Galatea Logo
ListenSupport
Werwölfe & Gestaltwandler
Mafia
Milliardär-Liebesromane
Mobbing-Romanze
Langsame Romanze
Feinde zu Liebenden
Paranormale Romantik
Schicksalsgefährten
Sportgeschichten
Geschichten, die in einem College spielen
Zweite Chance - Geschichten
Alle Kategorien anzeigen
Bewertung 4.6 im App Store
NutzungsbedingungenDatenschutzWiderrufsrechtImpressumVerträge hier kündigen
Galatea on FacebookGalatea on InstagramGalatea on TikTok
Cover image for Süße Verlockung

Süße Verlockung

Autor:in
Merra Gischan
Gelesen
9.1M
Kapitel
112
Autor:in
Merra Gischan
Gelesen
9.1M
Kapitel
112
😱Thriller🕯️Slow Burn🎭Drama⚔️Feinde zu Liebenden☯️Gegensätze ziehen sich an🏙️Zeitgenössisch💪🏻Beschützer💰Milliardäre💪🏻Alpha-Männchen💪Starke Frauen🔒Erzwungene Nähe🖤Dunkel🤑Milliardäre

Chloe Sweets wollte schon immer ihre eigene Bäckerei haben und nach jahrelangem Kampf hat sie es endlich geschafft: „The Sweets Cakeshop"! Sie dachte, es könne nichts schiefgehen ... bis ein Autounfall alles verändert. Jetzt steckt sie mitten in einem Krieg mit der Familie Kingston und ihrem Erstgeborenen Liam, der seine Familie und sein Unternehmen mit einer Leidenschaft beschützt, die die meisten fürchterlich finden. Aber Chloe sieht etwas anderes in ihm... etwas Verletzliches.

