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Wolves of Wildwood Buch 1: Meinen Alpha in Versuchung führen

Autor:in
Raven Flanagan
Gelesen
484K
Kapitel
34
Autor:in
Raven Flanagan
Gelesen
484K
Kapitel
34
💕Romantik👩🏼‍🏫Lehrer💔Abgelehnter Gefährte👩🏽‍🎓Studierende💔Verbotene Romantik🐺Werwölfe & Gestaltwandler👩‍❤️‍👨Wahrer Gefährte💘Schicksalsgefährten🧙‍♂️Übernatürlich & Fantasy💪🏻Alpha-Männchen🥵Erotik🧛🏻Übernatürlich

Hollie ist der erste Wolf in ihrer Familie, der den Schritt in die Menschenwelt wagt, fest entschlossen, ihre wilde Seite unter den Lichtern der Stadt und den Abgabefristen des Colleges begraben zu halten. Doch in einer mondhellen Nacht weckt ein Duft etwas Ursprüngliches – etwas, von dem sie dachte, sie hätte es hinter sich gelassen. Rafael, ein geborener Alpha, der nun als Professor arbeitet, rechnet nicht damit, eine Wölfin durch die Straßen seiner Stadt streifen zu sehen. Doch in dem Moment, in dem er ihr begegnet, ist die Anziehungskraft zwischen ihnen sofort da, elektrisierend und unmöglich zu ignorieren. Nach einer unvergesslichen Nacht dreht das Schicksal das Messer in der Wunde um: Hollie betritt am nächsten Morgen den Hörsaal, und er ist der Mann, der vorne im Raum steht. Für Menschen ist es verboten. Für Wölfe steht es in den Sternen geschrieben.

