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Die Chroniken von Regventus 5: Beschützer

Autor:in
C A Tarkington
Gelesen
18.7K
Kapitel
56
Autor:in
C A Tarkington
Gelesen
18.7K
Kapitel
56
⚔️Action & Abenteuer💪Starke Frauen💔Verbotene Romantik🔺Love Triangle💪🏻Beschützer🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy👑Königshaus & Aristokraten🧙‍♀️Hexen & Zauberer🔮Hellseher🐉Fantasy

Griffa steht im Mittelpunkt eines Königreichs, das noch immer unter seinem Verlust leidet. Während sich die Anführer in Keene Manor versammeln, um zu heilen, was zerbrochen ist, trägt sie mehr als nur eine Krone. Sie trägt Zweifel, Sehnsucht und Träume in sich, die ihr keine Ruhe lassen. Zwei Männer besitzen einen Teil ihres Herzens. Der eine ist beständig, gütig und die Wahl, die jeder zu verstehen scheint. Der andere ist auf eine Weise mit ihrer Vergangenheit verwoben, die sie nicht entwirren kann. Während das Flüstern des Krieges lauter wird und sich Feinde in den Schatten bewegen, spürt Griffa das Gewicht jeder einzelnen Entscheidung. Die Pflicht verlangt von ihr, stark zu sein. Die Liebe fordert sie auf, mutig zu sein. Während das ganze Königreich sie beobachtet und die Gefahr wächst, muss sie entscheiden, welche Art von Königin sie wirklich sein möchte.