Mehl, Feuer und zerplatzte Träume

CHLOE

Die Bäckerei explodierte um 23:47 Uhr, und meine Schwester war drinnen.
Das wusste ich da noch nicht. Nicht, als das Telefon klingelte.
Ich saß in einer Jogginghose und einem alten T-Shirt auf meiner Couch, unter meinen Fingernägeln klebte noch Mehl und mein Kamillentee wurde neben mir kalt. Mein Körper schmerzte, wie er es nach einer Doppelschicht immer tat – frühe Vorbereitungen, ununterbrochene Bestellungen, Putzen, bis meine Schultern furchtbar wehtaten. Aber ich liebte es. Jede erschöpfte, mehlbedeckte Sekunde davon.
Dieses kleine Leben, das ich mir aufgebaut hatte. Mein Leben.
Dann leuchtete mein Handy mit einer unbekannten Nummer auf.
„Hallo?“
„Miss Chloe Sweets?“ Eine Frauenstimme. Sachlich. Vorsichtig.
Mir wurde flau im Magen. „Ja, am Apparat.“
„Ich rufe aus dem Stanton Hospital an. Ihre Schwester, Melanie Sweets, hatte einen Unfall. Sie müssen sofort kommen.“
Die Welt drehte sich.
Unfall. Krankenhaus. Sofort.
Ich konnte mich kaum daran erinnern, wie ich mich umzog. Wie ich meine Schlüssel schnappte. Wie ich auf die Straße rannte und nach Luft schnappte, während ich ein Taxi heranwinkte. Meine Hände zitterten so stark, dass ich kaum mein Handy entsperren konnte, um jemandem zu schreiben – irgendjemandem.
Mein Herz schlug gegen meine Rippen, lauter als die Sirenen, die an mir vorbeifuhren.
Melanie. Bitte, sei okay. Bitte.
***
In der Notaufnahme herrschte das absolute Chaos.
Piepsende Maschinen. Hastige Stimmen, die Codes riefen, die ich nicht verstand. Das Quietschen von Gummischuhen auf Linoleum. Ein weinendes Kind irgendwo auf dem Flur. Die Leuchtstoffröhren brannten zu grell, steril und unbarmherzig und ließen die Haut von allen so blass wie bei Toten aussehen.
Ich stolperte zum Empfang, außer Atem und mit zitternder Stimme. „Ich bin wegen Melanie Sweets hier. Ich bin ihre Schwester. Chloe.“
Die Krankenschwester sah auf und ihr Blick wurde sanfter. „Zimmer 520. Ich bringe Sie hin.“
„Geht es ihr gut?“ Die Worte kamen zu schnell aus meinem Mund. „Bitte – sagen Sie mir einfach, dass es ihr gut geht.“
„Sie ist stabil“, sagte die Krankenschwester sanft, während wir gingen. „Nur ein paar Schrammen und blaue Flecken. Sie wird wieder gesund.“
Die Erleichterung traf mich so heftig, dass meine Knie fast nachgaben. Ich drückte eine Hand gegen die Wand, um mich festzuhalten, und blinzelte meine Tränen weg.
Es geht ihr gut. Sie lebt.
Bis wir um die Ecke bogen und ich zwei Polizisten in Uniform vor ihrem Zimmer warten sah.
Mein Magen zog sich zusammen.
***
Sie stellten sich vor – Officer Tate, groß und mit ernster Miene, und Officer Brandon, jünger, aber genauso ernst. Der Flur fühlte sich plötzlich zu klein an, die Luft zu dünn.
„Miss Sweets“, sagte Tate vorsichtig, „ihre Schwester und ihr Freund, Scott Kingston, hatten heute Abend einen Autounfall.“
Ich nickte mit zugeschnürtem Hals. „Okay. Wo? Geht es Scott gut?“
Die Polizisten sahen sich an. Etwas in ihrem Blick ließ meinen Puls schneller schlagen.
„An Ihrer Bäckerei“, sagte Brandon leise.
Die Worte ergaben keinen Sinn. Ich blinzelte ihn an.
„Ich ... ich verstehe nicht.“ Meine Stimme war kaum lauter als ein Flüstern. „Bei Sweets Cakeshop?“
„Ja, Ma'am“, bestätigte Tate. „Beide waren betrunken. Mr. Kingston ist den Lieferwagen gefahren. Er hat die Kontrolle verloren und ist in die Ladenfront gefahren.“
Mir blieb die Luft weg.
Nein. Nein, nein, nein.
Vor achtzehn Monaten hatte ich den Mietvertrag mit Händen unterschrieben, die nicht aufhören wollten zu zittern. Ich hatte viele Nächte mit Kaffee verbracht, um mir die Buchhaltung durch YouTube-Videos selbst beizubringen. Ich hatte einen Bankkredit aufgenommen, der meine Hände immer noch schwitzen ließ, wenn ich an die monatlichen Raten dachte.
Mein Traum. Aus dem Nichts aufgebaut. Aus Mehl, Hoffnung und schlaflosen Nächten.
„Beim Aufprall“, fuhr Brandon fort, und ich konnte mein Herz in den Ohren schlagen hören, „brach ein Feuer in der Nähe der Hauptgasleitung aus.“
Oh Gott.
„Es wurde schnell schlimmer. Es gab eine große Explosion.“
Das Wort fühlte sich wie ein harter Schlag an.
Explosion.
Meine Sicht verschwamm. Ich hielt mich an der Wand fest, meine Knie drohten nachzugeben.
„Beide wurden aus dem Fahrzeug gezogen, bevor es explodierte“, fügte Tate schnell hinzu. „Niemand ist gestorben. Die Verletzungen Ihrer Schwester sind leicht, wenn man alles bedenkt. Mr. Kingston liegt auf der Intensivstation, aber er ist stabil.“
Ich konnte nicht atmen. Ich konnte nicht denken. Ich konnte die Worte aus ihren Mündern nicht verarbeiten.
Die Bäckerei. Meine Bäckerei.
Weg.
„Jemand vom Gericht wird sich melden, wenn sie sich erholt haben“, sagte Tate. „Aber für den Moment müssen Sie sich keine Sorgen um die rechtlichen Schritte machen. Wir wollten nur sichergehen, dass Sie verstehen, was passiert ist.“
Ich nickte wie betäubt, mein Hals war zu zugeschnürt, um zu sprechen.
Die Polizisten traten zur Seite. Die Krankenschwester berührte sanft meinen Ellbogen. „Nehmen Sie sich Zeit. Sie ist wach, wenn Sie sie sehen möchten.“