Kapitel 1

HOLLIE

„Also, als ein High-Value-Mann finde ich, dass man meine Meinung zum Aktienmarkt mehr beachten sollte. Jetzt, wo das neue Semester beginnt, sollten meine Lehrer mich wirklich ernster nehmen.“
Die Stimme des Menschen nervte mich furchtbar. Ich hatte keinem einzigen Wort zugehört, seit er sich an der Bar zu mir gesetzt hatte.
Zigarettenrauch und die Pheromone betrunkener Menschen lagen in der Luft. Dieser Gestank verstopfte mir die Nase.
Eine Live-Band spielte Tanzmusik auf der winzigen Bühne in der Ecke. Die Musik dröhnte in meinen empfindlichen Ohren, aber sie war immer noch nicht laut genug, um das arrogante Gerede des Mannes zu übertönen.
Werwölfe waren im Grunde Tiere. Wilde, urtümliche Tiere, die keine Angst davor hatten, sich dem Ruf der Natur hinzugeben und ihre Grundbedürfnisse die Kontrolle übernehmen zu lassen. Sie lebten in kleinen Gemeinschaften auf der ganzen Welt in Wäldern und Bergregionen und ließen ihrem inneren Biest freien Lauf.
„Ashton, wir haben vor einem Jahr für ein einziges Projekt zusammengearbeitet. Warum nervst du mich jetzt?“ Ich kniff die Augen zusammen, da meine Geduld am Ende war.
Dabei wusste ich genau, warum er sich zu mir gesetzt hatte, sobald er mich sah. Der Geruch seiner Begierde war noch aufdringlicher als sein furchtbares Parfüm.
„Wow, Hollie, ich versuche doch nur, nett zu sein.“ Ashton schnaubte. Seine Finger klammerten sich um den Hals seiner Bierflasche.
Gerade als ich dachte, er würde aufstehen und gehen, lehnte er sich stattdessen vor. „Ich habe gesehen, dass du alleine hier sitzt, und dachte, ich sage mal Hallo.“
In den überfüllten Städten der Menschen gab es nicht viele Wölfe. Wenn man sein Rudel verließ und sich in die menschliche Gesellschaft integrierte, beruhigten sich diese wilden Triebe und Instinkte, bis sie nur noch ein Flüstern im Hinterkopf waren und kein ständiger Drang mehr, andauernd wild zu werden.
„Ich bin absichtlich alleine.“
Ich wollte nur etwas trinken, und diese Bar schenkte großzügig ein. Alkohol half in Nächten wie diesen, das Heulen in meinem Kopf zu beruhigen. Nächte, in denen der Mond nach mir und dem Biest unter meiner Haut rief.
„Ein hübsches Mädchen wie du sollte nicht alleine sein.“ Seine Hand glitt über den Tisch. „Komm doch mit zu mir nach Hause. Ich zeige dir, was für ein guter Freund ich sein kann.“
Ich riss meine Hand weg, bevor seine schmierigen Finger mich berühren konnten.
Menschliche Männer machten Spaß, wenn ich verzweifelt war, doch nicht einmal dann würde ich Ashton jemals als passenden Partner in Betracht ziehen. Auf dem Campus war er selbst an seinen besten Tagen als arroganter Arsch bekannt.
Ich war die Erste in meiner Familie, die das Rudel verließ, nachdem ich an einer angesehenen Universität angenommen worden war. Die wilden Wälder des Nordwestens hinter mir zu lassen und quer durchs Land zu ziehen, um Biologie zu studieren, schien damals eine großartige Idee zu sein.
In meinen ersten Monaten in der Stadt war ich von all den neuen Dingen völlig begeistert.
Der Schmerz, meine Familie, mein Rudel und die Fähigkeit zu vermissen, mich aus einer Laune heraus zu verwandeln und frei umherzurennen, lastete auf mir wie ein Stein, der mein Herz zerdrückte. Seit drei Jahren lebte ich nun schon unter den Menschen in ihrer wuchernden Stadt.
Obwohl mir die Universität und meine Kurse gefielen, war mein Verlangen danach, mich auszutoben und wild zu sein, unermesslich.
„Ich suche keine Freunde. Und wenn doch, wärst du nicht im Rennen.“ Ich zog meinen Cocktail näher zu mir heran und rutschte auf meinem Sitz nach vorne, um zu gehen.
Aber ich kam nicht weit.
Plötzlich ging die Tür der lauten Bar auf. Ein eiskalter Windstoß von draußen strich über meine Haut.
Doch es war die starke Gegenwart des neuen Gastes, die mir eine Gänsehaut verpasste. Von einer Sekunde auf die andere wurde mein Blut heiß wie flüssige Lava.
Ashton stieß ein spöttisches Lachen aus und rollte extrem mit den Augen. Extra laut schob er seinen Stuhl über den Betonboden und rückte vom Tisch ab. „Ist das der Dank dafür, dass ich nett zu dir bin?“
„Du versuchst nicht, nett zu sein, Ashton. Du willst mit mir schlafen, und das werde ich nicht tun.“
Mein Fingernagel tippte gegen das Cocktailglas und spiegelte meinen immer schneller werdenden Herzschlag wider.
Es war ein anderer Wolf hier. Ich konnte den Wald an ihm riechen. Der Geruch von Erde und Bäumen haftete an ihm, und sein männlicher Duft hüllte mich ein.
Es war so lange her, dass ich einen meiner Art gesehen hatte. Es weckte den Instinkt in mir, ihn zu finden, ihn zu sehen.
Heute Nacht würde Vollmond sein. Ich konnte es in der Luft spüren. Das Flüstern uralter Macht auf meiner Haut.
Mein Inneres flehte mich an, mich zu verwandeln, wild zu werden, meine Kleidung zu zerreißen und animalisch zu werden. In dieser überfüllten Stadt war das jedoch vielleicht nicht möglich.
„Das will ich überhaupt nicht!“, rief Ashton laut.
Die plötzliche Wut in seinem Tonfall erregte meine Aufmerksamkeit und hielt mich davon ab, in der Bar nach dem mächtigen Wolf Ausschau zu halten. Der Wutanfall des Menschen zog Blicke in unsere Richtung, was mich unter ihrer Musterung erstarren ließ. Ihre Aufmerksamkeit war das Letzte, was ich brauchte.
„Bitte, lass mich einfach in Ruhe.“
Es hatte mich Jahre der Übung gekostet, meine Stimme leise zu halten, wenn ich eigentlich knurren wollte. Menschen reagierten nicht gut auf Krallen und spitze Zähne.
Ashton plusterte sich auf. Sein Gesicht verzerrte sich vor spürbarer Gereiztheit. Seine Khaki-Shorts und der hochgestellte Kragen machten jedoch jegliche Einschüchterungsversuche zunichte, zu denen er sich fähig glaubte.
Er zeigte mit dem Finger auf mich, während er seine Bierflasche hob und spottete: „Ich würde dich sowieso nicht wollen, du ausgestoßener Freak! Du musst nicht gleich so eine Bitch sein!“
Die Stimmung in der Bar kippte sofort. Was dann geschah, passierte so schnell, dass die meisten es gar nicht mitbekamen. Mir stockte der Atem, als Ashtons Gesicht mit voller Wucht auf die Theke geknallt wurde.
Mit großen Augen sah ich, wie eine Hand den schwachen Menschen am Nacken nach unten drückte.
„Sie hat dich gebeten, sie in Ruhe zu lassen. Und die Dame war dabei sehr höflich.“ Die tiefe, dunkle Stimme des Fremden traf mich hart, wie ein Zug, der gegen eine Wand rast. „Ich schlage vor, du hörst auf sie, bevor die Sache hier aus dem Ruder läuft.“
Ein wehleidiges Wimmern entwich Ashtons Lippen. Seine Hände suchten verzweifelt nach Halt, um sich hochzudrücken, jedoch ohne Erfolg. Der Fremde hielt ihn ohne sichtbare Anstrengung unten.
Ich konnte seine unterschwellige Macht in der Luft spüren, die meine Haut vor wachsendem Verlangen kribbeln ließ.

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