Kapitel 1: Prolog

MAXEN

Maxen Keene trat aus dem Wald und ging in das große Dorf Aurumist. Die letzten Tage waren sehr lang gewesen.
Er war in das kleine Dorf Amican gereist, um den Dorfanführer Etan zu besuchen. Nathin, der Anführer von Aurumist, hatte ihn in das Dorf geschickt, um zu sehen, ob alles in Ordnung war, nachdem eine Medizin gegen die Krankheit geschickt wurde. Maxen sah, dass alle wieder gesund waren. Er war bereit zu gehen, als Etan auf ihn zukam.
„Maxen Keene, du bist sehr gut befreundet mit Nathin aus der Linie von Adalwen, richtig?“, fragte Etan.
„Ja, das bin ich. Unsere Familien sind schon lange verbündet und befreundet. Ich diene Nathin als sein Berater.“
„Ich möchte mit dir sprechen, wenn du Zeit hast. Es ist wichtig“, antwortete Etan.
„Ich werde dir zuhören“, sagte Maxen. Er war jedoch sehr müde und wollte den Mann eigentlich nur wegschicken.
„Danke. Bitte komm in mein Haus.“
Etan brachte Maxen zu einem einfachen Holzhaus mitten im Dorf.
Maxen verbeugte sich und begrüßte Etans Frau. Sie war eine hübsche, schlanke Frau mit langen schwarzen Haaren und dunkler Haut, die etwas heller war als die von Etan. Etan führte Maxen durch die kleine Küche und das Wohnzimmer in ein Schlafzimmer. Er schloss die Tür und bot Maxen einen Stuhl an der Wand an. Maxen setzte sich und sah Etan abwartend an.
„Ich bin Nathin sehr dankbar dafür, dass er unser Dorf geheilt hat. Ich weiß, ohne seine Hilfe wären meine Frau und mein Sohn schnell gestorben. Ich verdanke ihm sehr viel“, sagte Etan.
„Er glaubt nicht, dass du ihm etwas schuldest. Nathin tut nur das, was am besten für das Land und die Menschen ist. Es gab zu viel Leid wegen der Krankheit und den Anhängern der falschen Götter. Er will alles wieder in Ordnung bringen und kämpft hart dafür“, antwortete Maxen.
„Und du kämpfst an seiner Seite, nicht wahr?“, fragte Etan.
„Ja“, sagte Maxen. „Er ist wie ein Bruder für mich und ein großartiger Mann. Ich werde ihm überallhin folgen. Ich glaube, er kann dem Land Frieden und Heilung bringen.“
„Das glaube ich auch“, sagte Etan. „Ich möchte ihm dienen.“
„Du kannst ihm dienen, indem du dein Dorf weiter gut anführst“, sagte Maxen und bewegte sich etwas auf seinem kleinen Stuhl. „Er erwartet nichts anderes von dir.“
„Vielleicht erwartet er das nicht, aber ich möchte mehr geben. Ich weiß, das klingt seltsam von jemandem ohne magische Gabe. Aber ich glaube, ich hatte eine magische Vision. Ich sah, wie ich für Nathin arbeitete und ihn vor bösen Menschen beschützte. Ich sah auch, wie sich meine ganze Linie mit Nathins Linie verband.“
Maxen sah Etan an und verzog leicht den Mund. „Es könnte nur ein Traum gewesen sein. Du bist Nathin dankbar, weil er dein Dorf und deine Familie gerettet hat. So ein Traum nach einer schweren Zeit ist ganz normal.“
„Ich weiß, wie sich ein Traum anfühlt. Das hier war anders. Wenn es nur ein Traum wäre, könnte ich ihn schnell vergessen. Ich bekomme das nicht aus dem Kopf. Ich glaube, das ist meine wahre Aufgabe.“
Maxen schwieg einen Moment. Er sah in Etans ernstes Gesicht und nutzte Magie, um nach Lügen zu suchen. „Wie genau soll deine Vision denn ablaufen?“
„Ich bin mir nicht sicher. In meiner Vision habe ich Nathin vor bösen Mächten beschützt. Diese Mächte wollten ihm und dem Land wehtun. Ich sah, wie meine Linie immer die Linie von Adalwen beschützte. Ich sah meine Linie in der Zukunft immer an der Seite von Nathins Familie stehen.“
Maxen brauchte einen Moment, um zu antworten. Konnte er diesen Mann einfach wegschicken? Er hatte das Gefühl, dass er das nicht tun durfte.
„Ich werde zu unseren Seherinnen gehen und mit ihnen sprechen. Wenn dies wirklich eine Vision ist, werden sie wissen, was zu tun ist. Sobald ich höre, was sie sagen, werde ich mit Nathin darüber reden. Das wird ein paar Tage dauern. Aber wenn ich mehr weiß, melde ich mich bei dir. Bist du damit einverstanden?“ Maxen stand auf.
„Ja“, sagte Etan. „Kannst du mir dein Wort geben, dass du das nicht ignorierst? Ich kann das nicht einfach vergessen. Ich spüre, dass es wichtig für die Zukunft von Nathin und dem Land ist.“
„Also gut, du hast mein Wort“, sagte Maxen und streckte seine Hand aus. „Ich werde das nicht ignorieren. Ich werde tun, was ich dir gesagt habe. Ich schwöre es auf den Namen meiner Familie.“
Etan nickte und nahm Maxens Hand. Maxen verließ das Dorf schnell und ging zu den Seherinnen. Sie lebten im Wald der Großen Umgebung. Er fand ihr Baumhaus nicht weit von seinem eigenen Zuhause.
Es war ein großer Baum mit einem verdrehten Stamm. Er hatte viele Äste, aber keine Blätter. Maxen klopfte laut an. Die Tür öffnete sich, und er trat in ein rundes Zimmer. Am Ende des Raumes war ein Kamin. Dort saßen drei Frauen in Stühlen mit hohen Lehnen. Eine Frau war sehr alt und hatte glatte, weiße Haare, die ihr bis zur Taille reichten. Eine andere Frau war im selben Alter wie Maxen. Sie trug ihre schwarzen Haare streng zusammengebunden.