***
Als ich die Tür zu Zimmer 520 aufdrückte, sah Melanie so klein aus.
Sie saß aufrecht im Krankenhausbett, mit Schrammen und blauen Flecken und einem Verband auf der Stirn. Ihre Augen waren rot und geschwollen vom Weinen. Als sie mich sah, verzog sie ihr Gesicht.
„Chloe ...“ Ihre Stimme brach. „Es tut mir so leid.“
Ich stand wie angewurzelt in der Tür. Tausend Dinge stiegen mir in die Kehle.
Wut. Angst. Trauer. Der Drang zu schreien, zu weinen, sie zu schütteln und wissen zu wollen, warum.
Aber stattdessen sagte ich: „Wichtig ist nur, dass du am Leben bist.“
Melanie fing wieder an zu weinen. „Der Laden ... Ich habe ihn ruiniert. Wir haben so hart gearbeitet ...“
„Nicht.“ Ich hob eine Hand. Meine Stimme klang fester, als ich mich fühlte. „Nicht jetzt. Sprich nicht über den Laden.“
Sie wischte sich mit zitternden Händen über das Gesicht und schnappte nach Luft. „Das wollte ich nicht ... Wir waren nur ...“
„Mel.“ Ich ging zum Bett und setzte mich auf die Kante, meine Beine wackelig. „Bist du verletzt? Richtig verletzt?“
„Nein. Nur Schrammen. Sie sagten, ich hätte Glück gehabt.“ Ihre Stimme war leise und kindlich.
Ich nickte langsam und presste die Zähne aufeinander.
Glück. Sie hatte Glück gehabt.
Während mein ganzes Leben in Flammen aufging.
Ich sah sie an – sah sie mir wirklich an – und erkannte unsere Mutter. Die gleiche Unvorsichtigkeit. Die gleiche unüberlegte Art. Die gleichen großen Augen, die glaubten, dass die Welt sie auffangen würde, wenn sie fiel.
Und am Ende musste immer ich sie auffangen.
„Wusste Scott, wohin er fuhr?“, fragte ich leise.
Sie schüttelte den Kopf, während Tränen ihr über das Gesicht liefen. „Wir haben nur ... wir hatten getrunken. Er sagte, er wollte den Laden sehen, und ich dachte ... ich weiß nicht, was ich gedacht habe. Es tut mir so leid, Chloe. Es tut mir so, so leid.“
Die Entschuldigung stand im Raum zwischen uns.
Ich wollte ihr verzeihen. Ich wollte sie anschreien. Ich wollte die Zeit zurückdrehen und diesen Anruf nie annehmen.
Stattdessen saß ich einfach nur betäubt da.
„Was denkst du, wie viele zweite Chancen wir bekommen, Mel?“ Die Worte kamen härter heraus, als ich wollte. Kälter.
Sie sah mir in die Augen. Schuld und Angst zeigten sich auf ihrem Gesicht.
„Erinnerst du dich überhaupt noch daran, wie es war, in der Nacht, als sie starben?“
Sie zuckte zusammen.
„Unsere Eltern sind nicht im Schlaf gestorben“, sagte ich mit leiser und fester Stimme. „Es war nicht friedlich. Es war ein Idiot, der über eine rote Ampel gefahren ist und nicht nachgedacht hat. Eine Sekunde. Mehr hat es nicht gebraucht. Ein Moment, in dem es ihm egal war.“
Ich schluckte schwer und drückte die Wut in meinem Hals wieder hinunter.
„Und du machst genau das Gleiche. Du gehst durch das Leben und tust so, als würde dich immer jemand retten.“
„Ich weiß“, flüsterte sie. „Ich weiß, und es tut mir leid, ich ...“
„Du hättest heute Nacht sterben können.“ Meine Stimme brach. „Ihr beide hättet sterben können.“
„Ich weiß.“
Es war sehr still zwischen uns. Die Stille fühlte sich schwer an und schnürte mir die Luft ab.
Ich sah auf meine Hände hinab – noch vom Morgen mit Mehl bedeckt. Eine Ewigkeit her.
Als ich Brioche-Teig geknetet hatte, das Morgenlicht durch die Fenster der Bäckerei fiel und alles golden und warm und genau so war, wie es sein sollte.
Jetzt war es nur noch Asche.
„Ich werde mich ändern“, sagte Melanie mit verzweifelter Stimme. „Ich schwöre, Chloe. Ich bringe das wieder in Ordnung. Ich werde es besser machen.“
Ich wollte ihr glauben.
Gott, ich wollte es wirklich.
Stattdessen drückte ich einfach sanft ihre Hand. „Ruh dich aus. Wir ... wir werden eine Lösung finden.“
Ich stand auf, bevor ich etwas sagen konnte, das ich nicht zurücknehmen konnte. Bevor die Tränen flossen, die ich zurückgehalten hatte.
„Ich werde nach dem Rechten sehen“, sagte ich leise. „Ich schaue, was noch übrig ist.“
Melanie nickte. Ihr Gesicht war blass und voller Tränen.
Ich ging zur Tür, mit enger Brust und zitternden Händen.
Ich sah nicht zurück.
***
Draußen war der Flur zu hell. Zu laut. Zu viel.
Ich lehnte mich gegen die Wand, drückte meine Handflächen gegen die Augen und versuchte, durch den sich aufbauenden Druck in meiner Brust zu atmen.
Die Bäckerei war weg.
Alles, wofür ich gearbeitet hatte. Alles, was ich aufgebaut hatte.
Weg.
Und Melanie – die unvorsichtige, unüberlegte Melanie – hatte eine Million Entschuldigungen, aber keinen Weg, es in Ordnung zu bringen.
Natürlich.
Wieder einmal musste ich – die Jüngere – die Scherben aufsammeln.
Ich hörte Schritte und sah auf. Die Krankenschwester von vorhin kam auf mich zu, ihr Blick freundlich, aber ernst.
„Miss Sweets? Es gibt da noch eine Sache.“
Mir wurde wieder flau im Magen. Was denn noch?
„Bei der Aufnahme erwähnte Ihre Schwester, dass ihre Periode zu spät war. Mit ihrer Erlaubnis haben wir einen Schwangerschaftstest gemacht.“
Die Welt schien sich langsamer zu drehen.
„Ms. Melanie Sweets ist in der siebten Woche schwanger“, sagte die Krankenschwester – und der Flur kippte zur Seite.

