Galatea Logo
ListenSupport
Werwölfe & Gestaltwandler
Mafia
Milliardär-Liebesromane
Mobbing-Romanze
Langsame Romanze
Feinde zu Liebenden
Paranormale Romantik
Schicksalsgefährten
Sportgeschichten
Geschichten, die in einem College spielen
Zweite Chance - Geschichten
Alle Kategorien anzeigen
Bewertung 4.6 im App Store
NutzungsbedingungenDatenschutzImpressum
Galatea on FacebookGalatea on InstagramGalatea on TikTok
Cover image for Wenn ich fort bin, bin ich froh, dass wir uns begegnet sind

Wenn ich fort bin, bin ich froh, dass wir uns begegnet sind

Autor:in
Juniper Blaire
Gelesen
16,8K
Kapitel
75
Autor:in
Juniper Blaire
Gelesen
16,8K
Kapitel
75
🖤Dunkel🌼Jungfrau💪🏻Beschützer👱🏽‍♀️Teenager👩🏽‍🎓Studierende🏙️Zeitgenössisch🎓New Adult & College

Dreißig Minuten. Das war sein Limit. Das war es schon immer gewesen. Ich sah zu, wie die Haustür ihn förmlich verschlang, während das leise Klicken des Riegels in einem Haus dieser Größe lauter klang, als es sollte. Marmorböden. Glasgeländer.

