
Gesuchte Gefährtin des Alphas
Serenitys Leben ist von Dunkelheit erfüllt, nachdem sie ihre Mutter verloren hat und von ihrem Vater, der zu einem gewalttätigen, betrunkenen Missbraucher geworden ist, in eine neue Stadt verschleppt wurde. Sie träumt davon, der Qual zu entkommen, doch gerade als sie fliehen will, tritt ein unerwartetes Licht in ihre Welt. Ihre Reise in Richtung Freiheit nimmt eine unerwartete Wendung, als sie jemanden trifft, der ihr einen Hoffnungsschimmer bietet. Aber kann sie sich von den Ketten ihrer Vergangenheit befreien, oder wird die Dunkelheit sie ganz verschlingen?
Kapitel 1
Serenity~
Vor ein paar Monaten starb meine Mutter an Brustkrebs – ein Schicksalsschlag, der mein Leben für immer veränderte.
Kurz darauf packte mein Vater unsere Sachen und wir zogen in eine andere Stadt.
Ich musste meinen Job, meine Freunde und mein Zuhause zurücklassen.
Aber das war erst der Anfang.
Früher war mein Vater der liebevollste Mensch, den man sich vorstellen konnte. Er hat sich immer um mich gekümmert und mich seine kleine Prinzessin genannt. Mit meiner Mutter und mir ging er immer selbstlos und liebevoll um. Selbst wenn er wütend war, erhob er nie die Stimme.
Doch irgendwann veränderte er sich völlig.
Er fing an zu trinken – anfangs gelegentlich, dann täglich. Inzwischen war er ständig betrunken und kurz davor, auch noch seinen Job zu verlieren. Gleichzeitig schrie er mich unentwegt an und wurde mir gegenüber gewalttätig.
Er schlug mich tagtäglich ohne jeglichen Grund. Nie so, dass es jemand von außen bemerken würde – aber hart genug, dass ich es nie vergessen konnte.
Wir hatten kaum etwas zu essen.
Ich hatte hier zwar einen Job in einem Restaurant als Kellnerin gefunden, doch das Geld reichte hinten und vorne nicht.
Alles, was ich verdiente, musste ich meinem Vater übergeben.
Doch statt davon Essen zu kaufen, landete fast jeder Cent in neuen Flaschen.
Tagsüber ging ich zur Schule, abends arbeitete ich jeden Tag im Restaurant – außer montags. Wobei selbst die Schulzeit für mich eine Qual war.
Immerhin waren gerade Sommerferien, weshalb ich mich momentan nur auf die Arbeit konzentrieren musste.
Trotzdem graute mir vor dem neuen Schuljahr, das morgen beginnen sollte. Meine Mitschüler mieden mich – oder machten sich über mich lustig. Die Klamotten waren abgetragen, teilweise kaputt oder zu groß.
Mein Vater hatte nämlich meine sämtlichen Marken-Klamotten verkauft, um seine Sucht zu finanzieren.
Wenigstens hatte ich es geschafft, mein Trinkgeld behalten können, da ich ihm nie davon erzählt hatte.
Ich sparte fast jeden Cent, damit ich hier endlich wegkonnte. Nur ab und zu gönnte ich mir ein Stück Brot und eine Packung Wurst – gerade genug, um irgendwie durchzuhalten.
Essen kaufte ich mir allerdings nur, wenn es wirklich nicht mehr ging – wenn mir bereits schwarz vor Augen wurde vor Hunger. Meine Angst, von meinem Vater in der Kaufhalle erwischt zu werden, war einfach zu groß.
In zwei Monaten werde ich endlich volljährig, was ich kaum erwarten kann.
Ich hatte mir bereits ein Ticket nach Juan gebucht – das ist eine große Stadt, welche sehr weit von hier, von meinem Vater entfernt ist.
Mein Trinkgeld und das Ticket versteckte ich zwischen meinen Tampons, da ich wusste, dass mein Vater dort niemals suchen würde.
Wie immer legte ich auch heute mein Trinkgeld in Höhe von 22,50 Euro hinein.
Danach machte ich mich etwas frisch und zog mir meinen Schlafanzug an und warf im Vorbeigehen einen Blick in den Spiegel. Mein Anblick schockierte mich schon lange nicht mehr.
Mein Anblick erschreckte mich schon lange nicht mehr, aber glücklich machte er mich auch nicht.
Ich war nur noch Haut und Knochen.
Meine Wangen waren eingefallen, dunkle Schatten unter den Augen.
Immerhin hatte ich wenigstens noch meine bernsteinfarbenen Augen und meine glatten dunkelbraunen Haare, die mir bis zur Schulter reichten, welche ich von meiner Mutter geerbt hatte.
Der Rest meines Körpers war gezeichnet. Hämatome in allen Farben und Phasen. Einige waren frisch von gestern, einige ein paar Tage alt und andere waren schon fast verblasst.
Gestern hatte er mich besonders schlimm zugerichtet. Ich hatte den ganzen Tag über Schmerzen. Jede einzelne Bewegung schmerzte mich ungemein.
Ich fragte mich immer wieder, womit ich das verdient hatte.
Ja, ich hatte Verständnis für meinen Vater, da auch ich den Tod meiner Mutter noch nicht überwunden hatte, dennoch trank ich nicht oder schlug niemanden.
Seufzend legte ich mich ins Bett, wobei ich jede einzelne Bewegung spüren konnte.
Vor Schmerzen zischend, zog ich die Decke über mich und schloss die Augen.












