Die dritte Person war ein junges Mädchen von nicht mehr als zehn Jahren. Ihre hellbraunen Haare fielen in weichen Locken auf ihre Schultern herab.
„Maxen Keene“, sagte die alte Frau, ohne ihn anzusehen. „Was führt dich heute zu uns?“
Maxen ging weiter in den Raum hinein und blieb bei den drei Seherinnen stehen. „Ich habe von der Vision eines Mannes ohne magische Gabe gehört. Ich bin hier, um euch davon zu erzählen. Ich möchte wissen, ob sie wahr ist.“
Die Frau mit den schwarzen Haaren starrte Maxen an. Das junge Mädchen sagte leise: „Erzähl uns davon, Maxen Keene, und wir werden dir die Wahrheit sagen.“
Maxen nickte. „Ich habe mich mit Etan aus der Linie von Raya getroffen. Er ist der Anführer des Dorfes Amican. Sein Dorf und seine Familie wurden vor der Krankheit gerettet. Nathin aus dem Blut von Adalwen hat die Medizin für sie gefunden. Etan sagt, er hatte eine Vision. In der Vision diente er Nathin und beschützte ihn vor bösen Menschen. Etan sagte, er sah seine Linie in der Zukunft. Sie beschützte immer die Linie von Adalwen.“
Die alte Frau nickte. Sie sah die beiden anderen Frauen an, während sie alle aufstanden. Sie fassten sich an den Händen und bildeten einen Kreis vor dem Kamin. Maxen trat von einem Fuß auf den anderen und wartete schweigend.
Die Zeit verging langsam.
Er stand so still er konnte und wartete darauf, dass die drei Frauen etwas sagten. Nach einer Weile wurde er unruhig. Er wollte sich setzen, aber er blieb an seinem Platz. Schließlich ließen die drei Frauen ihre Hände los und setzten sich wieder hin.
„Wir haben die Vision von Etan aus der Linie von Raya gesehen“, sagte das kleine Mädchen. „Sie ist wahr, und sie ist klar.“
„Er muss mit der Linie von Adalwen verbunden werden, damit Nathin die Länder vereinen kann“, sagte die alte Frau leise. „Er wird der Beschützer der Linie von Adalwen und des neuen Königreiches sein. Die Linie von Raya wird der Linie von Adalwen dienen.“
„Wir haben gesehen, wie Nathin über ein neues Königreich herrscht und die Länder zusammenbringt. Das geht aber nur mit Etan an seiner Seite“, sagte das kleine Mädchen. „Ohne Etan werden die Anhänger der falschen Götter gewinnen.“
„Du wirst das tun müssen, Maxen Keene“, flüsterte die Frau mit den schwarzen Haaren. „Du musst das schnell tun. Das neue Königreich braucht einen Beschützer.“
Die drei Frauen sagten nichts mehr. Maxen wollte Fragen stellen, aber er wusste aus Erfahrung, dass das nichts bringen würde. Er drehte sich um, um zu gehen. Er fragte sich, wie er diese Magie anwenden sollte. Da kam das kleine Mädchen auf ihn zu und nahm seine Hand.
Maxen sah auf sie herab. Sie drückte seine Hand und schaute ihm direkt in die Augen. Plötzlich wusste Maxen, was er tun musste. Er wusste, wie er die Linie von Adalwen und die Linie von Raya verbinden konnte. Das kleine Mädchen lächelte leicht. Sie ließ Maxens Hand los und ging zurück zu den anderen beiden Seherinnen.
Maxen drehte sich um und verließ das Baumhaus. Er reiste auf direktem Weg nach Aurumist.
Er ging geradewegs zum größten Haus in der Mitte der Stadt. Er klopfte nicht einmal an. Er ging einfach hinein und sah Nathin, der am Feuer saß.
„Du bist zurück“, sagte Nathin und nickte Maxen zu. „Komm, setz dich und erzähl mir, was du herausgefunden hast.“
Maxen setzte sich Nathin gegenüber. „Ich habe mehr herausgefunden, als ich für möglich gehalten hätte.“
„Wie meinst du das?“, fragte Nathin und lehnte sich nach vorne. „Hat die Medizin in Amican nicht geholfen?“
„In Amican ist alles gut, aber ich muss dir noch etwas anderes erzählen.“
Maxen erzählte Nathin alles, was er erfahren hatte. Er erzählte ihm von Etan Rayas Vision und den Anweisungen der Seherinnen. Als er fertig war, lehnte sich Nathin zurück und sah Maxen an.
„Denkst du, das ist wirklich alles nötig, Maxen? Denkst du, ich sollte die Linie dieses Mannes an meine eigene binden?“
„Zuerst war ich mir nicht sicher. Aber nach meinem Besuch bei den Seherinnen habe ich keine Zweifel mehr. Wenn du die Länder vereinen und die Anhänger der falschen Götter besiegen willst, müssen wir das tun.“
„Und du kannst das tun?“, fragte Nathin.
„Das kann ich“, antwortete Maxen. „Ich habe gesehen, wie es geht. Ich brauche ein paar Tage zur Vorbereitung, aber wir können es bald machen.“
„Was müssen wir dafür tun?“
„Es erfordert Blutmagie. Ich brauche Blut von dir und von Etan. Ihr beide müsst euch starke Schwüre leisten, um eure Linien für immer miteinander zu verbinden.“
Nathin nickte. „Dann solltest du wohl besser alles vorbereiten und mit Etan sprechen.“
Maxen nickte, als er aufstand, um seine Aufgabe zu erledigen.
„Warte“, sagte Nathin und sah zu Maxen auf. „Für immer ist eine lange Zeit.“

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