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Luna Graced (Deutsch)

Autor:in
KristiferAnn Thorne
Gelesen
🔥19,5M
Kapitel
46
Autor:in
KristiferAnn Thorne
Gelesen
🔥19,5M
Kapitel
46
🐺Übernatürlich🐺Werwölfe & Gestaltwandler💔Abgelehnter Gefährte🎭Drama👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte💪🏻Beschützer🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪🏻Alpha-Männchen😊Sauber

Alpha Roman Luko führt ein Rudel von Verstoßenen und Nomaden an. Durch einen Zufall nimmt er die kürzlich verstoßene Luna, Abigail, bei sich auf. Die Vision eines Orakels und ein unbekanntes Geschenk der Mondgöttin bringen Roman und Abigail auf einen Weg, den keiner von beiden erwartet hat.

Altersfreigabe: 18+ (Gewaltsamer Tod)

1: Kapitel 1

ABIGAIL

„Wir sind Gefährten … Gefährten, Carson! Wie konntest du mir das antun?“
Tränen liefen über Abbys Gesicht, während sie den Mann ansah, den sie liebte. Den Mann, von dem sie geglaubt hatte, dass er sie auch liebte.
Sie konnte das wütende Knurren ihres Vaters hören. Deshalb blickte sie zu ihren Eltern hinüber, die neben Alpha Edward standen. Beide waren außer sich vor Wut und kurz davor, sich zu verwandeln. Der Alpha hingegen wirkte einfach nur fassungslos.
„Es tut mir leid, Abby, das war ein Fehler“, murmelte Carson. Seine Stimme war in dem großen Raum kaum zu hören.
Sie wandte sich wieder ihrem Gefährten zu.
„Ein Fehler?“
Ihr Magen krampfte sich zusammen bei der Erinnerung daran, wie sie sich gegenseitig markiert hatten. „Es ist erst wenige Wochen her, dass du mich markiert hast! Und ich habe es gespürt, Carson – das Gefährtenband. Ich habe danach einfach alles gespürt.“
Wie konnte das passieren? Sie hatte sich vorgestellt, Welpen mit diesem Mann zu haben. Sie wollte ihm bei allem beistehen, was das Leben ihnen in den Weg legte.
Ein Gefährtenpaar sollte für immer zusammen sein. Aber sie und Carson waren noch nicht einmal zusammengezogen. Er hatte gesagt, er wolle warten, bis sie bei der Abschlusszeremonie den Gefährtenpakt geschlossen hätten …
Aber er hatte sie betrogen.
Sie griff sich an die Brust, während ein weiteres heftiges Knurren durch den Versammlungsraum hallte.
„Zügle dich, Michael!“, sagte Alpha Edward streng zu ihrem Vater, seinem mutigsten Krieger. „Ich verstehe, dass du nicht glücklich über meinen Welpen bist. Ich bin es auch nicht.“
„Wo ist Luna Hazel?“, fragte Abbys Mutter. Sie stand groß und stolz da, und ihre Augen wechselten von menschlich zu wölfisch.
Ihre Mutter war selbst eine wilde Kriegerin und sie wollte ihren Welpen beschützen.
Alpha Edward seufzte. „Sie wird gleich hier sein, Fiona.“
Abby schnupperte in die Luft. Als sie den Geruch der Wölfin wahrnahm, mit der ihr Gefährte zusammen gewesen war, brach ein wildes Knurren aus ihrer Kehle.
Ihre Eltern traten näher an sie heran. Sie spürte ihre Sorge, aber ihr Kummer und ihre Wut waren einfach zu groß. Sie konnte ihre Wölfin nicht noch länger zurückhalten –
„Abigail“, befahl Edward und drückte sie mit seiner Alpha-Macht nieder. „Du wirst deine Wölfin sofort unter Kontrolle bringen.“
Ihr Vater straffte sich und fletschte die Zähne, als sich die Tür öffnete. Und als Luna Hazel mit Beta Jacob, seiner Gefährtin und deren Welpen eintrat, ging er in Kampfstellung.
Alpha Edward ließ ein warnendes Knurren in seiner Brust ertönen. „Ich werde nicht zulassen, dass mein Beta und mein bester Krieger wegen ihrer weiblichen Welpen kämpfen.“
Luna Hazel nahm ihren Platz zur Linken des Alphas ein und faltete die Hände.
Trotz ihrer eigenen Verzweiflung konnte Abby sehen, dass Carsons Mutter am Boden zerstört war. Luna Hazel hatte sie sieben Jahre lang trainiert. Das begann, als Abby vierzehn geworden war und alle erkannten, dass sie Carsons Gefährtin war.
Aber Abby wusste, dass Hazel als Luna stark bleiben musste. Es war die Position, die Abby übernommen hätte, wenn Edward und Hazel zurückgetreten wären. Hazel musste für ihre Familie und ihr Rudel stark sein. Sie sah ihren Sohn nicht einmal an.
Einen Sohn, dessen Fehler Schande über sie alle gebracht hatte. Abby spürte, wie ihre Augen aufleuchteten, als die Wut in ihr hochstieg.
Alpha Edward räusperte sich. „Beta Jacob. Tabitha …“
Ihr fiel auf, dass er sich nicht einmal die Mühe machte, ihre Schande von einer Tochter direkt anzusprechen.
„Danke, dass ihr gekommen seid.“
Der Beta und seine Gefährtin verbeugten sich beide. Sie entblößten aus Respekt vor ihrem Alpha ihre Hälse. Das tat auch Taylor, die ihren Blick auf den Boden gerichtet hielt.
Das sollte sie auch. Abby knurrte und riss den Blick von ihrer Rivalin los. Sie versuchte angestrengt, ihre Wut zu kontrollieren.
„Alpha, Luna, Carson …“ Beta Jacob verbeugte sich erneut. „Krieger Michael und Fiona. Abigail.“ Er nickte ihnen knapp zu.
Alpha Edward schnupperte plötzlich in der Luft und runzelte die Stirn. Als seine Augen zu leuchten begannen, senkten alle im Raum die Köpfe.
„Dein Welpe ist schwanger“, verkündete er Beta Jacob.
Schwanger?
Ein lautes Brüllen brach aus Abbys Kehle, als sie die Kontrolle verlor und anfing, sich zu verwandeln. Das kohlenschwarze Fell ihrer Wölfin brach aus ihrer Haut. Die Wut in ihren Adern setzte sie in Brand – sie musste die Bedrohung töten!
Mit ausgefahrenen Krallen sprang sie auf Taylor zu.