Prolog

UNKNOWN

Dreißig Minuten. Das war sein Limit. Das war es schon immer gewesen.
Ich sah zu, wie die Haustür ihn verschluckte. Das leise Klicken des Schlosses klang lauter, als es in einem Haus dieser Größe hätte sein dürfen. Marmorböden. Glasgeländer.
Kunst, die mehr kostete als mein erstes Auto. Nichts davon konnte verbergen, wie schnell er vor uns davonlief.
Cindy gab sich nicht einmal die Mühe, so zu tun, als wäre sie enttäuscht. Das tat sie nie. Solange seine Kreditkarte noch funktionierte, kam sie auch ohne ihn bestens klar.
Sie trug ihre Designerkleidung wie eine Rüstung, ihr Gesicht von Chirurgen glattgezogen und modelliert. Doch selbst all das Geld konnte ihre Gesellschaft nicht erträglicher machen. Dad hielt es trotzdem keine paar Minuten mit ihr im selben Raum aus.
Ehrlich gesagt war es fast schon komisch.
„Ich dachte, wir könnten heute Abend einen Film schauen.“ Cindys Hand glitt an meinem Arm hoch, geübt und aufdringlich, ihre chirurgisch vergrößerte Brust drückte sich an mich. Die Andeutung war offensichtlich.
„Film“ war nur ihr Code für Aufmerksamkeit – meine Aufmerksamkeit – als wäre ich irgendein Ersatzspielzeug, das sie aufziehen konnte, wenn ihr langweilig war.
Sie war nur zehn Jahre älter als ich, aber ich hätte mir lieber die Haut abgezogen, als sie anzufassen. Ich riss ihre Hand weg und schleuderte sie beiseite, als wäre sie verseucht.
Ein scharfes Schnippen meiner Finger wies sie ab, wie ein lästiges Insekt. „Warum fragst du nicht Cole?“, fauchte ich, Gift in jedem Wort.
Ihr Gesicht lief hässlich rot an. Sie wirbelte auf dem Absatz herum und stürmte in die Küche. Die Tür knallte so laut zu, dass die Wände zitterten.
Gut so.
Ich zog mein Handy heraus und öffnete die App, mit der ich Dad ortete. Ich zoomte auf den blinkenden roten Punkt, der mich seit Monaten verfolgte. Dieselbe Adresse. Derselbe Ort.
Jedes Mal, wenn er von einer „Geschäftsreise“ nach Hause kam, fuhr er nach dem Abendessen dorthin – wie ein Uhrwerk. Er taumelte immer Stunden später zurück, getränkt in Alkohol und Bitterkeit, und machte das Haus noch kälter, als es ohnehin schon war.
Wen fickt er wohl diesmal?
Er war vor zwanzig Minuten gegangen. Ich wusste genau, wo er war – eine Adresse, die sich seit Monaten in mein Gehirn eingebrannt hatte, weil ich ihn immer wieder dort verschwinden sah.
Es hatte in der Highschool angefangen – Partys schmeißen und zwanghaft seinen Standort checken, damit er mich nicht auf frischer Tat ertappte. Damals war es Überlebensinstinkt. Und jetzt? Trotz. Neugier.
Eine kranke kleine Angewohnheit, die ich einfach nicht loswerden konnte. Nur um zu sehen, was dieses erbärmliche Arschloch trieb, wenn er dachte, niemand würde zusehen. Ich umklammerte die Schlüssel so fest, dass sie sich in meine Haut gruben, und ging hinaus in die Nacht.
***
Als ich in die Straße einbog, erhaschte ich einen Blick auf Dads Lamborghini. Seine Rücklichter schnitten durch die Dunkelheit, bevor er um die Ecke verschwand. Natürlich. Immer dieser dramatische Abgang.
Ich lenkte meinen Wagen in die Lücke, die er hinterlassen hatte, und wartete. Der Motor summte leise, während mein Handy in meiner Hand leuchtete.
Seine Bewegungen entfalteten sich auf dem Bildschirm wie ein Muster, das ich auswendig kannte – vorhersehbar, fast mechanisch. Der blaue Punkt schob sich vorwärts, stoppte, schoss vor und verlangsamte sich wieder. Stop. Weiter. Stop. Weiter.
Dann blieb der Punkt endlich stehen.
Ich starrte länger darauf, als ich hätte sollen. Es war erbärmlich, wirklich. Jemandem dabei zuzusehen, wie er sich in Echtzeit auflöste, Pixel für Pixel.
Ich schaltete die Scheinwerfer aus, stellte den Motor ab und ließ mich tiefer in meinen Sitz sinken. Wie ein Falke, der hoch oben thront, geduldig und reglos – so wartete ich.
Eine halbe Stunde verging. Dann noch eine. Immer noch nichts.
Und dann – ein BMW rollte in die Einfahrt. Sie stieg aus.
Sie war ganz lange Beine und makellose Eleganz. Ihr Haar fiel wie ein Vorhang aus Platinseide, der das Licht einfing wie poliertes Chrom. Sie sah genauso aus wie auf Maddie Stewarts Posts – unberührbar.
Dann zerbrach die Illusion. Ihr Absatz blieb an einer Kante im Asphalt hängen. Sie stolperte, und ein Schlüsselbund klirrte auf den Boden.
Als sie danach griff, schien sich die Welt zu neigen. Der Saum ihres Kleides rutschte nach oben und enthüllte zarte Spitze, die sich scharf vom weichen Schwung ihres Oberschenkels abhob.
Es war ein privates Detail, nie für meine Augen bestimmt. Trotzdem sog ich es ein wie ein Dieb. Eine schwere, dunkle Hitze durchflutete meine Adern, raubte mir die Luft aus der Brust und ließ mich schwindeln.
Mein Verstand verriet mich sofort. Ich stellte mir das Gewicht ihrer Haut auf meiner vor, die verbotene Textur dieser Spitze unter meinem Daumen. Ich spürte das plötzliche, heftige Pochen meines eigenen Pulses – die körperliche Auswirkung eines Gedankens, den ich hätte begraben sollen.
Fuck.
Ich zuckte zurück und presste meinen Rücken gegen den Autositz, als könnte ich mich physisch von meinen eigenen Augen distanzieren. Kalter Schweiß überzog meine Haut. Mein Herz hämmerte in einem hektischen, schuldbeladenen Rhythmus gegen meine Rippen – wie ein Richterhammer, der niedersaust.
