halb begraben gelegen hatte.
Ich hielt meine Augen geschlossen und tat so, als wäre ich noch ohnmächtig.
Als sie in rauem Flüstern miteinander sprachen, erfuhr ich, dass der Größere Leon hieß und der Kleinere Magilligan.
„Leon, ich glaube, das ist ein Junge“, sagte Magilligan. Er hockte neben mir, und sein Atem war heiß auf meiner Haut.
„Bring ihn zu mir!“, befahl Leon. Seine Stimme war tiefer, gebieterischer und brodelte vor Wut. Seine Silhouette war groß und imposant und verdeckte völlig den Mond und die Sterne. „Er muss derjenige sein, der versucht hat, mich zu töten!“
„Sehr wohl, Herr“, sagte Magilligan und bückte sich, um mich hochzuheben.
„Warte!“, sagte Leon. „Irgendetwas ist mit diesem Jungen. Etwas an seinem Geruch ist nicht...“ Er kam näher, beugte sein Gesicht an meinen Hals und schnupperte an mir, um herauszufinden, was auch immer ihn störte.
Ich versuchte, meinen Atem anzuhalten. Konnte er es riechen? Konnte er selbst in der Dunkelheit spüren, dass ich unter meiner Verkleidung kein Junge war?
„Leon!“, entgegnete Magilligan. „Es ist spät! Wir waren vier Monate lang im Krieg, und es ist Zeit, endlich nach Hause zu kommen! Auf mich wartet eine Frau, und ich muss sie in meinen Armen und um meinen Schwanz spüren! Lass uns den Jungen jetzt einfach mitnehmen und uns morgen um ihn kümmern, wenn wir das Tageslicht auf unserer Seite und Befriedigung in den Knochen haben!“
Der Mann namens Leon knurrte widerwillig zustimmend. „Na gut! Ich sperre ihn in die Scheune, sobald wir zurück sind. Und morgen früh werde ich mich um ihn kümmern!“
Magilligan hob mich über seine Schultern, als wöge ich nicht mehr als eine Wildkatze, warf mich auf den Rücken seines Pferdes, schnallte mich unbequem fest und ritt mit mir durch die Nacht.
Aber trotz meiner Unannehmlichkeiten, meiner Schmerzen und meines halbbewussten Zustands wusste ich, dass die beiden Männer, die mich gefunden hatten, Krieger waren. Und ich wusste, dass einer von ihnen, der Größere namens Leon, der Mann aus der Arena war, der das Mal eines Schwertmachers trug.
Jeder, der in diesen Landen aufwuchs, kannte die Geschichten, die sich um die Krieger rankten – Geschichten über Stärke, Mut, Verlangen und die mythische Kraft ihrer Schwerter und Schilde. Aber die Geschichte, die sie streng hinter den Mauern ihrer Burgen und Festungen hüteten, war die Geschichte vom Schwarzen Feuer.
Eine seltene und magische Flamme, die die Krieger offenbar für sich beansprucht hatten, war das Schwarze Feuer – ein lebendiges, atmendes Wesen, das die Lösung für jedes scheinbar unlösbare Problem bieten konnte.
Aber das Feuer verlangte immer einen Preis für sein Geschenk, und zwar nie einen, den sich der Bittsteller aussuchen konnte.
Ich wusste, dass diese Geschichten wahr waren. Ich hatte sie schon tausendmal gehört, aber ganz gleich, was Leon mit mir vorhatte, ob er Magie einsetzte oder nicht, ich weigerte mich, seine Gefangene, seine Sklavin oder seine Dienerin zu sein – und er würde nicht mein Herr sein. Sobald ich konnte, wollte ich entkommen.

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