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Cover image for Die Verehrten Buch 2,5: Baby I'll Haunt You – Ein Halloween-Special

Die Verehrten Buch 2,5: Baby I'll Haunt You – Ein Halloween-Special

Autor:in
Isabell R
Gelesen
16.3K
Kapitel
7
Autor:in
Isabell R
Gelesen
16.3K
Kapitel
7
⚔️Action & Abenteuer👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte💪🏻Beschützer🐺Lykaner🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy🎄Weihnachten & Feiertage🧙‍♀️Hexen & Zauberer😇Engel & Dämonen👻Geister🐺Übernatürlich

Als Angélique ihren ersten Halloween-Ball ausrichtet, sieht ihre Schwägerin Aurora darin einen unverzeihlichen Verrat. Entschlossen, das Fest zu ruinieren, erfüllt die boshafte Hexe die Nacht mit verfluchter Musik, Geistern, Monstern und tödlichen Zaubern. Während die Feierlichkeiten im Chaos versinken, kommen gefährliche Geheimnisse ans Licht und alte Bande werden auf die Probe gestellt. Was als kleiner Racheakt beginnt, entwickelt sich schnell zu etwas weitaus Gefährlicherem und beweist, dass selbst die spielerischste Magie verheerende Folgen haben kann.

Kapitel 1: Die Einladung

AURORA

Der Wind wurde kühler und die Äpfel waren reif. Ich frühstückte im Garten und genoss die frische Herbstluft.
Das war meine absolute Lieblingszeit im Jahr. Der Herbst bedeutete, dass ich endlich mit den Vorbereitungen für meine jährliche Halloween-Party beginnen konnte – mein größtes Vergnügen.
Es war die einzige Zeit im Jahr, in der auch andere Leute meine kreativen Streiche lustig fanden. Mein Mann kam aus dem Haus und wedelte mit etwas in der Hand.
Ich lächelte ihn an und genoss seinen Anblick. Er trug ein weißes Leinenhemd und eine hochgekrempelte, sandfarbene Hose. Wir waren seit fast zweihundert Jahren verheiratet, und ich konnte mich einfach nie an ihm sattsehen.
„Ein Brief von Angélique ist angekommen“, rief er, als er näher kam.
„Ein Brief?“, lachte ich leise. „Wie förmlich.“
„Du wirst das hassen“, grinste er, während er mir die schwarze Karte reichte. Ich runzelte die Stirn, als ich sie aus seiner Hand nahm.
„Das kann doch nur ein Scherz sein!“, zischte ich. Es war eine Einladung zu ihrem ersten Halloween-Ball an ihrem neuen Hof. Das Datum war der einunddreißigste Oktober – genau der Tag, an dem ich immer meine eigene Party veranstaltete.
„Da gehen wir nicht hin!“, sagte ich bestimmt und knallte die Einladung auf den Tisch.
„Ich verstehe dich ja, aber ein paar meiner anderen Geschwister sind ebenfalls eingeladen. Bella hat mir eine Nachricht geschrieben und gefragt, ob es für sie sicher sei, dorthin zu gehen.“ Damion hob eine Augenbraue.
Zu jedem anderen Anlass hätte ich die Idee toll gefunden, aber Halloween – das war mein Ding. „Bella geht hin?“, fragte ich enttäuscht.
Ich hatte mich sehr darauf gefreut, dass sie wieder mit uns Halloween feiert. Besonders jetzt, da sie sich wieder an die Magie erinnerte und meine Kunst wirklich schätzen konnte. „Sieht ganz so aus. Du könntest versuchen, sie stattdessen zu deiner Party zu überreden, aber du weißt ja, wie sie über Geister denkt.“ Damion grinste frech.
Ich stieß genervt die Luft aus. „Welch Ironie.“
Mein Mann lachte laut auf. Sein Lachen hätte meine Wut fast besänftigt, doch dann klingelte mein Handy.
Mein Blick verhärtete sich, als ich auf das Display starrte. Es war Angélique. „Wem verdanke ich dieses Vergnügen, Angélique?“, fragte ich bei der Annahme des Anrufs, bemüht um einen höflichen Tonfall.
„Bonjour, Aurora“, kicherte sie. Mein Griff um das Telefon wurde fester. „Hast du meine Einladung bekommen?“
„Wenn du die hübsche kleine schwarze Karte mit goldener Schrift meinst, die uns zu einem Ball am einunddreißigsten Oktober einlädt, dann ja“, sagte ich und hoffte, sie würde den Wink verstehen.
„Ich weiß, dass du an diesem Datum normalerweise deine eigene Party veranstaltest“, rechtfertigte sie sich, was mich genervt mit der Zunge schnalzen ließ. „Aber ich hatte gehofft, du könntest mir dieses Jahr bei meiner Feier helfen“, fuhr sie fort – was für eine Unverschämtheit.
„Bei einem Hof wie deinem brauchst du mich doch sicher nicht“, schnaubte ich.