ALPHA EDWARD

Edward packte Abby am Nacken und hielt sie mitten in der Luft auf.
Obwohl sie erst halb verwandelt war, wand sie sich und kämpfte in seinem Griff. Ihre dunkelgrünen Augen leuchteten und ihre Schnauze war langgezogen. Speichel tropfte auf den Boden, während sie wild mit den Kiefern schnappte.
„Carson!“, brüllte er. „Bring Taylor und deinen ungeborenen Welpen hier raus. Sofort!“
Sein Sohn hob Taylor hoch und rannte mit ihr hastig aus dem Raum.
Jacob kauerte sprungbereit am Boden. Auch Michael und Fiona hatten dieselbe Kampfhaltung eingenommen. Er spürte, wie Abbys Körper in seinem festen Griff zuckte.
„Alle zurücktreten!“ Er ließ seine Alpha-Macht durch den Raum strömen und setzte Abby dann sanft ab.
Sie rollte sich schluchzend auf dem Boden zusammen. Klagendes Heulen breitete sich über die Ländereien des Rudels aus, als die Mitglieder des Oru-Rudels ihren brennenden Schmerz spürten. Seine eigene Brust brannte, und er konnte auch Hazels tiefen Schmerz fühlen.
„Abby, mein Liebes, es tut mir unendlich leid. Du weißt, dass ich dich wie meine eigene Tochter betrachte.“ Seine Trauer schwappte durch den Raum und durch das ganze Rudel.
„Auch euch gilt meine tiefste Entschuldigung, Krieger Michael und Fiona.“ Er neigte den Kopf in ihre Richtung. Es war ein seltenes Zeichen höchsten Respekts. Alphas verbeugten sich normalerweise nicht vor anderen.
„Ich habe das Recht, deinen Welpen herauszufordern“, knurrte Michael. „Er hat gegen die Gesetze der Mondgöttin und dieses Rudels verstoßen!“
„Er ist mein Sohn, Michael, und er erwartet einen Welpen. Ich kann das nicht zulassen.“ Edward wandte sich an den Beta und dessen Gefährtin.
„Jacob, Tabby … Ich bin sicher, ihr könnt nachvollziehen, wie verheerend das alles ist. Ich gehe davon aus, dass euer Welpe wusste, dass Carson eine Gefährtin hatte und markiert war?“ Er zog die Lippen zurück und entblößte die Zähne. Beide senkten sofort die Köpfe.
„Ja, Alpha“, antwortete Jacob leise.
„Habt ihr sie denn nicht mit den Werten des Rudels erzogen?“
Sein Beta sah auf, sichtlich verärgert über Edwards Angriff auf ihre Erziehung. „Vielleicht ist es dein Sohn, der hier Fragen beantworten sollte. Er trifft sich schon seit über einem Jahr heimlich mit Taylor!“
„Und er hat mich und meine Gefährtin darüber informiert, dass er Abigail bei der Zeremonie des Gefährtenpakts ablehnen würde.“
„Er hat was?“ Edward spürte, wie seine Wut durch das gesamte Rudel schoss. Ältere Mitglieder schreckten zurück, und jüngere Welpen begannen zu weinen.
„Ich möchte Abigail nicht noch mehr verletzen, indem ich seine genauen Worte wiederhole“, sagte Jacob steif, während seine Augen aufblitzten.
„Alpha Edward“, mischte sich Fiona ein. „Ich nehme meine Tochter jetzt mit nach Hause. Ich möchte nicht, dass sie noch mehr Gerede über diese … Abscheulichkeit ertragen muss.“
Sie wartete nicht auf eine Erlaubnis. Sie half Abby einfach auf und führte sie aus dem Raum. Das Geräusch von fernem Heulen folgte ihnen – das Rudel trauerte um den Verlust seiner zukünftigen Luna.
„Sprich! Sofort!“ Seine Alpha-Macht brachte die verbliebenen Erwachsenen dazu, sich zu verbeugen und leise zu wimmern.