Galatea entdecken

A Baby for Dana (Deutsch)Hin und Weg von Dir Buch 2Die Feen-Saga Prequel: Vor dem SchicksalWenn sich der Spieß umdreht: Sequel - His FateDie Chicago Bratwa Saga Buch 9

Neuste Veröffentlichungen

Falling for the Mafia Brothers Buch 3Falling for the Mafia Brothers Buch 2Das Ridge Mountain Rudel Band 5: Die ProphezeiungPierce Charming Academy 2: Den Halbgott-König küssen & andere FehlentscheidungenFantasy – Die Anthologie 2

Leselisten

Alle anzeigen

Tauch ein in die Romantik Buchsammlungen, von unserer Lesergemeinschaft zusammengestellt.

Zuende gelesen ♡

von lovely Sophia

17 Bücher

Lovestory

von T_n_a

73 Bücher

Gelesene Bücher

von Danisahne

88 Bücher

CEO's, Chefs, Milliadäre und andere

von Schimmelreiter

82 Bücher

Romantik

von Kopfkino

113 Bücher

💕🥵🔥 Alles drin 💋31 - 70🔥🥵💕

von Deluluzwerg 79

115 Bücher

Roman, Geschichte...

von Schimmelreiter

153 Bücher

Ganz nett😏

von Kiki

191 Bücher

3

von Harzerhexe

191 Bücher

Werwölfe und Gestaltwandler

von lyga

359 Bücher

Gelesene Bücher

von Manuela Frisullo

475 Bücher

F.R. Black

von Treinold

10 Bücher

Jen Cooper

von FunnyTinkabell

23 Bücher

Owend by the Alphas Deutsch

von jazzy_apple_266

11 Bücher

2 Brittany Carter, 6 Annie Whipple

von FunnyTinkabell

8 Bücher