Ich war ein Raubtier in einem geparkten Auto und beobachtete ein Mädchen, das nicht einmal wusste, dass ich existierte. „Fuck“, murmelte ich noch einmal, diesmal leiser – ein Gebet um Vergebung, die ich nicht verdiente.
Während ich dort saß und zusah, wie das Mädchen hineinging, wirbelten Schuldgefühle und Verwirrung durch meinen Kopf. Ich versuchte, mein Handeln zu rechtfertigen. Ich hatte ja eigentlich nichts Falsches getan – ich hatte doch nur beobachtet, oder?
Aber das Bild ihrer Unterwäsche brannte immer noch in meinem Kopf und schürte das Feuer meiner Begierde. Fuck, was wird nur aus mir?
Ich hatte immer gewusst, dass etwas Verdrehtes in mir steckte, aber das hier … das hier war einfach falsch. Und trotzdem blieb die Tatsache bestehen – ich konnte nicht aufhören, sie zu beobachten.
Mein Dad kann sie doch nicht ficken.
Eine plötzliche Bewegung fiel mir ins Auge. Das Mädchen von Maddies Instagram war in einem Fenster aufgetaucht. Sie richtete ihr Kleid und drehte sich dann zum Spiegel.
Ich konnte ihre Spiegelung sehen. Sie schien sich selbst zu mustern. Ich konnte nicht anders, als mich zu fragen, was sie dachte, während sie sich so betrachtete.
Meine Augen verschlangen ihre Silhouette. Jede Kurve, jede Linie sandte Splitter von rohem, animalischem Verlangen durch meinen Körper. Sie ist verdammt heiß.
Das kurze Kleid, das sie trug, schmiegte sich eng an ihren Körper und ließ wenig der Fantasie übrig. Und Gott, meine Fantasie war ein teuflischer Ort.
Der Stoff glitt nach oben, langsam und widerwillig, und enthüllte verlockende Blitze von spitzenbesetzter Seide auf der porzellanweißen Glätte ihrer Haut. Sie so zu sehen – ungefiltert, intim – entfachte ein verbotenes Feuer in meinem Inneren. Eine wilde, zackige Hitze, die sich durch jeden letzten Rest Anstand brannte.
Ihre Beine waren es, die mich als Erstes brachen. Lang, straff und schlank, streckten sie sich endlos nach oben, bis sie in den dunklen Falten ihres Kleides verschwanden.
Ich konnte fast die Reibung meiner Handflächen spüren, die diesen Weg entlangfuhren und ihr Seufzer von den Lippen lockten, während ich am Rand dieser Spitze spielte. Das plötzliche, lebhafte Bild von mir zwischen diesen göttlichen Schenkeln traf mich wie ein Rausch und jagte ein schweres, rhythmisches Pochen durch meine Adern.
Meine Jeans fühlte sich an wie ein Käfig, mein Körper spannte sich in einem stummen, verzweifelten Protest.
Ich beobachtete ihre Hand, wie sie das Kleid zurechtzog, zupfte und glättete, mit einer arglosen Unschuld, die sich wie bewusste Qual anfühlte. Ich wollte sie nackt. Ich wollte sie unter mir ausgebreitet, befreit von Spitze und Geheimnissen.
Meine Hände umklammerten das Lenkrad, die Knöchel weiß und schmerzend, während ich gegen den Drang ankämpfte, mich selbst zu berühren – die Spannung zu lösen, die wie ein stromführender Draht in meinem Unterleib vibrierte.
Ich konnte sie fast schmecken, einen süßen, eingebildeten Nektar auf meiner Zunge. Mir lief das Wasser im Mund zusammen bei dem Gedanken, wie sie sich wand und um genau die Erlösung bettelte, die ich mir selbst gerade verweigerte.
Aber der Höhepunkt der Fantasie war das Gewicht davon – tief in sie einzutauchen und jeden Zentimeter zu beanspruchen. Ich sank in den Sitz zurück, durchnässt von kaltem, schwerem Schweiß.
Ein Teil von mir schrie, dass das eine Krankheit war – dass ich ein Raubtier war, das ein Mädchen von einem digitalen Bildschirm aus verfolgte. Doch der dunklere Teil, der Teil, der in den Schatten meines Verstandes lebte, flüsterte verführerisch zurück: Was, wenn sie dir gehören würde?
Ich beobachtete wie gelähmt, als sie hinter sich griff. Der Reißverschluss des Kleides öffnete sich in einer lautlosen, gleitenden Bewegung.
Langsam fiel der Stoff herab und ließ sie im bernsteinfarbenen Schein in nichts als dieser zarten, dunklen Spitze stehen. Mein Atem stockte und beschlug die Autoscheibe, aber ich konnte nicht wegschauen.
Dann bewegten sich ihre Hände. Sie betrachtete nicht mehr nur ihr Spiegelbild.
Ihre Finger fuhren die Linie ihres Halses entlang, glitten hinab zum Ansatz ihrer Brüste, bevor sie unter den Rand der Spitze tauchten. Ein tiefes, kehlig raues Geräusch entwich meiner Kehle – ein Laut purer Qual.
Als sie den Rücken durchbog, die Augen im Spiegel flatternd geschlossen, sah ich ihre Hüften schwingen, ihren Kopf in den Nacken sinken, während sie sich in ihrer eigenen Berührung verlor. Ich ließ meine Fantasie die Distanz zwischen dem Asphalt und dem Glas überbrücken.
Ich schaute nicht nur zu – ich war dort. Meine rauen Fingerspitzen ersetzten ihre, mein Mund brachte ihren Atem zum Verstummen. Als sie im Licht des Fensters erschauerte, begann sie sich wieder zu bewegen, ahnungslos und wunderschön. Und ich saß in den Trümmern meiner eigenen Schande und erkannte, dass ich meine Fantasie Wirklichkeit werden lassen musste.
Ich riss mein Handy heraus. Mein Daumen schwebte nur eine Sekunde, bevor ich auf den Anruf tippte.
Als mein Freund beim dritten Klingeln abnahm, verschwendete ich keine Zeit mit Höflichkeiten.
„Hast du noch Maddie Stewarts Nummer?“, fragte ich.
„Ja, ich glaube schon. Warum?“
„Sorg dafür, dass sie die Adresse zum Lagerfeuer bekommt“, befahl ich und starrte ein letztes Mal zu ihr hoch ins Fenster.

