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Meine fünf überfürsorglichen Brüder

Autor:in
Geneedwards23
Gelesen
15.4K
Kapitel
28
Autor:in
Geneedwards23
Gelesen
15.4K
Kapitel
28
👩‍❤️‍💋‍👨Young Adult👱🏽‍♀️Teenager👩🏽‍🎓Studierende🏙️Zeitgenössisch🏈American-Football-Spieler

„Was zur Hölle, Max?!“, höre ich Jason von oben rufen, während ich frühstücke. „Beweg deinen faulen Hintern. Es ist fast halb neun“, antwortet Max. „Und es ist Samstag. Da schlafe ich immer aus“, argumentiert Jason. „Heute nicht. Wir bekommen später Gäste. Das Haus muss sauber sein, bevor Mom und Dad nach Hause kommen.“ „Es ist ja nicht so, als würden diese Gäste in mein Zimmer gehen“, stellt Jason fest. „Er hat recht“, murmelt Kayden neben mir. „Ja, aber ihr kennt Mom. Sie will immer alles so perfekt und tadellos haben, als käme der Präsident zum Essen vorbei.“ Nathaniel verdreht die Augen. „Man kann nie wissen, Bro. Dad hat jede Menge K

Kapitel 1

AMANDA

„Was soll der Mist, Max?!“, höre ich Jason von oben rufen, während ich mein Frühstück esse.
„Beweg deinen faulen Hintern. Es ist fast halb neun“, antwortet Max.
„Aber es ist Samstag. Da schlafe ich immer aus“, widerspricht Jason.
„Heute nicht. Wir bekommen später Gäste. Dieses Haus muss sauber sein, bevor Mom und Dad nach Hause kommen.“
„Aber diese Gäste kommen ja wohl kaum in mein Zimmer“, stellt Jason fest.
„Er hat recht“, murmelt Kayden neben mir.
„Ja, aber du kennst Mom. Sie will immer alles perfekt und rein, als lüde sie den Präsidenten zum Essen ein.“ Nathaniel rollt mit den Augen.
„Man weiß nie, Bruder. Dad hat viele gute Kontakte.“ Daniel, sein Zwilling, zuckt mit den Schultern.
Sie sehen genau gleich aus, mit braunen Haaren und haselnussbraunen Augen, während Kayden erdbeerblonde Haare wie ich und grün-braune Augen hat, eine Mischung aus Dads grünen und Moms braunen Augen.
„Zum allerletzten Mal, steh auf, Jason! Unsere Eltern sind in weniger als fünf Stunden hier. Und dieses verdammt große Haus ist noch nicht mal zur Hälfte geputzt!“, schreit Max. Dann höre ich einen lauten Knall.
„Dafür haben wir doch Hausmädchen“, jammert Jason, als er die Treppe herunterkommt.
„Dad hat ihnen das Wochenende freigegeben. Wir sollen lernen, Aufgaben im Haus zu erledigen. Wir sollen nicht faul werden und uns nicht zu sehr auf andere Leute verlassen“, erklärt Max, der dicht hinter ihm folgt.
Max hat braune Haare und grüne Augen, genau wie Dad, und Jason hat erdbeerblonde Haare und haselnussbraune Augen und sieht Mom sehr ähnlich.
„Warum ist dann unser Koch noch hier?“
„Sonst kann niemand kochen.“ Ich lache und zucke mit den Schultern.
„Tja, du solltest dich nützlich machen und es lernen.“ Jason grinst frech. Ich werfe ihm einen wütenden Blick zu.
„Sag das noch mal und ich kratze dir die Augen aus“, zische ich und zeige mit meiner Gabel auf ihn.
„Whoa, Tiger, ganz ruhig, reg dich ab.“ Daniel nimmt mir die Gabel weg. „Damit habe ich gerade gegessen.“
„Klar, unsichtbares Essen.“ Max kichert und schaut auf meinen leeren Teller.
„Hey, mein Essen!“ Ich drehe meinen Kopf schnell zu Jason. Er schiebt sich gerade meinen letzten Pfannkuchen in den Mund.
„Was denn? Ich hatte Hunger“, sagt er mit vollem Mund.
„Lauf“, flüstert Nathaniel ihm zu. Ich stehe von meinem Stuhl auf und funkle Jason wütend an.
Ich renne ihm nach, während er um Hilfe ruft. Aber unsere lieben Brüder lachen nur.
DREI STUNDEN SPÄTER
Nachdem ich Jason endlich eingeholt und in den Pool geschubst hatte, putzten wir das Haus zu Ende. Jeder machte sein eigenes Zimmer sauber. Ich musste das Esszimmer und den Flur staubsaugen.
„Ich bin später wieder da“, sagt Jason, als er die Treppe hinuntergeht.
„Wo gehst du hin? Mom und Dad sind bald hier“, bemerkt Kayden.
„Im Gegensatz zu dir habe ich eine Freundin. Ich führe sie zum Mittagessen aus“, sagt er.
„Autsch.“ Ich lache.
„Wie auch immer. Ihr werdet sowieso keine sechs Monate mehr zusammen bleiben.“ Er rollt mit den Augen.
