
Hassbotschaften
Iris hasst Jesse, solange sie denken kann. Er hat ihr den ersten Kuss gestohlen, ihren ersten Tanz, ihren ersten Liebeskummer – und jetzt ist er ihr Nachbar und Rivale. Sie führt einen Blumenladen, er leitet einen Verlag, und ihr lebenslanger Streit wird durch scharfe Zettel am Leben gehalten, die in Kisten und Schubladen versteckt werden und nie im Müll landen. Wortgefechte sind ihre Waffe, die Vergangenheit ihr Schild, und Hass war immer sicherer, als die Wahrheit zuzugeben. Doch als eine dieser Notizen durch die Ritzen rutscht, verändert sich alles. Die Worte klingen plötzlich weniger nach Krieg und mehr nach Geständnis. Jetzt, da Erinnerungen hochkommen, Funken sprühen und alte Wunden brennen, müssen Iris und Jesse sich der Wahrheit stellen, die unter jedem Streit verborgen lag: Vielleicht war der Hass nur ihre Art, sich festzuhalten.
Kapitel 1
IRIS








