Galatea entdecken

Das Carrero-Herz 3: Ende gut, alles gutVersprechen deines GefährtenBrimstone Brüder Buch 5: BlazeThe Winter Court 3: Pakt der FeenGefährtin des Mistkerls

Neuste Veröffentlichungen

Die Rose des Teufels 2: Gefesselte LiebeBroken 3: Broken, Forever (Deutsch)Luna de Verano Buch 1: Die Gefährtin des AlphasAn Blut und Schicksal gebundenUnsere Liebe ist wie Werfen im Dunkeln

Leselisten

Alle anzeigen

Tauch ein in die Romantik Buchsammlungen, von unserer Lesergemeinschaft zusammengestellt.

Drama

by Kopfkino

79 Bücher

Lovestory

by T_n_a

73 Bücher

.

by teufellaura

174 Bücher

2026

by Summerspee

63 Bücher

3

by Harzerhexe

191 Bücher

Gelesene Bücher

by Tami90

186 Bücher

Bücher Mini bis 30

by Deluluzwerg 79

53 Bücher

Mason

by Svenja Erp

27 Bücher

Neuzeit/CEO/Mafia

by Shailaya

96 Bücher

Anfangen zu lesen

by zicke

44 Bücher

Gelesene Bücher

by Manuela Frisullo

427 Bücher

Neu 2

by Angela May

131 Bücher

Ganz nett😏

by Kiki

187 Bücher

Hot

by Kopfkino

142 Bücher

⭐All - Time - Favorites

by Kucki Minimie

429 Bücher