„Genau wie deine“, gibt er zurück.
„Hey, hört auf, KJ wegen seines nicht vorhandenen Liebeslebens zu ärgern.“ Nathaniel kommt mit einer Tüte Chips aus dem Spielzimmer.
Kayden starrt ihn wütend an. „Ist mir egal. Ich gehe jetzt schwimmen.“ Er geht den Flur entlang zur Seite des Hauses.
„Sag Tiffany hallo von mir.“ Ich drehe mich zu Jason um.
„Mache ich. Ich kann es kaum erwarten, nächste Woche wieder an die Universität zu gehen.“ Er seufzt.
„Der Sommer ist fast vorbei“, stöhne ich.
„Ja.“ Nathaniel zieht eine Schnute. „Ich habe es wirklich genossen, auszuschlafen.“
Wir leben in Seattle. Ich gehe mit den Zwillingen und meiner Freundin Lily auf die Roosevelt High School.
Max ist in seinem letzten Jahr an der Stanford Law School. Er wird im nächsten Frühling seinen Abschluss machen und danach seinen Master anfangen. Jason ist im zweiten Jahr an der Columbia University, und Kayden ist nur ein Jahr hinter ihm an der New York University. Die beiden teilen sich eine Wohnung mit zwei anderen Freunden.
Tiffany, seit drei Jahren Jasons Freundin, lebt ebenfalls hier in Seattle und besucht die New York Film Academy. Am Wochenende und manchmal auch unter der Woche übernachtet sie in Jasons Wohnung, da sie ansonsten mit zwei Kommilitonen in der Nähe des Campus wohnt.
***
„Mom!“ Ich renne los und umarme meine Mutter. Sie kommt als Erste durch die große Eingangstür.
„Amanda, mein Schatz, ich habe dich so vermisst.“ Sie umarmt mich ebenfalls.
„Mom!“, rufen all die Jungs und rennen die Treppe hinunter.
„Helft eurem Vater, Jungs. Wir bekommen bald Gäste“, befiehlt Mom, und alle stöhnen auf.
„Wer ist unser Gast?“, frage ich.
„Ein Arbeitskollege von eurem Vater mit seinen Kindern. Zum Glück ist ein Mädchen in deinem Alter dabei.“ Mom lächelt, ihre erdbeerblonden Haare zu einem Dutt gebunden. Sie trägt bequeme Kleidung, was überraschend ist.
„Wie heißt sie?“
„Felicia, und sie geht auf eine Privatschule, auf die du eigentlich auch gehen solltest, abe...“
„Mom, wir haben das schon besprochen. Nur weil Dad Geld hat, muss ich nicht auf eine Privatschule gehen, so wie Max und Jason“, unterbreche ich sie.
„Wenn du an eine gute Universität willst, würde das in deiner Bewerbung gut aussehen.“
„Roosevelt ist eine gute Schule. Kayden war auch dort, und aus ihm ist was geworden. Mit meinen guten Noten und meinen zusätzlichen Aktivitäten komme ich auch so nach Berkeley. Vergiss nicht, ich bin die stellvertretende Schülersprecherin, leite die Theater-AG und den Buchclub.“
„Ich weiß, mein Schatz. Ich bin sehr stolz, dass du so viele Ämter ausüben kannst und dabei einen GPA von 3,8 bis 4,0 hast.“ Sie küsst meine Stirn. „Außerdem habe ich dir ein Kleid für das Abendessen mit den Gästen mitgebracht.“ Sie reicht mir eine Tasche.
Ich stöhne auf. Ich mag Kleider fast so wenig wie hohe Schuhe. Als ich zwei Jahre alt war, hat Mom mich immer schick angezogen und zu Spieltreffen getragen, da sie endlich eine Tochter bekommen hatte. Lily und ich haben uns in der vierten Klasse kennengelernt, als ich die Klasse gewechselt habe. Ich hatte nie einen Jungen als Freund, da meine Brüder den Jungs immer gesagt haben, sie sollen sich von mir fernhalten.
In der Mittelschule wollten viele Mädchen mit mir befreundet sein, um mit Daniel und Nathaniel reden zu können. Sie haben Lily oft geärgert, weil sie damals eine kleine Streberin war und es heute immer noch ist. Ich war auch ein Streber, ich trug nur keine Brille oder Zahnspange wie Lily.
Sie war die Einzige, die sich nicht nur wegen meiner Brüder mit mir anfreundete, und sie hat einen besten Freund. Er heißt Brandon und geht auch auf unsere Schule. Er ist mit den Zwillingen befreundet, weil sie alle in derselben Footballmannschaft spielen, und er hängt nur in der Mittagspause mit uns rum. Er ist der einzige Junge, der mit mir reden darf, da meine Brüder ihn nicht als Gefahr sehen.

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