Aber Jacobs Stimme kratzte vor Wut. „Carson mag zwar Abigails Gefährte gewesen sein, aber er hat nie echte Gefühle für sie gehabt. Und er hat schon seit vielen Monden tiefe Gefühle für Taylor.“
„Er hat versucht, das Richtige für die Mondgöttin zu tun. Aber er wusste tief in seinem Herzen, dass er Abby nicht so liebt, wie er Taylor liebt.“
Edward ließ sich schwer in seinen Stuhl fallen. Keine Gefühle? Von so etwas hatte er wirklich noch nie gehört.
„Edward, wir müssen etwas tun“, sagte Hazel schließlich und hielt seinem Blick stand. „Carson muss sie ablehnen, für ihren eigenen Seelenfrieden und auch für seinen.“
„Der Seelenfrieden deines dreckigen Welpen ist mir völlig egal!“, brüllte Michael. „Mein Welpe, meine Tochter wurde von deinem Sohn in Stücke gerissen! Hast du ihm die Werte des Rudels beigebracht? Hast du ihn den Wert eines Gefährtenbandes gelehrt?“
„Abby liebt ihn schon, seit bevor sie wusste, dass sie Gefährten sein sollten. Wir haben es alle gesehen. Wir wussten, dass sie Gefährten waren, noch bevor sie es selbst wussten!“
In Anbetracht der Umstände ließ Edward die Respektlosigkeit seines Kriegers durchgehen. „Ich verstehe es auch nicht, mein Freund.“ Er schüttelte den Kopf. „Aber es tut mir schrecklich leid, Bruder.“
Michael ließ sich erschöpft in einen Stuhl fallen. „Mein Welpe, Edward. Die zukünftige Luna dieses Rudels. Sie stirbt gerade an gebrochenem Herzen.“
Edward schüttelte den Kopf. Selbst wenn er Carson zwingen würde, mit Abby zu leben und die Gelübde zu ehren, die er bei ihrer Markierung abgelegt hatte, könnte sein Sohn diesen Verrat niemals rückgängig machen. Die Schande, die er über das Rudel gebracht hatte, würde niemals wieder verschwinden.
Und dann war da noch der neue Welpe. Er hatte Alpha-Blut und wäre an der Reihe, das Oru-Rudel zu übernehmen, auch wenn seine Mutter niemals Luna sein würde. Das war ein völliges Chaos, und alles war allein Carsons Schuld.
„Meine Gefährtin hat recht“, sagte er heiser. „Sie muss ihn ablehnen, und er muss sie ablehnen.“
„Das wird sie umbringen, Edward!“, rief Michael. „Und ihre Hitze fängt gerade an!“
Edward seufzte erschöpft. „Es tut mir so leid, Michael. Aber eine verstoßene Wölfin in der Hitze im Rudel zu haben, wird zu einem offenen Krieg zwischen den ungebundenen Männchen führen. Wir müssen sie in eine Zelle sperren. Ihn auch. Und wir müssen beide während ihrer Hitze betäuben.“
„Sie hat einen Gefährten! Sie sollte diesen Schmerz nicht durchmachen müssen! Hat sie denn nicht schon genug durch deinen Sohn gelitten?“
Er knurrte über den harten Ton seines Kriegers. „Es gibt leider nichts anderes, was wir tun können.“
„Wenn ich ihn schon nicht herausfordern darf, dann will ich, dass er bei vollem Bewusstsein ist, während er eingesperrt ist.“ Michaels Lippen kräuselten sich zu einem bedrohlichen Knurren. „Er verdient es, jede einzelne Sekunde dieses Schmerzes zu spüren.“
„Edward!“, keuchte Hazel. „Das können wir nicht tun! Er wird alles und jeden zerstören, um zu ihr zu gelangen.“

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