„Das stimmt, aber ein kleiner magischer Touch würde wirklich nicht schaden. Könntest du mir vielleicht nur dieses eine Jahr dabei helfen, einen unvergesslichen Halloween-Ball an meinem neuen Hof zu organisieren?“, fragte sie absolut geschäftsmäßig – typisch für sie.
Ich wollte ihr gerade absagen und auflegen, doch dann kam mir plötzlich eine Idee. Ein böses Grinsen legte sich auf meine Lippen. „Klar, Angélique. Ich helfe dir, einen Halloween-Ball zu organisieren, den du niemals vergessen wirst.“
Angélique bedankte sich bei mir, bevor sie auflegte. Natürlich tat sie das. Sie konnte ja auch nicht mein Gesicht sehen.
„Sei brav, Aurora“, warnte Damion.
„Ich bin immer brav, Schatz.“ Ich lächelte bösartig. Ich würde eine Nacht für sie organisieren, die sie wirklich niemals vergessen würde. Das würde dieser Schlampe eine Lektion erteilen.
„Ich meine es ernst, Liebling. Mach ihr das nicht kaputt. Du wirst dieses Halloween ohnehin nicht ganz so genießen können wie sonst“, murmelte Damion und strich mir sanft über die Wange.
Ich schmiegte mich an seine Hand und blinzelte zu ihm hoch. Dabei verbarg ich meine bösen Absichten vor ihm, während heißes Verlangen in mir aufstieg. „Du hast recht. Ich werde es dieses Jahr einfach auf eine andere Art genießen.“ Ich schenkte ihm ein Lächeln – und das war nicht gelogen. Ich würde es absolut genießen.
„Das will ich dir auch geraten haben, meine Liebe“, lachte Damion leise und hob mein Kinn an, um mir tief in die Augen zu sehen.
Ich grinste ihn an. „Vielleicht sollte ich für meine bösen Gedanken bestraft werden?“
Ein Funke blitzte in seinen Augen auf, bevor sie dunkel wurden und sein Daumen sanft über meine Unterlippe strich. „Ich glaube, da hast du recht. Vielleicht sollte ich dich ein wenig von deinen bösartigen Gedanken ablenken.“
Ich erhob mich von meinem Stuhl, ohne dabei den Blickkontakt zu ihm abzubrechen. Er legte seine andere Hand auf meinen unteren Rücken und zog mich dicht an sich.
„Ich meine es wirklich ernst, Aurora. Stell keinen Unsinn an. Dieser Ball bedeutet Angélique sehr viel, und wir wollen ihre Autorität vor ihrem eigenen Hof nicht untergraben“, sagte er mit einer tiefen, warnenden Stimme.
Seine Worte brannten wie heiße Glut unter meiner Haut, doch mein verschmitzter Gesichtsausdruck veränderte sich kein bisschen. „So ernst“, kicherte ich leise, lehnte meinen Kopf an seine Schulter und atmete seinen Duft ein.
Die frische Herbstluft war nun meine geringste Sorge. „Du weißt genau, dass ich sofort unartig werden will, wenn deine Augen mir so viel versprechen“, murmelte ich verführerisch.
„Und du weißt, dass du gar nicht böse sein musst, um meine volle Aufmerksamkeit zu bekommen, Liebling“, lachte er kehlig, während seine Hand an meinem Nacken hinabglitt und er meine Haare fest packte.
Er zog meinen Kopf sanft zurück, was mich dazu zwang, ihm wieder in die Augen zu blicken. Sie brannten vor Verlangen, genau wie ich es wollte. Ich lächelte ihn herausfordernd an.
„Versprich mir, dass du keine Dummheiten machst“, forderte er.
Nach all der Zeit hatte er es immer noch nicht gelernt, und es war einfach herrlich. „Ich glaube, da brauche ich noch etwas mehr Überzeugungsarbeit“, schnurrte ich, ohne auch nur den Versuch zu machen, unschuldig auszusehen.
Damions Mundwinkel zuckte nach oben, doch sein Blick verlor nicht an Schärfe. „Götter, du bist wirklich eine unerträgliche Frau“, lachte er leise, bevor seine Lippen hart auf meine trafen.
Ich schmolz förmlich in seinen Armen dahin, während unsere Zungen miteinander rangen. Er nahm meine Unterlippe zwischen die Zähne und zog sanft daran, bevor er wieder losließ. Ich erschauderte, als ein kühler Windhauch über meine erhitzte Haut strich.
„Dann mach dich besser auf etwas gefasst. Das könnte nämlich eine Weile dauern.“ Damion grinste verrucht. Jegliche Sanftmut war aus seinen Augen verschwunden – ersetzt durch eine Dunkelheit, die ganz allein für mich reserviert war.
„Zeig mir, was du kannst“, neckte ich ihn trotzig. Ich würde seine wunderschöne Wut empfangen, sie in vollen Zügen genießen und dann – dann würde ich ihn in dem Glauben lassen, dass ich wirklich brav sein würde.

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